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Wer einmal mit freien Händen über einen See gefahren ist, versteht den Reiz sofort. Ein Pedalkajak treibt sich über die Beine an, und die Arme bleiben frei: für die Angelrute, für die Kamera oder einfach für ein Brot zwischendurch.

Die Beine sind zudem die stärkere Muskelgruppe. Wer mit Pedalen unterwegs ist, hält länger durch als mit dem Paddel, und leiser ist es obendrein, weil kein Paddelblatt aufs Wasser klatscht. Genau deshalb kommen Pedalantriebe zuerst bei Angelkajaks zum Einsatz.

Wir haben sechs Lösungen verglichen: vier komplette Boote vom aufblasbaren Wasserfahrrad bis zum Hartschalen-Angelkajak, dazu zwei Nachrüstsätze für alle, die ihr vorhandenes Kajak umrüsten wollen.

6Lösungen im Vergleich
4komplette Pedalkajaks
2Nachrüstsätze fürs eigene Boot
5 bis 8Kilometer pro Stunde Reisetempo

Die Top 3 auf einen Blick

Beste Wahl
Galaxy Kayak Supernova Junior Angelkajak Fishing Kayak mit Pedalantrieb, Farbe (G) Graphit
Hartschale mit Cyclone Pedal Drive, vorwärts und rückwärts.
Bestes aufblasbares Kajak
Spatium Pedalangel-Kajak, 360° drehbarer Sitz, extra breiter Sitz, für Erwachsene, geeignet für Flüsse, Ozeane, Seen, Fischknochen-Modell
360 Grad drehbarer Sitz, drei Antriebsvarianten in einem.
Bester Nachrüstsatz
HEIHEIZI Komplettes Kajak-Pedalantriebsset, freihändiges Fußantriebssystem, ergonomischer Fußpedalantrieb mit einziehbarem Propeller, geeignet für Flachwasser und Freizeit- und Angelboote
7 kg Alu, 10:1 Übersetzung, passt an SUP und Kajak.

Alle Pedalantriebe im Vergleich

ModellBauartTempoTragkraftPreisklasse
Galaxy Supernova JuniorBeste WahlHartschale, Sit-on-Topkeine Angabe140 kg€€€
Spatium FishboneBestes aufblasbares Kajakaufblasbar6 bis 8 km/hkeine Angabe€€€
Spatium Sit on Top mit MotorPedal plus Elektroantriebaufblasbar, umrüstbarkeine Angabekeine Angabe€€€€
Spatium SUP WasserfahrradGrößte Tragkraftzwei Pontons mit Rahmen6 bis 8 km/h200 bis 350 kg€€
HEIHEIZI PedalantriebssetBester NachrüstsatzNachrüstsatz5 bis 8 km/h200 kg
LINTAIZUO KajakpedalGünstigster NachrüstsatzNachrüstsatzkeine Angabekeine Angabe

Die Modelle im Einzelnen

  • MaterialUV-beständiges LLDPE
  • Maße320 x 83,5 x 43,5 Zentimeter
  • Gewicht33,5 Kilogramm
  • Tragkraft140 Kilogramm
  • AntriebCyclone Pedal Drive, vorwärts und rückwärts
  • SteuerungRuder mit Handsteuersystem
  • StauraumFrontklappe und Heckfach mit Bungees
  • Zubehörzwei integrierte Schienen für Starports und Rutenhalter

Geeignet für: Angeln vom Hartschalenkajak aus, ganzjährig

Das Supernova Junior ist das einzige Hartschalenkajak dieser Liste und deshalb die Empfehlung für alle, die regelmäßig auf dem Wasser sind. Rotationsgeformtes LLDPE ist unempfindlich gegen Hakenspitzen, Steinkanten und UV-Strahlung, und daran scheitern aufblasbare Boote auf Dauer.

Der Cyclone Pedal Drive fährt vorwärts und rückwärts, ohne dass man die Füße umsetzen muss. Zusammen mit der Handruderanlage lässt sich das Boot vollständig aus dem Sitzen manövrieren, was beim Angeln der eigentliche Punkt ist: Position halten, Drift korrigieren, wieder anfahren, alles ohne Paddel.

33,5 Kilogramm sind allerdings kein Gewicht mehr, das man über eine Wiese trägt. Ein Bootswagen und ein tragfähiger Dachträger gehören zur Rechnung dazu. Weitere Bauformen erklärt unser Überblick zu den Kajakarten.

Spricht dafür

  • Hartschale aus UV-beständigem LLDPE, langlebiger als jede PVC-Konstruktion
  • Cyclone Pedal Drive fährt vorwärts und rückwärts, das können längst nicht alle
  • Ruder mit Handsteuerung, man navigiert im Sitzen ohne Paddel
  • Frontklappe für schnellen Zugriff während der Fahrt
  • Zwei integrierte Schienen für Rutenhalter, Kamera und Zubehör
  • Heckfach mit Bungees für Taschen und Ausrüstung
  • Mit 320 cm handliche Länge, auch allein zu Wasser zu bringen
  • Sofort einsatzbereit, kein Aufpumpen nötig
  • Von einem etablierten Kajakhersteller statt vom Direktimporteur

Spricht dagegen

  • Mit 33,5 kg schwer zu tragen, ein Bootswagen ist praktisch Pflicht
  • 140 kg Tragkraft sind mit Angelausrüstung schnell erreicht
  • Braucht eine Dachlast-taugliche Transportlösung
  • Kein Zusammenfalten, es braucht dauerhaft Lagerplatz
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
  • Bauartaufblasbar, doppellagiges gebürstetes PVC
  • AntriebPedalsystem mit Propeller
  • UmbauPedal entfernbar, Acrylbrett oder motorisierte Finne montierbar
  • Geschwindigkeit6 bis 8 km/h
  • Sitz360 Grad drehbar auf 80 cm Schiene
  • Schlauchdruck0,9 mm PVC bei 0,5 bis 0,55 bar
  • Rumpfdruck0,75 bis 0,83 bar
  • ExtrasKamerahalterung, Halterung für Navigationslicht, Messskala beidseitig

Geeignet für: Angeln ohne Garage und ohne Dachträger

Das Fishbone ist der Kompromiss für alle ohne Garage: Es fährt mit Pedalantrieb wie ein Hartschalenkajak, lässt sich aber danach zusammenrollen. Der 360 Grad drehbare Sitz auf einer 80 Zentimeter langen Schiene ist dabei mehr als ein Werbeversprechen, weil man damit in jede Richtung werfen kann, ohne das Boot zu drehen.

Der Umbaugedanke geht weiter: Pedalsystem raus, Acrylplatte rein, und man hat ein normales Angelbrett. Oder das Heck gegen eine motorisierte Finne tauschen und elektrisch fahren. Wer sich noch nicht festlegen will, bekommt hier drei Boote in einem.

Bei 6 bis 8 km/h Reisetempo braucht sich das Boot nicht zu verstecken. Was fehlt, ist eine Angabe zur Tragkraft, und PVC bleibt gegenüber einer Hartschale das empfindlichere Material, gerade beim Hantieren mit Haken.

Spricht dafür

  • Sitz dreht sich um volle 360 Grad, man wirft in jede Richtung
  • 80 cm Sitzschiene für Vor- und Rückverstellung
  • Drei Betriebsarten: Pedal, Standardbrett oder motorisierte Finne
  • 6 bis 8 km/h Reisetempo, so schnell wie ein zügig gepaddeltes Kajak
  • Doppellagiges gebürstetes PVC mit 0,9 mm Schlauchstärke
  • Stabilisierungsflossen am Boden für ruhige Fahrt
  • Messskala an beiden Seiten, der Fisch wird an Bord vermessen
  • Halterungen für Actionkamera und Navigationslicht ab Werk
  • Steuerleinen und Hebel liegen direkt neben dem Sitz
  • Aufblasbar, passt zusammengelegt in jeden Kofferraum

Spricht dagegen

  • Deutlich teurer als vergleichbare aufblasbare Kajaks ohne Pedal
  • Keine Angabe zur maximalen Tragkraft
  • Aufbau und Aufpumpen kosten vor jeder Fahrt Zeit
  • PVC ist empfindlicher gegen Haken und scharfe Kanten als Hartschale
  • Umbau auf Motorfinne kostet zusätzlich
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
  • Bauartaufblasbar, doppellagiges gebürstetes PVC
  • AntriebPedalsystem plus Y02-Elektromotor aus Marine-Aluminium
  • Akkuwasserdichter B1-Akku mit hoher Kapazität
  • Umbaudrei Modi, Pedal, Standardbrett oder Motor
  • Sitz360 Grad drehbar auf 80 cm Schiene
  • Schlauchdruck0,9 mm PVC bei 7 bis 8 PSI
  • Rumpfdruck11 bis 12 PSI
  • ExtrasKamerahalterung, Navigationslicht-Halterung, Messskala beidseitig

Geeignet für: Weite Angelplätze, die man nicht ertreten will

Dieses Modell ist die konsequente Ausbaustufe des Fishbone: derselbe drehbare Sitz, dieselbe Umbaulogik, dazu ein Elektromotor aus Marine-Aluminium mit wasserdichtem Akku. Damit tritt man die Strecke zum Angelplatz nicht mehr, sondern fährt sie.

Für weit entfernte Stellen ist das ein echter Gewinn, weil man Kraft für den Tag spart und trotzdem leise ankommt. Der höhere Rumpfdruck von 11 bis 12 PSI macht das Boot außerdem steifer als das Fishbone, was bei Wellen spürbar ist.

Der Preis liegt allerdings über dem des Hartschalenkajaks, und weder zur Motorgeschwindigkeit noch zur Akkulaufzeit macht der Hersteller Angaben. Dazu kommt: Motorisierte Boote sind längst nicht auf jedem See erlaubt, das ist vor dem Kauf zu klären.

Spricht dafür

  • Pedalantrieb und Elektromotor in einem Boot, einzigartig in dieser Liste
  • Y02-Motor aus Marine-Aluminium, korrosionsbeständig im Salzwasser
  • Wasserdichter Akku mit hoher Kapazität
  • Elektrisch leise unterwegs, verschreckt keine Fische
  • Entfernte Angelplätze deutlich schneller erreichbar
  • 360 Grad drehbarer Sitz auf 80 cm Schiene wie beim Fishbone
  • Höherer Rumpfdruck von 11 bis 12 PSI als beim Schwestermodell
  • Drei Betriebsarten, vom reinen Pedalboot bis zum Motorboard
  • Messskala, Kamera- und Lichthalterung ab Werk

Spricht dagegen

  • Mit Abstand teuerstes Modell im Vergleich
  • Motor und Akku erhöhen Gewicht und Transportaufwand deutlich
  • Keine Angabe zu Geschwindigkeit oder Laufzeit des Motors
  • Keine Tragkraftangabe
  • Akku braucht Ladeinfrastruktur und Winterlagerung
  • Motorbetrieb ist nicht auf allen Gewässern erlaubt
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
  • Bauartzwei aufblasbare Pontons mit Aluminiumrahmen
  • PontonmaterialDrop-Stitch, doppellagiges PVC
  • AntriebOberflächenpropeller aus Aluminiumlegierung
  • Steuerungüber den Fahrradlenker
  • Geschwindigkeit6 bis 8 km/h
  • Tragkraft200 bis 350 Kilogramm
  • GetriebeEdelstahl-Kegelrad mit Planetenuntersetzung
  • BesonderheitPropeller anhebbar für flaches Wasser
  • TransportRahmen zerlegbar, Pontons zusammenrollbar

Geeignet für: Familien und alle, die viel Zuladung brauchen

Das Spatium Wasserfahrrad geht einen anderen Weg: Statt eines Rumpfs trägt ein Aluminiumrahmen über zwei Pontons den Fahrer, angetrieben von einem Oberflächenpropeller. Gelenkt wird über den Fahrradlenker, was ohne jede Einweisung funktioniert.

Die Zweirumpfbauweise bringt eine Stabilität, an die kein Kajak herankommt, und mit 200 bis 350 Kilogramm Tragkraft ist es das Lastentier der Liste. Der anhebbare Propeller ist eine sinnvolle Lösung für flache Uferzonen, in denen ein fester Antrieb aufsetzen würde.

Ein Kajak ist es damit nicht. Man sitzt aufrecht wie auf einem Rad, hat keinen Stauraum für Angelausrüstung und kommt bei Wind schneller an Grenzen. Für ruhige Seen, Familien und lange Touren ist es dafür die günstigste komplette Lösung. Wer lieber klassisch paddelt, findet Alternativen im Touring Kajak Test.

Spricht dafür

  • 200 bis 350 kg Tragkraft, mit Abstand der höchste Wert hier
  • Zwei Pontons geben eine Stabilität, die kein Einrumpfkajak erreicht
  • Steuerung über den Lenker, so vertraut wie Fahrradfahren
  • Anhebbarer Propeller schützt vor Grundberührung im Flachen
  • Drop-Stitch-Material, deutlich steifer als einfaches PVC
  • Aluminiumgehäuse mit Edelstahlgetriebe, salzwasserfest
  • 6 bis 8 km/h Reisetempo trotz der Bauhöhe
  • Rahmen zerlegbar, passt in den Kofferraum eines Familienautos
  • Deutlich günstiger als die Pedalkajaks im engeren Sinn
  • Leise genug, um Wasserlebewesen nicht zu stören

Spricht dagegen

  • Kein Kajak im eigentlichen Sinn, man sitzt aufrecht auf einem Rahmen
  • Aufbau aus Rahmen und zwei Pontons dauert am längsten
  • Sperriger Rahmen trotz Zerlegbarkeit
  • Wenig geeignet für Wellen oder Wind auf offenem Wasser
  • Kein Stauraum für Angelausrüstung vorgesehen
  • Herstellerangaben teilweise unklar übersetzt
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
  • Materialverstärkte Aluminiumlegierung im Druckguss
  • Gewicht7 Kilogramm
  • Maße72 x 40 x 15 Zentimeter
  • Übersetzung10 zu 1
  • Geschwindigkeit5 bis 8 km/h
  • Tragfähigkeit200 Kilogramm
  • Propellereinziehbar
  • Fahrtrichtungvorwärts und rückwärts ohne Umsetzen der Füße
  • Kompatibilitätaufblasbare SUP-Boards, feste Boards, verschiedene Kajaktypen

Geeignet für: Das vorhandene Kajak oder SUP nachrüsten

Wer bereits ein gutes Kajak hat, muss kein neues kaufen. Dieser Nachrüstsatz bringt den Pedalantrieb mit, und mit 5 bis 8 km/h Reisetempo liegt er auf dem Niveau der Komplettboote. Die 10:1 Übersetzung sorgt für ein Tretgefühl mit spürbarem Drehmoment statt für hektisches Kurbeln.

Die Bauweise überzeugt: verstärktes Aluminium im Druckguss, 7 Kilogramm Gewicht, ein einziehbarer Propeller für flaches Wasser und die Möglichkeit, ohne Fußbewegung zwischen vorwärts und rückwärts zu wechseln. Am Steg ist das Gold wert.

Der Hersteller nennt SUP-Boards, feste Boards und verschiedene Kajaktypen als kompatibel. Prüfen sollte man das trotzdem vorher am eigenen Boot, denn Aufnahmeöffnung und Sitzabstand sind nicht bei jedem Modell gleich.

Spricht dafür

  • Passt an aufblasbare SUPs, feste Boards und die meisten Kajaks
  • Keine Rumpfmodifikation nötig, direkt montierbar
  • Mit 7 kg leicht genug, um es einzeln mitzunehmen
  • 10:1 Übersetzung mit spürbar mehr Drehmoment
  • 5 bis 8 km/h Reisetempo, auf Augenhöhe mit den Komplettbooten
  • Umschalten zwischen vor und zurück ohne die Füße zu bewegen
  • Einziehbarer Propeller schützt im Flachwasser
  • Druckguss aus verstärktem Aluminium, salz- und süßwasserfest
  • 200 kg Tragfähigkeit
  • Modular zerlegbar, passt in ein Bootsstaufach oder einen Rucksack

Spricht dagegen

  • Deutlich teurer als der LINTAIZUO-Satz
  • Ob es an das eigene Boot passt, muss man vorher prüfen
  • Sitzposition und Pedalabstand lassen sich nicht beliebig anpassen
  • Zusätzliches Gewicht auf einem ohnehin beladenen Boot
  • Keine Angabe zu Ersatzteilversorgung
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
Platz 6

LINTAIZUO Kajakpedal mit Rudersystem

Günstigster Nachrüstsatz
  • Materialspritzgegossener Kunststoff, eloxiertes Aluminium, Edelstahlbeschläge
  • Pedaleselbstzentrierend, mit Fußmatten
  • Ruderfederbelastet, klappt bei Bodenkontakt weg
  • Montagein wenigen Minuten installiert
  • Verstauungeinklappbar, kein Tiefgang beim Anlanden
  • Mechanikselbstreinigend gegen Sand und Partikel
  • KompatibilitätKajaks und Fischerboote

Geeignet für: Der günstigste Weg zum Pedalantrieb

Der LINTAIZUO-Satz ist der günstigste Einstieg in den Pedalantrieb und bringt das Rudersystem gleich mit. Damit lenkt man aus dem Sitzen, statt das Boot mit dem Paddel zu korrigieren, und genau das macht den Unterschied zum reinen Antriebseinsatz aus.

Zwei Details sind praxisnah gedacht: Das Ruder ist federbelastet und klappt weg, sobald es Grund berührt, statt zu verbiegen. Und der ganze Antrieb lässt sich einklappen, sodass man das Boot ohne Tiefgang an Land ziehen kann.

Zahlen nennt der Hersteller kaum: keine Geschwindigkeit, keine Übersetzung, keine Tragfähigkeit. Wer belastbare Werte will, zahlt beim HEIHEIZI-Satz gut hundert Euro mehr und bekommt sie.

Spricht dafür

  • Günstigster Pedalantrieb im Vergleich
  • Federbelastetes Ruder klappt bei Grundkontakt weg statt zu brechen
  • Selbstreinigende Mechanik gegen Sand und Schwebstoffe
  • Lässt sich zum Anlanden einklappen, kein Tiefgang mehr
  • Montage in wenigen Minuten ohne Werkzeugaufwand
  • Rudersystem ist im Preis enthalten, nicht nur der Antrieb
  • Eloxiertes Aluminium und Edelstahlbeschläge an den tragenden Teilen
  • Selbstzentrierende Pedale mit Fußmatten
  • Als Ersatzantrieb für vorhandene Systeme nutzbar

Spricht dagegen

  • Keine Angabe zu Geschwindigkeit, Übersetzung oder Tragfähigkeit
  • Spritzgegossener Kunststoff an tragenden Stellen statt Metall
  • Kein Gewicht angegeben
  • Produktbeschreibung wirkt maschinell übersetzt
  • Passgenauigkeit am eigenen Boot muss vorab geklärt werden
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite

Welches System für welchen Fahrer

Welches Set passt zu Ihnen?
Regelmäßig angeln, Lagerplatz vorhanden
Hartschale, Cyclone Pedal Drive und zwei Zubehörschienen.
Kein Dachträger, keine Garage
Aufblasbar, 360 Grad drehbarer Sitz, 6 bis 8 km/h.
Weit entfernte Angelplätze
Pedal und Elektromotor in einem Boot.
Viel Zuladung oder zu zweit
200 bis 350 kg Tragkraft auf zwei Pontons.
Vorhandenes Kajak umrüsten
7 kg Alu, 10:1 Übersetzung, 5 bis 8 km/h.
Möglichst günstig nachrüsten
Antrieb samt Rudersystem zum kleinsten Preis.

Ratgeber: Das richtige Pedalkajak wählen

Tret-Pedale gegen Push-Pedale: Tret-Pedale drehen sich im Kreis wie am Fahrrad und treiben einen Propeller an. Push-Pedale bewegen zwei Finnen unter dem Rumpf hin und her. Tret-Systeme setzen die Kraft besser um, sind schneller und fühlen sich vertrauter an. Push-Systeme brauchen weniger Tiefgang, verlieren dafür schneller an Fahrt, sobald man aufhört.

Rückwärtsfahrt ist kein Selbstverständnis: Nur ein Teil der Systeme kann rückwärts. Wer am Steg anlegt, sich aus dem Schilf befreien oder eine Position halten will, merkt den Unterschied sofort. Steht die Rückwärtsfahrt nicht ausdrücklich in der Beschreibung, kann das Boot es in der Regel nicht.

Tiefgang begrenzt das Revier: Der Propeller hängt unter dem Rumpf und braucht Wasser. In flachen Uferzonen, über Kiesbänken und in Kraut wird es schnell eng. Systeme mit anhebbarem oder einziehbarem Antrieb lösen das Problem, alle anderen zwingen zum Umsteigen aufs Paddel.

Gewicht rechnet sich anders: Der Antrieb bringt fünf bis zehn Kilogramm mit, die getragen und angetrieben werden wollen. Ein Hartschalenkajak mit Pedalantrieb liegt schnell bei über dreißig Kilogramm. Ohne Bootswagen und tragfähigen Dachträger wird der Weg zum Wasser zur eigentlichen Hürde.

Ein Paddel bleibt Pflicht: Auch mit Pedalantrieb gehört ein Paddel an Bord. Es dient als Rückfallebene bei Antriebsschaden, im Flachwasser und beim Anlanden. Jeder Hersteller sieht dafür eine Paddelhalterung vor, und die sollte man nutzen.

Wartung nicht unterschätzen: Ein Pedalantrieb hat Lager, Zahnräder, Ketten oder Riemen. Nach jedem Salzwassereinsatz gehört er gespült, die beweglichen Teile brauchen regelmäßig Fett. Selbstreinigende Mechaniken helfen gegen Sand, ersetzen die Pflege aber nicht.

Aufblasbar oder Hartschale: Aufblasbare Boote passen in den Kofferraum und brauchen keinen Lagerplatz, kosten aber vor jeder Fahrt zwanzig Minuten Aufbau und sind empfindlicher gegen Haken und scharfe Kanten. Hartschalen sind sofort einsatzbereit und deutlich langlebiger, verlangen dafür Garage und Dachträger.

Nachrüsten ist oft die günstigere Rechnung: Wer ein brauchbares Kajak besitzt, kommt mit einem Antriebssatz für 250 bis 400 Euro ans Ziel statt mit einem Neukauf über tausend. Voraussetzung ist, dass Rumpf und Sitzabstand passen, und das gehört vor der Bestellung geklärt.

Häufige Fragen

Wie steuert man ein Pedalkajak?

Über ein Ruder, das mit einem Hebel neben dem Sitz bedient wird. Statt auf einer Seite stärker zu paddeln, legt man das Ruder um und tritt weiter. Das funktioniert präziser als das Steuern mit dem Paddel, kostet aber laut Schätzungen fünf bis zehn Prozent der Geschwindigkeit, weil das Ruderblatt bremst.

Wie schnell fährt ein Pedalkajak?

Die Hersteller nennen für die Boote in diesem Vergleich 5 bis 8 km/h Reisegeschwindigkeit, was einem zügig gepaddelten Kajak entspricht. Der Vorteil liegt weniger in der Spitze als in der Ausdauer: Die Beinmuskulatur ermüdet deutlich langsamer als Arme und Schultern. Wer gleichzeitig tritt und paddelt, kommt kurzzeitig darüber hinaus.

Können Pedalkajaks rückwärts fahren?

Manche ja, manche nicht. Systeme mit Tret-Pedalen und umschaltbarem Getriebe fahren rückwärts, ohne dass man die Füße umsetzen muss. Einfache Konstruktionen können es nicht. Wer am Steg anlegt oder im Schilf angelt, sollte gezielt auf diese Angabe achten.

Kann ich jedes Kajak mit Pedalen nachrüsten?

Nein. Der Antrieb braucht eine passende Öffnung oder Aufnahme im Rumpf und einen Sitzabstand, der zur Pedallänge passt. Universalsätze passen an viele Sit-on-Top-Kajaks und an SUP-Boards, aber nicht an geschlossene Tourenkajaks. Messen Sie vor dem Kauf die Maße der Antriebseinheit gegen Ihr Boot.

Sind Pedalkajaks zum Angeln besser als normale Kajaks?

In den meisten Fällen ja. Die Hände bleiben frei, das Boot fährt leiser als beim Paddeln und die Position lässt sich jederzeit korrigieren, ohne die Rute wegzulegen. Der Preis dafür sind mehr Gewicht, mehr Tiefgang und mehr Wartung.

Was kostet ein Pedalkajak?

Komplette Boote liegen zwischen etwa 1.000 und 2.200 Euro, je nach Bauart und Ausstattung. Wer ein vorhandenes Kajak umrüstet, kommt mit 250 bis 400 Euro für den Antriebssatz aus. Aufblasbare Wasserfahrräder auf Pontonbasis liegen preislich dazwischen.

Fazit

Wer regelmäßig angelt und Lagerplatz hat, fährt mit dem Galaxy Supernova Junior am besten: Hartschale, Pedalantrieb vorwärts wie rückwärts, Ruderanlage und zwei Zubehörschienen. Ohne Garage und Dachträger ist das Spatium Fishbone die richtige Antwort, mit seinem 360 Grad drehbaren Sitz sogar ergonomisch im Vorteil.

Wer viel Zuladung braucht oder zu zweit unterwegs ist, bekommt beim Spatium Wasserfahrrad die mit Abstand höchste Tragkraft zum niedrigsten Bootspreis. Und wer schon ein Kajak besitzt, spart mit dem HEIHEIZI-Nachrüstsatz gut tausend Euro und bekommt dafür dasselbe Reisetempo.

Die Redaktion von WassersportMax besteht aus echten Wassersport-Fans. Von Kajakfahrern, über Segler und Taucher bis Stand Up Paddler sind (fast) alle Wassersportarten vertreten. Unsere Inhalte wurden schon millionenfach gelesen und in vielen Zeitungen aufgegriffen.

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