Der wasserfeste Rucksack mit 20 Litern ist der Kompromiss zwischen Seesack und Wanderrucksack: ein Rolltop aus beschichtetem Polyester mit gepolsterten Trägern, zwei Innenfächern und zwei Kompressionsgurten, mit denen er sich auf ein SUP oder ein Kajak zurren lässt. Er wiegt gut 700 Gramm und ist nach IPX6 gegen starkes Spritzwasser geschützt.
Auf der Produktseite stehen 510 Bewertungen bei 4,77 von 5 Sternen. Das ist für ein Ausrüstungsteil, das man in der Regel erst nach dem ersten nassen Handy kauft, ein sehr klares Votum.
Dieser Test ordnet ihn anhand der Herstellerangaben, der Bauweise und der Bewertungslage ein, geprüft am 10. August 2026 auf der Produktseite von Decathlon.
Itiwit wasserfester Rucksack 20 l
Wer Wechselkleidung und Verpflegung trocken über eine Tagestour bringen will, braucht genau diese Bauart und nicht mehr.
Spricht dafür
- Schutzart IPX6, hält starkem Spritzwasser und Wellen stand
- Rolltop-Verschluss mit Mittel- und Seitenschnallen
- Schwimmfähig, wenn beim Verschließen Luft im Inneren bleibt
- 20 Liter Nutzvolumen bei 45 × 30 × 20 Zentimetern
- Ergonomische, gepolsterte und verstellbare Träger
- Innentasche im DIN-A4-Format und kleine Reißverschlusstasche
- Zwei Kompressionsgurte zur Befestigung auf SUP oder Kajak
- Polyester mit PU-Beschichtung und TPU-Laminierung
Spricht dagegen
- IPX6 ist spritzwassergeschützt, nicht tauchdicht: längeres Untertauchen übersteht der Inhalt nicht
- Handys und Kameras gehören zusätzlich in eine wasserdichte Box oder einen kleinen Seesack
- Der Rolltop muss fünfmal sauber gefaltet werden, sonst zieht Wasser durch
- 730 Gramm Leergewicht
- Kein Hüftgurt, ab etwa zehn Kilo Zuladung merkt man das
- Kein Außennetz für nasse Sachen
- Ist der Rucksack wasserdicht?
- Er ist nach IPX6 gegen starkes Spritzwasser geschützt. Ein Untertauchen über längere Zeit ist damit nicht abgedeckt.
- Wie wird er verschlossen?
- Fünfmal von oben einrollen, Falten festdrücken, dann Mittelschnalle und Seitenschnallen schließen.
- Schwimmt er, wenn er ins Wasser fällt?
- Ja, sofern beim Verschließen Luft im Inneren bleibt. Der Rucksack soll danach prall aussehen.
- Kann man ihn aufs Board schnallen?
- Ja, dafür sind die zwei Kompressionsgurte gedacht.
Was IPX6 bedeutet und was nicht
IPX6 beschreibt den Schutz gegen starkes Strahlwasser. Übersetzt auf den Wassersport heißt das: Wellen, die über das Board schlagen, Regen über Stunden und Spritzwasser vom Paddel machen dem Inhalt nichts aus. Was IPX6 nicht abdeckt, ist dauerhaftes Untertauchen, und genau dieser Fall tritt ein, wenn der Rucksack beim Kentern vom Boot rutscht und mit dem Inhalt absäuft.
Decathlon geht damit offen um und empfiehlt in der Produktbeschreibung, Handys zusätzlich in eine wasserdichte Box zu legen und Kameras erst in einen kleinen Seesack mit fünf oder zehn Litern zu packen, bevor sie in den großen Sack kommen. Diese Doppelverpackung ist bei elektronischen Geräten der eigentliche Schutz, der Rucksack ist die erste Schicht.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Der Verschluss entscheidet über alles
Bei einem Rolltop hängt die Dichtigkeit nicht am Material, sondern an der Bedienung. Decathlon gibt drei Schritte vor: fünfmal von oben einrollen und dabei die Falten festdrücken, dann die Mittelschnalle schließen, dann die Seitenschnallen. Wer nur zweimal rollt, hat einen hübschen Rucksack, der Wasser zieht.
Der zweite Hinweis ist der interessantere: Man soll beim Verschließen nicht alle Luft herausdrücken. Der Rucksack soll danach prall aussehen, denn diese eingeschlossene Luft ist es, die ihn schwimmen lässt, wenn er über Bord geht. Ein flach gepresster Rolltop sinkt.
Auf dem Board oder auf dem Rücken
Die zwei Kompressionsgurte an den Seiten haben eine Doppelfunktion. An Land ziehen sie ein halb gefülltes Volumen zusammen, damit nichts wandert. Auf dem Wasser laufen sie durch die Halteschlaufen eines SUP-Boards oder eines Kajaks und halten den Rucksack an Deck.
Das ist bei einem Board die deutlich bessere Lösung, als ihn auf dem Rücken zu tragen. 20 Liter Gepäck auf dem Rücken verschieben den Schwerpunkt nach oben und machen ein SUP unruhig, festgezurrt an Deck passiert genau das Gegenteil. Beim Packraft PR100, das gar kein Staufach hat, übernimmt der Rucksack diese Rolle vollständig.
Lieferumfang
- Wasserfester Rucksack 20 l
- Gepolsterte Schultergurte montiert
- Zwei Kompressionsgurte
- Innentasche im A4-Format
- Kleine Reißverschlusstasche
Das ist nicht dabei
- Wasserdichte Box für das Handy
- Kleiner Seesack für die Kamera
- Hüftgurt
- Regenhülle, konstruktionsbedingt nicht nötig
Stärken und Schwächen
Spricht dafür
- IPX6 gegen starkes Spritzwasser und Wellen
- Rolltop mit Mittel- und Seitenschnallen
- Schwimmfähig bei korrektem Verschließen
- 20 Liter bei 730 Gramm Leergewicht
- Gepolsterte, verstellbare Träger
- Zwei Innenfächer für Ordnung
- Zwei Kompressionsgurte für die Befestigung an Bord
Spricht dagegen
- Nicht für dauerhaftes Untertauchen ausgelegt
- Elektronik braucht eine zweite Verpackung
- Dichtigkeit hängt am korrekten Einrollen
- Kein Hüftgurt
- Kein Außennetz für Nasses
- 730 Gramm sind für 20 Liter kein Leichtgewicht
Alternativen



Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Zuerst die Frage nach dem Inhalt. Wechselkleidung, Handtuch, Brotzeit und eine Jacke sind der Zweck dieses Rucksacks, und dafür reichen 20 Liter für einen Tag. Wer Elektronik dabeihat, sollte den Aufpreis für eine wasserdichte Box gleich mit einplanen, denn IPX6 allein ist dafür nicht die richtige Zusage.
Dann der Transportweg. Auf dem Board gehört der Rucksack festgezurrt an Deck, nicht auf den Rücken. Wer eine Wanderung mit Wasserabschnitt plant und den Rucksack stundenlang tragen will, wird den fehlenden Hüftgurt bemerken.
Und drittens die Größe. 20 Liter sind für einen Tag richtig bemessen. Für mehrtägige Touren führt Decathlon dieselbe Bauart mit 30, 40 und 60 Litern, und dort ist mehr Volumen sinnvoller als ein zweiter kleiner Sack.
Häufige Fragen zum Itiwit wasserfesten Rucksack 20 l
Ist der Rucksack wirklich wasserdicht?
Er ist nach IPX6 gegen starkes Spritzwasser geschützt, also gegen Wellen und Dauerregen. Ein längeres Untertauchen deckt diese Schutzart nicht ab.Wie verschließt man ihn richtig?
Von oben fünfmal einrollen und dabei die Falten festdrücken, anschließend die Mittelschnalle und danach die Seitenschnallen schließen. Weniger Umdrehungen kosten Dichtigkeit.Schwimmt er, wenn er ins Wasser fällt?
Ja, wenn beim Verschließen Luft im Inneren bleibt. Decathlon empfiehlt ausdrücklich, nicht alle Luft herauszudrücken, der Rucksack soll danach prall aussehen.Kann ich mein Handy einfach hineinlegen?
Besser nicht. Der Hersteller empfiehlt für Elektrogeräte eine zusätzliche wasserdichte Box, für Kameras einen kleinen Seesack als zweite Schicht.Wie befestige ich ihn auf einem SUP?
Über die zwei Kompressionsgurte, die durch die Halteschlaufen des Boards oder des Kajaks geführt werden. Das hält den Schwerpunkt niedrig und das Board ruhiger.Welche Fächer hat er innen?
Eine Innentasche im DIN-A4-Format und eine kleine Reißverschlusstasche für Papiere und Kleinteile. Insgesamt sind es zwei Fächer.Wie prüfe ich, ob er noch dicht ist?
Decathlon empfiehlt, den geschlossenen Rucksack regelmäßig mit saugfähigem Papier im Inneren zu testen. So merkt man rechtzeitig, wenn die Beschichtung nachlässt.Lohnt sich der Itiwit wasserfeste Rucksack 20 l?
Itiwit wasserfester Rucksack 20 l
IPX6, Rolltop mit drei Schnallen, gepolsterte Träger und zwei Gurte zum Festzurren an Bord: Für Tagestouren auf dem Wasser ist das der passende Zuschnitt, und die 4,77 Sterne bei 510 Bewertungen bestätigen das.
Wichtig bleibt die richtige Erwartung. Spritzwasser ja, Untertauchen nein, und Elektronik gehört in eine zweite Hülle. Wer das beherzigt, hat einen Rucksack, der jahrelang macht, was er soll.
Weiterlesen zur Ausrüstung
Das Boot dazu steht im PR100 Packraft Test, im Itiwit X500 Test und im Touring 1-Sitzer Test. Sicherheit und Antrieb stehen im Auftriebsweste 50N+ Test und im Kajak-Paddel 100 Test.

