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Kajakangler sind kein faules Volk, aber bis der gewünschte Angelplatz erreicht ist, vergeht schnell eine halbe Stunde, und der Rückweg gegen den Wind kommt am Abend noch dazu. Ein Elektromotor am Kajak nimmt genau diese Strecken ab und lässt die Kraft für das übrig, weshalb man losgefahren ist.

Der Markt hat sich dabei in zwei Lager geteilt. Auf der einen Seite stehen die klassischen Außenborder mit Pinne, die ans Heck geklemmt werden und eine 12-Volt-Batterie brauchen. Auf der anderen die neuen Finnenmotoren, die in die Finnenaufnahme von SUP und Kajak geschoben werden, kaum mehr als anderthalb Kilogramm wiegen und per Funkfernbedienung laufen. Wir haben acht Modelle aus beiden Lagern gegenübergestellt.

8Motoren im Vergleich
1,5 bis 62Schubkraft in kg und lbs
9,6erreichbare Höchstgeschwindigkeit in km/h
0nötige Führerscheine unter 15 PS

Die Top 3 auf einen Blick

Beste Wahl
Camolech K4C Paddle Board Motor Elektrische Flosse + B8 Batterie (808WH), 400W 1535g Bürstenloses SUP & Kajak Elektrische Flosse, Leicht und Tragbar, Elektrischer Bootsmotor für Outdoor-Sport, See
400 Watt, 1535 Gramm, 808-Wh-Akku für bis zu 8,75 Stunden und Funkfernbedienung mit Tempomat.
Bester Preis
TONFEION 45 lbs Elektrischer Außenborder, 552W 12V Einziehbarer Griff Elektromotor Boot 5 Vorwärts & 3 Rückwärtsgängen Höhenverstellbar für Kajaks, Kanus, Aufblasbare Boote
552 Watt, fünf Vorwärts- und drei Rückwärtsstufen, Edelstahlhalterung, einziehbarer Griff.
Beste Marke
Minn Kota Endura 30 C2 Elektro-Außenborder mit Batterieanzeige Bootsmotor
30 lbs Schub, Batterieanzeige, ausziehbare Pinne und die Ersatzteilversorgung eines Marktführers.

Alle Kajak Motoren im Vergleich

Kajak MotorSchubBauartAkku dabeiPreisklasse
Camolech K4C mit B8 AkkuBeste Wahl10 kg, etwa 22 lbsFinnenmotorja, 808 Wh€€€€
TONFEION 45 lbsBester Preis45 lbsAußenborder mit Pinnenein, 12 V nötig
Minn Kota Endura 30 C2Beste Marke30 lbsAußenborder mit Pinnenein, 12 V nötig€€
Miganeo TRS 62 lbsStärkster Schub62 lbs, 696 WAußenborder mit Pinnenein, 12 V nötig€€
Camolech K4 ohne BatterieZum Aufrüsten9,3 kg, etwa 20 lbsFinnenmotornein€€€
Tedgix K4C mit B8 AkkuBaugleiche Alternative10 kg, etwa 22 lbsFinnenmotorja, 808 Wh€€€€
QFGain 12V FinnenantriebGünstigste Finne216 oder 288 WFinnenmotornein, 12 V nötig€€
Camolech 900W UnterwasserscooterDoppelnutzung900 W, bis 6,3 km/hScooter zum Anbauenja, 16 Ah€€€

Die Kajak Motoren im Einzelnen

  • Leistung400 W bürstenlos
  • Schub10 kg, etwa 22 lbs
  • Höchstgeschwindigkeit9,6 km/h
  • Gewicht1535 g inklusive Kabel
  • AkkuB8 mit 808 Wh, im Lieferumfang
  • Laufzeit8,75 Stunden bei 5 bis 7 km/h, 2 Stunden bei Vollgas
  • LadenUSB-C PD 3.0 und DC gleichzeitig
  • SteuerungFunkfernbedienung mit Tempomat
  • Lenkungplus minus 35 Grad
  • Montage9-Zoll-Finnenaufnahme, werkzeuglos
  • WasserSüß- und Salzwasser

Geeignet für: Kajak- und SUP-Fahrer, die einen leichten Antrieb ohne Bootsbatterie im Boot wollen

Der K4C ist das Gegenteil eines klassischen Bootsmotors und genau deshalb für Kajaks so interessant. Statt anderthalb Zentner Batterie und einem Außenborder am Heck steckt hier ein 1535 Gramm leichter Antrieb in der Finnenaufnahme, und das Gewicht sitzt tief im Wasser statt hoch am Spiegel. Die Trimmlage des Boots bleibt praktisch unverändert.

Der entscheidende Unterschied zu den günstigeren Finnenmotoren ist der mitgelieferte B8-Akku mit 808 Wattstunden. Er reicht für 8,75 Stunden bei Reisetempo oder zwei Stunden bei Vollgas, und damit ist die Frage der Reichweite bei einer Tagestour erledigt. Geladen wird über USB-C oder DC, beides gleichzeitig möglich.

Gesteuert wird per Funkfernbedienung mit Tempomat, Akkustand und Geschwindigkeit auf dem Display. Für Angler ist das der eigentliche Gewinn: Man stellt das Tempo ein und hat beide Hände frei. Wer regelmäßig auf dem Angelkajak unterwegs ist, wird die Funktion nach dem ersten Tag nicht mehr hergeben wollen.

Spricht dafür

  • Kompletter Antrieb inklusive 808-Wh-Akku, es fehlt nichts zum Losfahren
  • Nur 1535 Gramm samt Kabel, das ändert die Trimmlage des Kajaks kaum
  • Werkzeuglose Montage in der 9-Zoll-Finnenaufnahme, in Sekunden ein- und ausgebaut
  • 8,75 Stunden Reichweite bei 5 bis 7 km/h decken jede Tagestour ab
  • Funkfernbedienung mit Tempomat, Akkustand, Tempo und Drehzahl im Blick
  • Lenkverkleidung von plus minus 35 Grad, der Antrieb steuert also mit
  • Korrosionsbeständig ausgelegt und ausdrücklich für Salzwasser freigegeben
  • Zwei Ladeanschlüsse, USB-C PD und DC lassen sich parallel nutzen

Spricht dagegen

  • Mit Abstand der teuerste Motor im Vergleich
  • 10 Kilogramm Schub sind für schwer beladene Angelkajaks knapp bemessen
  • Setzt eine 9-Zoll-Finnenaufnahme voraus, ältere Hartschalenkajaks haben keine
  • Nach jeder Salzwasserfahrt ist Spülen mit Süßwasser Pflicht
  • Noch keine Kundenbewertungen, der Antrieb ist neu am Markt
  • Leistung552 W
  • Schub45 lbs
  • Spannung12 V
  • Fahrstufen5 vorwärts, 3 rückwärts
  • Motorreiner Kupfermotor
  • HalterungEdelstahl
  • Griffeinziehbar
  • EinsatzKajak, Kanu, Jolle, Schlauchboot
  • Batterienicht enthalten

Geeignet für: Wer den günstigsten Weg sucht, ein Kajak oder Schlauchboot zu motorisieren

Der TONFEION ist der klassische Elektro-Außenborder und zeigt, wie günstig Motorisierung sein kann, wenn man auf Akku und Funk verzichtet. 45 Pfund Schub aus 552 Watt sind für ein Kajak reichlich, und mit fünf Vorwärtsstufen lässt sich das Tempo fein dosieren.

Praktisch sind die drei Rückwärtsgänge. Wer am Steg oder zwischen Schilf rangiert, weiß, wie mühsam das mit einem Motor ohne Rückwärtsgang ist. Die Edelstahlhalterung und der einziehbare Griff sind Details, die man in dieser Preisklasse nicht erwarten würde.

Zwei Dinge muss man einplanen. Erstens die 12-Volt-Batterie, die nicht dabei ist und je nach Kapazität acht bis fünfundzwanzig Kilogramm wiegt. Zweitens die Befestigung: Ein Kajak hat selten eine Heckplatte, also braucht es eine Motorhalterung. Wer beides einkalkuliert, bekommt für wenig Geld einen kräftigen Antrieb.

Spricht dafür

  • Günstigster Motor im Vergleich, ein Bruchteil der Finnenantriebe
  • 45 lbs Schub bei 552 Watt, deutlich mehr Kraft als jeder Finnenmotor hier
  • Fünf Vorwärts- und drei Rückwärtsstufen, auch eine feine Rangierstufe ist dabei
  • Aufhängung aus Edelstahl übersteht wiederholtes Auf- und Abbauen
  • Einziehbarer Griff lässt sich auf die eigene Sitzposition anpassen
  • Läuft mit jeder handelsüblichen 12-Volt-Batterie, Batterieklemmen liegen bei
  • Passt an Kajak, Kanu, Jolle und Schlauchboot gleichermaßen

Spricht dagegen

  • Batterie fehlt, mit ihr steigen Preis und Gewicht deutlich
  • Braucht eine Heckplatte oder Halterung, an vielen Kajaks muss man nachrüsten
  • Gewicht des Motors nennt der Hersteller nicht
  • Keine Angabe zur Salzwassertauglichkeit
  • Der Motorblock sitzt hoch am Heck und beeinflusst die Kippstabilität
  • Schub30 lbs
  • Spannung12 V
  • Fahrstufen5 vorwärts, 3 rückwärts
  • AnzeigeBatteriestandsanzeige am Kopf
  • Pinneausziehbar
  • Schaftetwa 76 cm
  • EinsatzSüßwasser
  • Batterienicht enthalten

Geeignet für: Wer einen Motor will, für den es in zehn Jahren noch Propeller und Ersatzteile gibt

Die Endura C2 30 ist der Standard, an dem sich Elektro-Außenborder messen lassen. Nicht weil sie besonders stark oder besonders günstig wäre, sondern weil sie die Bauart ist, die es seit Jahrzehnten gibt und für die es in jedem Angelladen Propeller, Muttern und Ersatzpinnen gibt.

Für ein Kajak sind 30 Pfund Schub die richtige Größenordnung. Mehr Kraft bedeutet vor allem mehr Motorgewicht am Heck, und das kippt ein schmales Boot schneller, als einem lieb ist. Fünf Vorwärts- und drei Rückwärtsstufen reichen aus, um sauber an- und abzulegen.

Die Batterieanzeige am Kopf ist die Funktion, die im Alltag am meisten bringt. Man sieht auf einen Blick, ob die Ladung für den Rückweg noch reicht, statt es zu schätzen. Zu beachten: Dieses Modell ist für Süßwasser ausgelegt, für Touren auf dem Meer braucht es eine salzwasserfeste Baureihe.

Spricht dafür

  • Minn Kota ist der Marktführer bei Elektro-Außenbordern, Ersatzteile bekommt man überall
  • Batteriestandsanzeige direkt am Motorkopf, das erspart das Schätzen auf dem Rückweg
  • Fünf Vorwärts- und drei Rückwärtsstufen für sauberes Rangieren
  • Ausziehbare Pinne lässt sich an die Sitzposition anpassen
  • 30 lbs sind für ein Kajak die passende Größenordnung, nicht überdimensioniert
  • Composite-Schaft von etwa 76 cm, unempfindlich gegen Verbiegen und Korrosion
  • Bewährte Baureihe mit jahrelangem Erfahrungswert im Markt

Spricht dagegen

  • Teurer als der stärkere TONFEION und der stärkere Miganeo
  • Für Süßwasser ausgelegt, für Salzwasser gibt es andere Baureihen
  • Batterie fehlt und ist der größte Gewichtsposten
  • 30 lbs sind der schwächste Schub unter den Außenbordern hier
  • Amazon zeigt zu diesem Angebot kaum Produktdetails an
  • Leistung696 W
  • Schub62 lbs
  • Spannung12 V
  • Empfohlene Batterie80 bis 100 Ah
  • Fahrstufen5 vorwärts, 3 rückwärts
  • WasserSüß- und Salzwasser
  • Propellerdreiflügelig, Eintauchtiefe stufenlos
  • Steuerung360 Grad, ausziehbare Pinne
  • AnzeigeLED-Batterieanzeige mit 5 Stufen
  • ExtrasSchnellklappvorrichtung
  • SchraubenEdelstahl

Geeignet für: Schwer beladene Boote, Angeltouren zu zweit und Fahrten auf Salzwasser

Der Miganeo TRS ist der kräftigste Motor in dieser Liste, und genau das ist beim Kajak Fluch und Segen zugleich. 62 Pfund Schub aus 696 Watt schieben auch ein voll beladenes Zweierkanu gegen den Wind, hängen dafür aber mit spürbarem Gewicht am Heck.

Was ihn für viele trotzdem interessant macht, ist die Salzwasserfreigabe. Edelstahlschrauben und entsprechend ausgelegte Materialien sind bei Fahrten an der Küste kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen einer Saison und fünf. Dazu kommt die Schnellklappvorrichtung, die den Antrieb bei Grundberührung nach oben wegklappt, statt den Schaft zu verbiegen.

Die empfohlene Batterie mit 80 bis 100 Amperestunden ist der Punkt, an dem die Rechnung für ein schmales Kajak nicht mehr aufgeht: Ein solcher Akku wiegt rund 25 Kilogramm. Für ein Kanu, ein Schlauchboot oder ein breites Angelkajak ist der Motor dagegen genau richtig.

Spricht dafür

  • 62 lbs Schub aus 696 Watt, der kräftigste Motor im Vergleich
  • Ausdrücklich für Süß- und Salzwasser freigegeben, mit Edelstahlschrauben
  • LED-Batterieanzeige mit fünf Stufen, gut ablesbar während der Fahrt
  • 360-Grad-Steuerung und ausziehbare Pinne für präzises Manövrieren
  • Eintauchtiefe des Propellers stufenlos einstellbar
  • Schnellklappvorrichtung schützt den Motor bei Grundberührung
  • Fünf Vorwärts- und drei Rückwärtsstufen
  • Führerscheinfrei nutzbar

Spricht dagegen

  • 62 lbs sind für ein einzelnes Kajak überdimensioniert und bringen unnötiges Gewicht ans Heck
  • Empfohlen wird eine 80- bis 100-Ah-Batterie, die allein rund 25 Kilogramm wiegt
  • Batterie ist nicht im Lieferumfang
  • Der Hersteller nennt kein Motorgewicht
  • Braucht eine belastbare Heckhalterung
  • Leistung400 W bürstenlos
  • Schub9,3 kg, etwa 20 lbs
  • Höchstgeschwindigkeit9,6 km/h
  • Gewicht1,18 kg
  • Akkunicht enthalten
  • SteuerungBluetooth-Fernbedienung mit Tempomat
  • AnzeigeTempo, Akkustand und Drehzahl in Echtzeit
  • Montage9-Zoll-Schnellspann-Finnenhalter, werkzeuglos
  • EinsatzSUP, Kajak, Kanu, aufblasbare Boote

Geeignet für: Wer bereits einen passenden wasserdichten Akku besitzt und nur den Antrieb braucht

Der K4 ist der K4C ohne Akku, und für alle, die bereits eine passende wasserdichte Stromquelle haben, ist das die deutlich günstigere Tür in die Welt der Finnenmotoren. Technisch fehlt kaum etwas: 400 Watt, 9,3 Kilogramm Schub, bis zu 9,6 km/h und dieselbe werkzeuglose Montage.

Mit 1,18 Kilogramm ist er sogar noch leichter als die Komplettvariante. Die Bluetooth-Fernbedienung zeigt Tempo, Akkustand und Drehzahl an und kennt einen Tempomat, man muss also nicht die ganze Fahrt den Regler halten.

Wichtig ist die ehrliche Rechnung. Ein Akku mit vergleichbarer Kapazität kostet einen dreistelligen Betrag, und er muss wasserdicht verpackt sein. Wer noch keinen hat, fährt mit dem Komplettset in Summe meist günstiger und sicher passender.

Spricht dafür

  • Deutlich günstiger als das Komplettset, weil der teure Akku fehlt
  • Mit 1,18 Kilogramm der leichteste Antrieb im Vergleich
  • Werkzeugloser Schnellspannhalter, Ein- und Ausbau in Sekunden
  • 9,3 Kilogramm Schub und bis zu 9,6 km/h, praktisch auf Niveau des K4C
  • Bluetooth-Fernbedienung mit Tempomat und Echtzeitanzeige
  • Passt auf die meisten SUPs, Kajaks, Kanus und aufblasbaren Boote
  • Leiser Vortrieb, im Gegensatz zu Außenbordern kaum hörbar

Spricht dagegen

  • Ohne Batterie unbrauchbar, der passende wasserdichte Akku kostet extra
  • Setzt eine 9-Zoll-Finnenaufnahme voraus
  • 9,3 Kilogramm Schub sind für schwere Angelkajaks zu wenig
  • Keine Angabe zur Salzwassertauglichkeit in der Beschreibung
  • Noch keine Kundenbewertungen
Platz 6

Tedgix K4C Finnenmotor mit B8 Akku

Baugleiche Alternative
  • Leistung400 W bürstenlos, 24 V
  • Schub10 kg
  • Höchstgeschwindigkeit9,6 km/h
  • Gewicht1535 g
  • AkkuB8 mit 808 Wh, wasserdicht
  • Laufzeit8,75 Stunden bei halbem Gas, 2 Stunden bei Vollgas
  • Reisetempo5 bis 6 km/h bei nur 150 W
  • SteuerungFunkfernbedienung mit Tempomat, Vor- und Rückwärts
  • Montage9-Zoll-Schnellspannfinne, werkzeuglos
  • WasserSüß- und Salzwasser

Geeignet für: Alle, die den K4C wollen und beim Preisvergleich das günstigere Angebot nehmen

Der Tedgix ist derselbe Antrieb wie der Camolech K4C, verkauft unter einem anderen Namen. Gleiche 400 Watt, gleiche 1535 Gramm, gleicher B8-Akku mit 808 Wattstunden, gleiche Funkfernbedienung mit Tempomat. Wer beide Angebote nebeneinander sieht, entscheidet schlicht nach Preis und Lieferzeit.

Interessant ist eine Zahl, die hier deutlicher genannt wird: Bei 5 bis 6 km/h zieht der Motor nur 150 Watt. Das erklärt die 8,75 Stunden Laufzeit und zeigt, dass Reisetempo und Vollgas beim Akkuverbrauch Welten auseinanderliegen.

Auch der Wechsel zwischen Vor- und Rückwärts läuft über die Fernbedienung, ohne den Antrieb auszubauen. Für Salzwasser ist er freigegeben, nach der Fahrt gehört er aber unter den Süßwasserschlauch. Übrigens: Ein Kajak mit Elektroantrieb dieser Größenordnung bleibt führerscheinfrei.

Spricht dafür

  • Technisch identisch zum K4C, inklusive B8-Akku mit 808 Wh
  • Nahtloser Wechsel zwischen Vor- und Rückwärts über die Fernbedienung
  • Reisetempo von 5 bis 6 km/h braucht nur 150 Watt, das schont den Akku
  • Werkzeuglose 9-Zoll-Schnellspannfinne, passend für SUP, Kajak, Kanu und Schlauchboot
  • Für Süß- und Salzwasser freigegeben
  • Wasserdichter Akku, keine zusätzliche Schutztasche nötig
  • Millisekundenschnelle Reaktion der Funkfernbedienung

Spricht dagegen

  • Gleicher hoher Preis wie der K4C, ohne erkennbaren Mehrwert
  • Noch weniger bekannt als Camolech, bei Garantiefällen die schlechtere Ausgangslage
  • Nach Salzwassernutzung zwingend mit Süßwasser spülen
  • Setzt eine 9-Zoll-Finnenaufnahme voraus
  • Keine Kundenbewertungen vorhanden
  • Leistungwahlweise 216 W oder 288 W
  • Spannung12 V
  • Geschwindigkeit3 bis 4 km/h bei 216 W, 4 bis 5 km/h bei 288 W
  • Fahrstufenvorwärts und aus, kein Rückwärtsgang
  • MaterialAluminium, Kupfer, Nylon
  • WasserSüß- und Salzwasser
  • LieferumfangFernbedienung und Tragetasche
  • Stromquellenicht enthalten und nicht wasserdicht

Geeignet für: Wer einen Finnenantrieb ausprobieren will, ohne vierstellig zu investieren

Der QFGain ist der günstige Einstieg in die Finnenantriebe, und er macht kein Geheimnis daraus, wo gespart wurde. Ein Bürstenmotor statt eines bürstenlosen, 216 oder 288 Watt statt 400, und ein Tempo von 3 bis 5 km/h. Das ist etwa Paddelgeschwindigkeit, spart aber die Anstrengung.

Eine Angabe im Datenblatt gehört eingeordnet: Die beworbenen 440 lbs sind keine Schubkraft, sondern die umgerechneten 200 Kilogramm Tragkraft, also die Zuladung, die der Antrieb noch bewegt. Wer 440 Pfund Schub erwartet, wird enttäuscht sein, denn das wäre das Zehnfache der stärksten Außenborder hier.

Ernst zu nehmen ist der Hinweis des Herstellers, dass die Stromquelle nicht wasserdicht ist. Man braucht also zwingend eine wasserdichte Tasche für die 12-Volt-Batterie, sonst ist der erste Spritzer das Ende. Einen Rückwärtsgang gibt es nicht, rangiert wird mit dem Paddel.

Spricht dafür

  • Mit Abstand günstigster Finnenantrieb im Vergleich
  • Zwei Leistungsstufen zur Wahl, 216 oder 288 Watt
  • Aluminium, Kupfer und Nylon, ausdrücklich für Süß- und Salzwasser geeignet
  • Fernbedienung und Tragetasche liegen bei
  • Passt an SUP, Surfboard, Kajak, Schlauchboot und Beiboot
  • Bürstenmotor ist einfach aufgebaut und günstig zu ersetzen

Spricht dagegen

  • Nur 3 bis 5 km/h, langsamer als jeder andere Motor hier
  • Kein Rückwärtsgang, es gibt nur vorwärts und aus
  • Die beworbenen 440 lbs sind die Tragkraft in Kilogramm umgerechnet, nicht die Schubkraft
  • Stromquelle fehlt und ist nicht wasserdicht, eine Schutztasche ist zwingend nötig
  • Bürstenmotor statt bürstenlos, kürzere Lebensdauer und lauter
  • Keine Angabe zu Gewicht oder Laufzeit
  • Leistung900 W
  • Geschwindigkeit0,5 bis 2,8 m/s, bis 6,3 km/h
  • Fahrstufen10 Geschwindigkeitsmodi
  • Akku16 Ah, entnehmbar, im Lieferumfang
  • Laufzeitüber 60 Minuten
  • Wasserdichtbis 30 m Tiefe
  • Gewicht3,5 kg
  • EinsatzTauchen, Schnorcheln, Schwimmen, SUP, Kajak

Geeignet für: Wer den Antrieb auch zum Schnorcheln und Tauchen nutzen will, nicht nur am Boot

Der Camolech 900W ist der Sonderfall dieser Liste, denn er ist eigentlich ein Unterwasserscooter, den man zusätzlich ans Board oder Kajak setzen kann. Wer beides will, den Antrieb beim Paddeln und den Zug beim Schnorcheln, bekommt hier zwei Geräte in einem.

Die Wasserdichtigkeit bis 30 Meter zeigt, wofür er gebaut ist. Zehn Geschwindigkeitsstufen von gemächlichen 0,5 Metern pro Sekunde bis 2,8 decken Familienausflug und Vollgas gleichermaßen ab. Der 16-Ah-Akku ist entnehmbar, ein Zweitakku verdoppelt also die Reichweite.

Als reiner Kajakmotor ist er die schwächere Wahl. Gut 60 Minuten Laufzeit sind wenig, es gibt keine Fernbedienung und keinen Tempomat, und die Schubkraft nennt der Hersteller nicht. Wer nur das Kajak antreiben will, ist mit einem Finnenmotor oder einem Außenborder besser bedient. Mehr zu dieser Gerätegattung steht in unserem Vergleich der Unterwasser Scooter.

Spricht dafür

  • Doppelt nutzbar, am Boot und in der Hand beim Schnorcheln oder Tauchen
  • Bis 30 Meter wasserdicht, das schafft kein anderer Antrieb hier
  • Zehn Geschwindigkeitsstufen von 0,5 m/s bis Vollgas
  • Entnehmbarer 16-Ah-Akku, ein zweiter lässt sich als Reserve mitnehmen
  • Über 60 Minuten Laufzeit und korrosionsbeständig gebaut
  • Mit 3,5 Kilogramm noch gut zu tragen
  • Akku ist im Lieferumfang enthalten

Spricht dagegen

  • Kein reiner Kajakmotor, sondern ein Scooter mit Anbaumöglichkeit
  • Nur etwa 60 Minuten Laufzeit, deutlich weniger als die Finnenmotoren
  • 6,3 km/h Höchstgeschwindigkeit sind für einen 900-Watt-Antrieb wenig
  • Der Hersteller nennt keine Schubkraft in Kilogramm oder lbs
  • Keine Fernbedienung und kein Tempomat für den Bootsbetrieb
  • Mit 3,5 Kilogramm mehr als doppelt so schwer wie ein Finnenmotor

Welcher Kajak Motor für welchen Fall

Welches Set passt zu Ihnen?
Leichter Antrieb ohne Bootsbatterie
1535 Gramm, 808 Wh und Tempomat, alles im Set.
Kleinstes Budget
45 lbs Schub für den Preis eines Paddels, Batterie kommt dazu.
Langlebigkeit und Ersatzteile
Marktführer mit Batterieanzeige und ausziehbarer Pinne.
Salzwasser und schwere Zuladung
696 Watt, Edelstahlschrauben und Schnellklappvorrichtung.
Passender Akku ist vorhanden
Derselbe Antrieb ohne den teuersten Bestandteil.
Erste Erfahrung mit Finnenantrieb
Günstig, aber nur 3 bis 5 km/h und kein Rückwärtsgang.
Antrieb auch zum Schnorcheln
Bis 30 Meter wasserdicht, zehn Stufen, entnehmbarer Akku.

Ratgeber: Den richtigen Kajak Elektromotor wählen

Außenborder oder Finnenmotor: Das ist die erste Entscheidung. Ein Außenborder hängt am Heck, braucht eine Halterung und eine 12-Volt-Batterie im Boot, liefert dafür viel Schub für wenig Geld. Ein Finnenmotor steckt in der Finnenaufnahme, wiegt keine zwei Kilogramm und bringt seinen Akku mit, kostet aber ein Vielfaches und schiebt schwächer.

Schub richtig dimensionieren: Für ein Kajak reichen 25 bis 50 lbs vollkommen aus, damit sind gute 10 km/h drin. Mehr Kraft klingt verlockend, bedeutet aber mehr Motorgewicht am Heck und weniger Wendigkeit. In die Rechnung gehören Bootsgewicht, alle Insassen samt nasser Kleidung und die Ausrüstung. Breit gebaute Boote brauchen mehr Schub als schlanke, weil sie schlechter gleiten.

Fahrstufen und Rückwärtsgang: Wichtiger als die Höchstgeschwindigkeit ist eine feine unterste Stufe, denn damit rangiert man am Steg und im Schilf. Die meisten Außenborder bieten fünf Stufen vorwärts und drei rückwärts. Manche Finnenmotoren kennen gar keinen Rückwärtsgang, da hilft nur das Paddel.

Batterie einplanen: Sie ist bei Außenbordern fast nie dabei und der größte Gewichtsposten. Die Amperestunden bestimmen die Laufzeit, und eine 100-Ah-Batterie wiegt rund 25 Kilogramm. Für kurze Ausflüge reicht ein kleiner Akku, für lange Touren auf Tempo braucht es einen großen. Ein pauschal richtiger Wert existiert nicht, er hängt an der geplanten Strecke.

Salzwasser: Wer an der Küste fährt, braucht einen ausdrücklich für Salzwasser freigegebenen Motor mit korrosionsbeständiger Beschichtung und Edelstahlschrauben. Ein Süßwassermodell im Meer hält keine Saison. Umgekehrt ist es unproblematisch: Ein salzwasserfester Motor läuft auch im See.

Schaftlänge und Eintauchtiefe: Ein Propeller knapp unter der Oberfläche zieht Luft und arbeitet schlecht. Bewährt hat sich eine Tiefe von 40 bis 50 Zentimetern, darauf legen die meisten Hersteller ihre Schäfte aus. Tiefer schadet nicht, erhöht aber das Risiko, in flachen Gewässern auf Pflanzen oder Steine zu treffen.

Propeller und Aufprallschutz: Üblich sind zwei oder drei Blätter. Wichtiger als die Zahl ist die Robustheit und eine Klappvorrichtung, die den Motorarm bei Grundberührung nach oben wegklappt. Ohne diesen Schutz verbiegt eine einzige Untiefe den Schaft.

Bedienung: Die meisten Motoren steuert man über eine Pinne, deren Griff sich idealerweise ausziehen lässt. Fernbedienungen sind komfortabler, aber teurer und den Finnenmotoren vorbehalten. Eine Batteriestandsanzeige gehört zu den Funktionen, die man erst unterwegs zu schätzen weiß, wenn sich die Frage stellt, ob die Ladung für den Rückweg reicht.

Führerschein: Unter 15 PS Antriebsleistung ist auf den meisten deutschen Binnengewässern kein Führerschein nötig, und jeder Elektromotor aus dieser Liste bleibt weit darunter. Die Details je Gewässer stehen in unserem Beitrag zum Kanu Führerschein.

Häufige Fragen

Braucht man für einen Kajakmotor einen Führerschein?

In aller Regel nicht. Auf den meisten deutschen Binnengewässern gilt eine Führerscheinpflicht erst ab 15 PS Antriebsleistung, und selbst der stärkste Motor aus diesem Vergleich liegt bei unter einem PS. Einzelne Gewässer haben eigene Regeln, mancherorts sind Motoren ganz verboten, das sollte man vorher prüfen.

Wie stark muss ein Motor fürs Kajak sein?

25 bis 50 lbs Schub reichen für ein Kajak vollkommen aus und ergeben Geschwindigkeiten um 10 km/h. Ein stärkerer Motor bringt vor allem mehr Gewicht ans Heck und macht das Boot kippeliger und träger. Entscheidend sind Bootsgewicht, Zuladung und Bauform: Breite Boote brauchen mehr Schub als schlanke.

Ist die Batterie im Lieferumfang enthalten?

Bei klassischen Außenbordern fast nie, dort braucht es eine handelsübliche 12-Volt-Batterie, die separat gekauft wird. Bei den Finnenmotoren gibt es beides: Komplettsets mit wasserdichtem Akku und reine Antriebe ohne Stromquelle. Beim Preisvergleich ist das der wichtigste Unterschied.

Wie montiert man einen Motor am Kajak?

Finnenmotoren werden in die 9-Zoll-Finnenaufnahme geschoben und mit einem Schnellspanner gesichert, das dauert Sekunden und braucht kein Werkzeug. Außenborder brauchen eine Heckplatte oder eine Motorhalterung, die seitlich oder am Heck verschraubt wird. Bei Kajaks ohne Spiegel ist eine Halterung zwingend, die Herstellerangaben sind dabei bindend.

Darf ein Kajakmotor ins Salzwasser?

Nur wenn der Hersteller ihn dafür freigibt. Salzwasser greift Metallteile schnell an, Süßwassermodelle korrodieren binnen einer Saison. Salzwasserfeste Motoren haben korrosionsbeständige Beschichtungen und Edelstahlschrauben und sollten nach jeder Fahrt mit Süßwasser abgespült werden.

Wie lange hält der Akku eines Finnenmotors?

Das hängt fast vollständig vom Tempo ab. Bei Reisegeschwindigkeit von 5 bis 7 km/h zieht ein 400-Watt-Antrieb nur rund 150 Watt, ein 808-Wh-Akku hält dann fast neun Stunden. Bei Vollgas sind es aus demselben Akku etwa zwei Stunden. Wer plant, rechnet mit Reisetempo und hält eine Reserve für Gegenwind zurück.

Fazit

Wer ein Kajak oder SUP mit Finnenaufnahme fährt und bereit ist, dafür Geld auszugeben, bekommt mit dem Camolech K4C den überzeugendsten Antrieb: keine zwei Kilogramm, ein Akku für fast neun Stunden Reisetempo, Funkfernbedienung mit Tempomat und keine Batterie, die im Boot herumrutscht. Baugleich und je nach Tagespreis günstiger ist der Tedgix K4C.

Für alle anderen bleibt der klassische Außenborder die vernünftige Wahl. Der TONFEION mit 45 lbs kostet einen Bruchteil und schiebt kräftiger als jeder Finnenmotor, die Minn Kota Endura überzeugt durch Ersatzteilversorgung und Batterieanzeige, und der Miganeo TRS ist der Motor für Salzwasser und schwere Zuladung. In allen drei Fällen gehören Batterie und Halterung in die Rechnung, das ist der Preis für den günstigen Einstieg.

Die Redaktion von WassersportMax besteht aus echten Wassersport-Fans. Von Kajakfahrern, über Segler und Taucher bis Stand Up Paddler sind (fast) alle Wassersportarten vertreten. Unsere Inhalte wurden schon millionenfach gelesen und in vielen Zeitungen aufgegriffen.

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