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Wasserdicht und wasserabweisend sind zwei verschiedene Dinge, und der Unterschied entscheidet darüber, ob der Inhalt eine Kenterung übersteht oder nur einen Regenschauer. Ein Rucksack mit Rollverschluss und verschweißten Nähten hält den Inhalt auch unter Wasser trocken. Ein beschichteter Alltagsrucksack mit Reißverschluss tut das nicht.

Beide Bauarten haben ihre Berechtigung. Auf dem SUP oder im Kajak zählt der vollständige Schutz, im Berufsalltag zählt, dass der Rucksack ein Laptopfach hat und nicht wie ein Trockensack aussieht. Wir haben deshalb beide Gruppen aufgenommen und jeweils gekennzeichnet, wozu das Modell taugt.

Sechs Rucksäcke sind es geworden: drei echte Dry Bags für den Wassersport und drei Rolltop-Rucksäcke für Rad, Weg und Büro. Wer statt eines Rucksacks einen klassischen Packsack sucht, findet ihn in unserem Drybag Test.

6Rucksäcke im Vergleich
18-35Liter Volumen
IPX8höchste Schutzklasse im Feld
3Modelle mit Rollverschluss fürs Wasser
Beste Wahl
Wasserdichter Rucksack 35L - Rolltop Dry Bag - Kajak Angeln - Damen Herren
500D-PVC mit Rollverschluss, 35 Liter, wasserdichte Handyhülle nach IPX8 liegt bei.
Bestes Preis-Leistung
Sunnylon Wasserdichter Dry Bag Rucksack,20L IPX8 Wasserfester Sack Rolltop mit Handyhülle,wasserdichte Tasche Schwimmen,Seesack Rucksack für Kajak, Strand, Rafting, Bootfahren, Wandern, Camping
IPX8, 20 Liter, dazu Handyhülle und Hüfttasche im Lieferumfang.
Bester Alltagsrucksack
Taschmik rolltop Rucksack wasserdicht Herren Damen wasserdichter Rollrucksack Laptop Rucksack 17 Zoll, Schwarz
19 bis 27 Liter, PU-beschichtet, mit verstecktem Diebstahlfach am Rücken.

Die besten wasserdichten Rucksäcke im Überblick

ModellVolumenSchutzVerschlussPreisklasse
Wasserdichter Rucksack 35 LiterBeste Wahl35 lwasserdichtRollverschluss€€€
Sunnylon Dry Bag 20 LiterBestes Preis-Leistung20 lIPX8Rollverschluss
Blackace arteesol Dry BagGrößte Auswahl5 bis 30 lwasserdichtRollverschluss€€
Taschmik Rolltop RucksackBester Alltagsrucksack19 bis 27 lwasserabweisendRollverschluss€€
Inateck RollTop RucksackFürs Pendeln25 bis 30 lspritzwassergeschütztRollverschluss€€
Yooler Rolltop RucksackGünstigster Alltagsrucksack20 bis 27 lwasserabweisendRollverschluss

Die sechs Rucksäcke im Einzelnen

  • Volumen35 Liter
  • Material500D PVC-Plane
  • VerschlussRollverschluss
  • Schutzwasserdicht, auch beim Untertauchen
  • ZubehörHandyhülle nach IPX8
  • Größen5 bis 85 Liter erhältlich

Geeignet für: Kajak, SUP und Kanu, wenn der Inhalt zuverlässig trocken bleiben muss

Dieser Rucksack ist ein Trockensack mit Schultergurten, und genau das ist beim Wassersport die richtige Bauform. Die 500D-PVC-Plane hält auch dann dicht, wenn der Rucksack im Kajak in der Pfütze steht oder beim Kentern kurz untergeht.

Der Rollverschluss ist dabei entscheidend. Er wird drei- bis viermal umgeschlagen und mit den Clips geschlossen, wodurch eine Luftschicht im Rucksack bleibt. Diese Luft sorgt nebenbei dafür, dass er schwimmt, statt zu sinken. Ein Reißverschluss könnte das nicht leisten, egal wie hochwertig er verarbeitet ist.

Mit 35 Litern liegt er im oberen Bereich dessen, was sich auf einem SUP noch sinnvoll transportieren lässt. Wechselkleidung für zwei Personen, Proviant und eine Regenjacke passen hinein. Wer weniger braucht, greift zu einer kleineren Größe der Baureihe, die bei fünf Litern beginnt.

Spricht dafür

  • 500D-PVC-Plane, das dickste Material im Vergleich und unempfindlich gegen Scheuerstellen
  • Rollverschluss ohne Reißverschluss, die häufigste Schwachstelle entfällt damit
  • 35 Liter fassen Wechselkleidung, Proviant und eine Regenjacke für einen Tagestrip
  • Wasserdichte Handyhülle nach IPX8 liegt bei, das Telefon bleibt griffbereit und trocken
  • Die Baureihe reicht von 5 bis 85 Liter, das Volumen lässt sich passend wählen

Spricht dagegen

  • PVC ist schwerer als beschichtetes Nylon, der leere Rucksack wiegt spürbar mit
  • Auffälliges Wassersport-Design, im Büro fällt er aus dem Rahmen
  • Kein gepolstertes Laptopfach
Platz 2

Sunnylon Dry Bag Rucksack 20 Liter

Bestes Preis-Leistung
  • Volumen20 Liter
  • SchutzIPX8
  • VerschlussRollverschluss
  • ZubehörHandyhülle und Hüfttasche
  • EinsatzSUP, Kajak, Strand
  • TragesystemSchultergurte

Geeignet für: Der günstige Einstieg, wenn nur ein trockenes Wechselset mitmuss

Der Sunnylon ist der Rucksack für den Fall, dass ein trockenes Handtuch und ein Wechselshirt reichen müssen. Für unter zwanzig Euro bekommt man einen echten wasserdichten Rucksack mit Rollverschluss, dazu eine Handyhülle und eine kleine Hüfttasche.

IPX8 bedeutet, dass der Rucksack dauerhaftes Untertauchen übersteht. Der Wert ist herstellerdefiniert und sagt vor allem: Er geht über die 30 Minuten in einem Meter Tiefe hinaus, die IPX7 beschreiben. Für den Einsatz auf dem Board heißt das praktisch, dass ein Sturz ins Wasser den Inhalt nicht erreicht.

Die Grenzen liegen im Volumen und in der Ausstattung. 20 Liter sind ein Tagesvolumen, und im Inneren gibt es keine Fächer, alles liegt in einem Raum. Wer Ordnung braucht, packt in kleine Beutel vor. Für den Preis ist das kein ernsthafter Einwand.

Spricht dafür

  • IPX8 ist die höchste Schutzklasse im Vergleich, der Rucksack übersteht auch längeres Untertauchen
  • Preislich der günstigste echte Dry Bag hier
  • Handyhülle und Hüfttasche gehören zum Lieferumfang, kein Zubehörkauf nötig
  • 20 Liter reichen für Handtuch, Wechselkleidung und Verpflegung eines Tages
  • Leicht genug, um leer auf dem Board nicht zu stören

Spricht dagegen

  • 20 Liter sind für mehrtägige Touren zu wenig
  • Die Schultergurte sind dünner gepolstert als bei den Alltagsrucksäcken
  • Keine Innenaufteilung, alles liegt in einem Hauptfach
Platz 3

Blackace arteesol Dry Bag Rucksack

Größte Auswahl
  • Volumen5, 10, 20 oder 30 Liter
  • MaterialPVC
  • VerschlussRollverschluss
  • ZusatzfachVordertasche
  • EinsatzWassersport und Wandern
  • HinweisVordertasche nicht wasserdicht

Geeignet für: Wer die Größe genau auf seinen Einsatz abstimmen will

Der arteesol von Blackace ist derselbe Bautyp wie der Testsieger, kommt aber in vier Größen. Wer für die Feierabendrunde auf dem SUP nur zehn Liter braucht und für die Wochenendtour dreißig, kann hier passgenau wählen, statt einen zu großen Rucksack halbleer mitzuschleppen.

Ein Punkt gehört ausdrücklich benannt: Die Vordertasche ist nicht wasserdicht. Das ist bei Dry Bags mit Zusatztasche die Regel und kein Mangel dieses Modells, sorgt aber immer wieder für nasse Handys. In die Vordertasche gehören Sonnencreme, Riegel und der Autoschlüssel, nicht die Papiere.

Das Hauptfach mit Rollverschluss dagegen hält, was der Bautyp verspricht. Das PVC-Material verträgt es, wenn der Rucksack über den Bootsrand oder auf den Kies gezogen wird, wo beschichtetes Nylon irgendwann durchscheuert.

Spricht dafür

  • Vier Größen von 5 bis 30 Liter, die passgenaueste Auswahl im Vergleich
  • PVC-Material wie beim Testsieger, robust gegen Scheuern am Bootsrand
  • Vordertasche für Dinge, die schnell greifbar sein sollen
  • Rollverschluss am Hauptfach, dort bleibt es zuverlässig trocken
  • Auch als Zweitrucksack für Kinder in kleiner Größe sinnvoll

Spricht dagegen

  • Die Vordertasche ist ausdrücklich nicht wasserdicht, dort gehört nichts Empfindliches hinein
  • Nur ein Hauptfach ohne Innenaufteilung
  • Kein Laptopfach
Platz 4

Taschmik Rolltop Rucksack

Bester Alltagsrucksack
  • Volumen19 bis 27 Liter
  • MaterialPU-beschichtetes Gewebe
  • VerschlussRollverschluss
  • Schutzwasserabweisend
  • Extraverstecktes Fach am Rücken
  • EinsatzAlltag, Rad, Uni

Geeignet für: Pendeln bei Regen, wenn der Rucksack nicht nach Wassersport aussehen soll

Der Taschmik ist der Rucksack für den Weg zur Arbeit, nicht für das Wasser. Die PU-Beschichtung und der Rollverschluss halten Regen ab, mehr aber auch nicht. Wer ihn ins Wasser fallen lässt, hat nasse Sachen.

Dafür löst er die Alltagsaufgaben besser als jeder Dry Bag. Das versteckte Fach direkt am Rücken nimmt Geldbeutel und Ausweis auf und ist im vollen Zug schlicht nicht erreichbar. Das Volumen wächst über den Rollverschluss mit, sodass der Wocheneinkauf ebenso hineinpasst wie die halbleere Fahrt am Morgen.

Wichtig zu wissen: Die Seitentaschen mit Reißverschluss sind bei diesem wie bei jedem anderen Modell dieser Bauart nicht dicht. Ein Reißverschluss lässt sich mit Imprägnierspray nur verzögern, nicht versiegeln. Empfindliches gehört ins Hauptfach.

Spricht dafür

  • Volumen wächst über den Rollverschluss von 19 auf 27 Liter mit
  • PU-Beschichtung hält normalen Regen zuverlässig ab
  • Verstecktes Fach am Rücken, im Gedränge kommt dort niemand heran
  • Unauffällige Optik, passt ins Büro und in die Vorlesung
  • Rollverschluss statt Reißverschluss, oben dringt auch bei Dauerregen nichts ein

Spricht dagegen

  • Wasserabweisend, nicht wasserdicht, für den Einsatz auf dem Wasser ungeeignet
  • Seitentaschen mit Reißverschluss sind nicht dicht
Platz 5

Inateck RollTop Rucksack

Fürs Pendeln
  • Volumen25 bis 30 Liter
  • VerschlussRollverschluss
  • Schutzspritzwassergeschützt
  • LaptopFach für große Notebooks
  • EinsatzRad, Bahn, Büro
  • BauartRolltop mit Seitenfächern

Geeignet für: Radpendler mit Laptop, die täglich unterwegs sind

Der Inateck ist der Pendlerrucksack in dieser Runde. Er nimmt einen großen Laptop auf, hat eine echte Innenaufteilung und fasst mit 25 bis 30 Litern genug für Wechselkleidung, Verpflegung und Arbeitsgerät an einem Tag.

Beim Wasserschutz ist er der schwächste hier, und das gehört klar gesagt: spritzwassergeschützt heißt Nieselregen und Spritzer vom Vorderrad, nicht zwanzig Minuten Gewitter. Wer täglich weite Strecken bei jedem Wetter fährt, kalkuliert eine Regenhülle mit ein.

In der Summe ist er der Rucksack für den Fall, dass der Alltag im Vordergrund steht und Regen nur gelegentlich dazukommt. Für die Tour auf dem SUP Board ist er die falsche Wahl, dafür gibt es die drei Dry Bags weiter oben.

Spricht dafür

  • 25 bis 30 Liter, das größte Volumen unter den Alltagsrucksäcken hier
  • Laptopfach, das auch große Notebooks aufnimmt
  • Rollverschluss, oben bleibt es bei Regen dicht
  • Aufgeräumte Innenaufteilung mit mehreren Fächern
  • Schlichte Optik ohne Wassersport-Anmutung

Spricht dagegen

  • Nur spritzwassergeschützt, der geringste Schutz im Vergleich
  • Bei anhaltendem Starkregen ohne Regenhülle nicht ausreichend
  • Teuerster der drei Alltagsrucksäcke
Platz 6

Yooler Rolltop Rucksack

Günstigster Alltagsrucksack
  • Volumen20 bis 27 Liter
  • MaterialOxford-Gewebe
  • VerschlussRollverschluss
  • Schutzwasserabweisend
  • EinsatzAlltag, Schule, Stadt
  • Gewichtleicht

Geeignet für: Ein zweiter Rucksack für die Stadt, ohne viel auszugeben

Der Yooler ist der Rucksack für den Fall, dass es günstig sein soll und ein Schauer das Schlimmste ist, was ihm zustößt. Das Oxford-Gewebe ist leicht und reißfest, der Rollverschluss hält oben dicht, und mehr verspricht der Hersteller auch nicht.

Wasserabweisend heißt hier: Ein Regenschauer auf dem Weg zur Bahn ist kein Problem, eine halbe Stunde Dauerregen auf dem Rad schon. Das Gewebe saugt sich mit der Zeit voll, die Nähte sind nicht verschweißt.

Für Schule, Stadt und die gelegentliche Wanderung ist das genug, und für den Preis bekommt man wenig Vergleichbares. Wer wirklich Schutz braucht, zahlt bei den Dry Bags oben kaum mehr, muss dafür aber die Optik in Kauf nehmen.

Spricht dafür

  • Günstigster Rucksack im Vergleich
  • Oxford-Gewebe ist leicht und reißfest
  • Volumen wächst über den Rollverschluss von 20 auf 27 Liter
  • Schlichtes Äußeres, unauffällig in Schule und Stadt
  • Leergewicht fällt kaum ins Gewicht

Spricht dagegen

  • Nur wasserabweisend, bei längerem Regen dringt Feuchtigkeit ein
  • Dünner gepolsterte Gurte als bei Taschmik und Inateck
  • Keine besondere Innenaufteilung
Welches Set passt zu Ihnen?
Kajak- und SUP-Touren
500D-PVC, Rollverschluss und Handyhülle nach IPX8 im Lieferumfang.
Wenig Gepäck, kleines Budget
IPX8 zum niedrigsten Preis, Handyhülle und Hüfttasche liegen bei.
Passgenaues Volumen gesucht
Vier Größen von 5 bis 30 Liter.
Weg ins Büro bei Regen
PU-beschichtet, unauffällig, mit verstecktem Rückenfach.
Radpendeln mit Laptop
25 bis 30 Liter mit Fach für große Notebooks.
Zweitrucksack für die Stadt
Günstigster Rucksack hier, leicht und reißfest.

Ratgeber: Was beim Kauf zählt

Wasserdicht oder wasserabweisend: Wasserabweisend bedeutet, dass Wasser für eine Weile abperlt, bevor das Gewebe es aufnimmt. Wasserdicht bedeutet, dass es gar nicht hineinkommt, auch nicht unter Druck oder beim Untertauchen. Der Unterschied liegt weniger im Material als in den Nähten und im Verschluss: Wasserdichte Modelle haben verschweißte Nähte und einen Rollverschluss, wasserabweisende haben genähte Kanten und oft Reißverschlüsse.

Die IPX-Klassen: IPX6 steht für Strahlwasser, geprüft mit rund 100 Litern pro Minute über drei Minuten. IPX7 bedeutet 30 Minuten in einem Meter Tiefe. IPX8 geht darüber hinaus, wobei der Hersteller selbst definiert, wie weit. Für den Wassersport ist IPX7 die sinnvolle Untergrenze, weil eine Kenterung mehr bedeutet als Spritzwasser.

Reißverschlüsse sind die Schwachstelle: Jede äußere Seitentasche mit Reißverschluss ist praktisch nie wasserdicht, auch nicht bei einem im Übrigen dichten Rucksack. Imprägnierspray verzögert das Eindringen, versiegelt aber nichts. Wertsachen gehören ins Hauptfach mit Rollverschluss, nicht in die Vordertasche. Wer das Handy trotzdem griffbereit haben will, nutzt eine wasserdichte Handyhülle, wie sie bei zwei Modellen hier ohnehin beiliegt.

Volumen realistisch wählen: 15 bis 20 Liter reichen für einen Tag auf dem Wasser, also Handtuch, Wechselshirt, Verpflegung und Kleinkram. 25 bis 35 Liter braucht, wer eine Regenjacke, Schuhe oder Ausrüstung für zwei Personen mitnimmt. Alles darüber gehört auf mehrtägige Touren und wird auf einem Board schnell unhandlich. Für Kajak-Camping mit Zelt und Schlafsack sind mehrere kleinere Säcke oft praktischer als ein großer, weil sie sich besser im Boot verteilen lassen.

Farbe nicht unterschätzen: Helle und grelle Farben sind auf dem Wasser aus zwei Gründen im Vorteil. Ein gelber oder orangefarbener Rucksack ist sichtbar, wenn er über Bord geht und treibt. Und er heizt sich in der Sonne weniger auf als ein schwarzer, was für Verpflegung im Sommer einen spürbaren Unterschied macht.

Gewicht und Packmaß: PVC ist robust, aber schwer. Beschichtetes Nylon ist leicht und lässt sich klein zusammenfalten, verträgt aber weniger Scheuern. Wer den Rucksack auf einer Wanderung nur als Reserve dabeihat, nimmt die leichte Variante. Wer ihn täglich über den Bootsrand zieht, nimmt PVC.

Tragekomfort prüfen: Dry Bags sind primär Säcke und erst in zweiter Linie Rucksäcke. Die Gurte sind meist dünner gepolstert, ein Hüftgurt fehlt oft ganz. Für die Strecke vom Auto zum Wasser genügt das. Für eine lange Wanderung mit vollem Gepäck ist ein Wanderrucksack mit Regenhülle der bessere Kompromiss.

Reinigung erhält die Dichtigkeit: Schmutzpartikel auf der Oberfläche sorgen dafür, dass Wasser nicht mehr abperlt, sondern ins Gewebe gezogen wird. Ein Rucksack sollte deshalb gelegentlich mit lauwarmem Wasser und etwas Seife von innen und außen abgewischt, gründlich ausgespült und mit einem Handtuch getrocknet werden. In der Waschmaschine leidet die Beschichtung.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen wasserdicht und wasserabweisend?

Wasserabweisend heißt, dass Wasser eine Zeit lang abperlt, bevor das Gewebe es aufnimmt. Ein Schauer ist kein Problem, Dauerregen schon. Wasserdicht heißt, dass auch beim Untertauchen nichts eindringt, weil die Nähte verschweißt sind und ein Rollverschluss statt eines Reißverschlusses schließt. Für den Einsatz auf dem Wasser kommt nur die zweite Bauart infrage.

Was bedeutet IPX8 bei einem Rucksack?

IPX7 steht für 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe. IPX8 geht darüber hinaus, wobei der Hersteller Tiefe und Dauer selbst festlegt. Praktisch heißt das für einen Rucksack: Ein Sturz vom Board oder eine Kenterung erreicht den Inhalt nicht. Eine Garantie für stundenlanges Liegen in fünf Metern Tiefe ist es nicht.

Sind die Seitentaschen auch wasserdicht?

In aller Regel nicht. Äußere Taschen mit Reißverschluss lassen sich nicht dicht bekommen, das gilt selbst bei Rucksäcken, deren Hauptfach IPX8 erreicht. Der Hersteller des arteesol weist ausdrücklich darauf hin. Handy, Papiere und Autoschlüssel gehören deshalb ins Hauptfach oder in eine separate wasserdichte Hülle.

Welches Volumen brauche ich für einen Tag auf dem Wasser?

15 bis 20 Liter reichen für Handtuch, Wechselkleidung, Verpflegung und Kleinkram. Wer eine Regenjacke, Schuhe oder Ausrüstung für zwei Personen mitnimmt, plant 25 bis 35 Liter ein. Größere Volumen lohnen erst bei mehrtägigen Touren und werden auf einem SUP Board schnell unhandlich, weil sie den Schwerpunkt anheben.

Kann ich einen wasserdichten Rucksack reparieren?

Bei den PVC-Modellen ja. Die Stelle wird gereinigt, Kunststoffkleber kommt auf die Fläche und auf einen PVC-Flicken, dann wird der Flicken aufgesetzt und einige Minuten angedrückt. Danach sollte der Rucksack 24 Stunden ruhen. Bei beschichteten Gewebemodellen ist eine Reparatur schwieriger, dort lässt sich meist nur die Beschichtung nachimprägnieren.

Darf ich einen wasserdichten Rucksack als Handgepäck mitnehmen?

Das hängt von der Größe ab, nicht von der Bauart. Die meisten Airlines verlangen, dass die Tasche unter den Sitz passt, was bei bis zu 27 Litern und weichem Material in der Regel klappt. Dazu kommt bei europäischen Fluggesellschaften meist eine Gewichtsgrenze zwischen acht und zehn Kilogramm. Ein zusammenstauchbarer Rolltop-Rucksack ist hier im Vorteil.

Fazit

Für das Wasser führt kein Weg an einem echten Dry Bag vorbei. Der 35-Liter-Rucksack aus 500D-PVC ist die vollständigste Lösung und bringt die wasserdichte Handyhülle gleich mit. Wer weniger mitnimmt und weniger ausgeben will, bekommt mit dem Sunnylon für unter zwanzig Euro einen Rucksack, der ebenfalls IPX8 erreicht. Der arteesol ist die Wahl, wenn das Volumen exakt passen soll.

Im Alltag gelten andere Maßstäbe. Der Taschmik ist der beste Kompromiss aus Regenschutz, Optik und Sicherheit gegen Langfinger, der Inateck der Pendlerrucksack mit dem größten Laptopfach, der Yooler die günstige Zweitlösung. Wer neben dem Rucksack noch eine Tasche fürs Boot sucht, wird in unserem Test der wasserdichten Taschen fündig. Zur Ausrüstung fürs Angelkajak gehören außerdem eine Sonnenbrille mit Halteband und trittsichere Angelschuhe.

Die Redaktion von WassersportMax besteht aus echten Wassersport-Fans. Von Kajakfahrern, über Segler und Taucher bis Stand Up Paddler sind (fast) alle Wassersportarten vertreten. Unsere Inhalte wurden schon millionenfach gelesen und in vielen Zeitungen aufgegriffen.

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1 Kommentar
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Tommy

Sehr geehrte Damen und Herren , toller Bericht aber : Wo ist den jetzt die Bestenliste der wasserdichten Rücksäcke , LG Tommy