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Das Exploration 500 ist Itiwits Tourenboard in 12’6, also 381 Zentimeter lang und 81 Zentimeter breit. Es ist damit deutlich länger als die üblichen Allround-Boards um 10 Fuß und zielt auf Leute, die Strecke machen wollen statt Runden vor dem Steg zu drehen. Trotzdem ist es aufblasbar und passt gefaltet in eine Tasche von 90 mal 40 mal 25 Zentimetern.

Auf der Produktseite stehen 48 Bewertungen bei 4,6 von 5 Sternen. Die Zahl ist klein, weil das Modell neu und die Klasse eng ist, die Richtung ist aber eindeutig.

Dieser Test ordnet es anhand der Herstellerangaben, der Bauweise und der Bewertungslage ein, geprüft am 10. August 2026 auf der Produktseite von Decathlon.

Das Urteil
8,6/10Das Touringboard für alle, die nach zwei Sommern auf dem Allround-Board mehr Strecke wollen12'6

Itiwit Exploration 500

Wer die Strecke sucht und nicht die Wende, bekommt hier den Bootstyp, der dafür gebaut ist.

Spricht dafür

  • 12'6 Länge bei 81 Zentimetern Breite, gleitet spürbar besser als die kurzen Allround-Boards
  • 335 Liter Volumen, bis 140 Kilogramm Nutzergewicht ohne Einbußen beim Gleiten
  • Maximale Auftriebslast 335 Kilogramm, also auch für zwei Personen oder viel Gepäck
  • Dropstitch mit Stringer und doppelt geklebten Seitenstreifen
  • 10 Kilogramm Boardgewicht, mit Tasche, Finne und Leash 11 Kilogramm
  • Tasche, Finne und Leash gehören zum Lieferumfang
  • In der Tasche ist Platz für Pumpe und Paddel
  • Finne abnehmbar und über den Kundendienst einzeln nachkaufbar

Spricht dagegen

  • Pumpe und Paddel sind nicht dabei und müssen separat gekauft werden
  • 15 PSI wollen mit einer Handpumpe erst einmal erreicht werden
  • 12'6 dreht träger als ein 10-Fuß-Board, für enge Flüsse zu lang
  • In der Sonne muss der Druck auf 10 PSI abgesenkt werden, sonst droht Überdruck
  • Leash laut Hersteller nicht auf Flüssen verwenden
  • 90 Zentimeter Taschenhöhe, für den öffentlichen Nahverkehr sperrig
Kurz beantwortet
Wie groß ist das Board?
381 Zentimeter lang, 81 Zentimeter breit, 15 Zentimeter dick, 335 Liter Volumen.
Wie viel Gewicht trägt es?
Bis 140 Kilogramm Nutzergewicht, die maximale Auftriebslast liegt bei 335 Kilogramm.
Sind Pumpe und Paddel dabei?
Nein. Im Lieferumfang sind Board, Tasche, Finne und Leash.
Mit wie viel Druck wird aufgepumpt?
Mit 15 PSI. In praller Sonne sollte der Druck auf 10 PSI gesenkt werden.

Warum 12'6 anders fährt

Die Länge ist der Unterschied. Ein Board von 10 Fuß dreht auf der Stelle und verzeiht Fehler, verliert aber bei jedem Zug an Fahrt. Ein 12'6 hält den Schwung zwischen den Paddelzügen und legt bei gleichem Krafteinsatz mehr Strecke zurück. Decathlon formuliert das direkt und schreibt, dass dieses Board besser gleitet als alle Modelle der 100er-Reihe.

Der Preis dafür ist Wendigkeit. Auf einem engen Flusslauf mit Kurven alle fünfzig Meter ist ein langes Board anstrengend, auf einem See oder entlang der Küste spielt es seinen Vorteil über die volle Tour aus. Die Bauform folgt also einer Entscheidung, die man vor dem Kauf treffen sollte.

Die Bewertung im Einzelnen

Technische Daten
Bauartaufblasbares SUP-Board, Touring
Länge12'6, 381 cm
Breite32'', 81 cm
Dicke6'', 15 cm
Volumen335 l
Nutzergewichtbis 140 kg
Maximale Auftriebslast335 kg
Betriebsdruck15 PSI
Druck in der Sonneauf 10 PSI absenken
Boardgewicht10 kg
Gewicht mit Tasche, Finne und Leash11 kg
KonstruktionDropstitch einlagig mit Stringer
Seitenstreifendoppelt geklebt
Boardbag90 × 40 × 25 cm, 500 g
Finneabnehmbar, einzeln nachkaufbar
Garantie2 Jahre
Die Bewertung im Einzelnen8,6/10
Gleitverhalten 25 %
9
12'6 bei 81 Zentimetern Breite ist die klassische Touring-Auslegung. Der Hersteller stellt es ausdrücklich über die gesamte 100er-Reihe, und die Maße geben das her.
Tragfähigkeit 25 %
9
140 Kilogramm Nutzergewicht und 335 Kilogramm maximale Auftriebslast. Damit sind Gepäck, ein Kind vorn oder ein Hund kein Thema.
Transport 20 %
8,5
10 Kilogramm Board, 11 Kilogramm mit allem, Tasche 90 × 40 × 25 Zentimeter. Für ein Board dieser Länge ist das gut, leicht ist es trotzdem nicht.
Konstruktion 20 %
8,5
Einlagiges Dropstitch mit Stringer und doppelt geklebten Seitenstreifen. Bei 15 PSI ergibt das die nötige Steifigkeit, ohne das Gewicht einer Doppellage.
Lieferumfang 10 %
7
Tasche, Finne und Leash sind dabei, Pumpe und Paddel nicht. Bei einem Board dieser Klasse fällt der Zukauf spürbar ins Gewicht.

Was 15 PSI bedeuten

Der Betriebsdruck ist beim aufblasbaren Board keine Nebensache, sondern bestimmt, wie steif es unter den Füßen liegt. Decathlon nennt 15 PSI und schreibt dazu, dass Stabilität und Gleitfähigkeit mit dem Druck steigen. Ein Board mit 10 PSI hängt in der Mitte durch, und dieses Durchhängen kostet bei jedem Zug Vortrieb.

Erreichen muss man diese 15 PSI allerdings erst. Mit einer Doppelhub-Handpumpe ist das eine ernsthafte körperliche Übung, die letzten drei PSI dauern länger als die ersten zwölf. Wer öfter als dreimal im Jahr aufs Wasser will, sollte die Elektropumpe gleich mit einplanen.

Sonne, Druck und Lagerung

Der wichtigste Pflegehinweis des Herstellers betrifft die Wärme. Ein aufgepumptes Board, das in der Sonne auf heißem Asphalt oder an einer Hauswand liegt, baut Druck auf. Decathlon nennt das Risiko beim Namen: Aufplatzen, Ablösungen, undichte Stellen. Wenn das Board draußen bleiben muss, soll der Druck auf 10 PSI gesenkt werden.

Der zweite Punkt betrifft die Finne. Sie soll nach jeder Ausfahrt abgenommen und der Sockel abgespült werden, und beim Zusammenfalten beginnt man an der Finnenseite entlang der gestrichelten Linie. Wer das ignoriert, bricht früher oder später den Sockel, und das ist die einzige Reparatur, die man nicht selbst erledigt.

Lieferumfang

Das ist dabei
  • SUP-Board Exploration 500 in 12'6
  • Boardbag 90 × 40 × 25 cm, 500 g
  • Finne, abnehmbar
  • Leash

Das ist nicht dabei

  • Handpumpe
  • Elektropumpe
  • SUP-Paddel
  • Auftriebsweste
  • Reparaturset, separat erhältlich

Stärken und Schwächen

Vorteile und Nachteile

Spricht dafür

  • 12'6 Touring-Auslegung mit spürbar besserem Gleiten
  • 335 Liter Volumen und 140 Kilogramm Nutzergewicht
  • Maximale Auftriebslast von 335 Kilogramm
  • Dropstitch mit Stringer und doppelten Seitenstreifen
  • Tasche, Finne und Leash im Lieferumfang
  • Platz für Pumpe und Paddel in der Tasche
  • Finne und Ersatzteile über den Kundendienst nachkaufbar

Spricht dagegen

  • Ohne Pumpe und ohne Paddel
  • 15 PSI sind mit der Hand mühsam zu erreichen
  • Für enge Flüsse zu lang
  • Druck muss bei Sonne abgesenkt werden
  • Leash laut Hersteller nicht auf Flüssen nutzen
  • Tasche mit 90 Zentimetern Höhe ist sperrig

Alternativen

Alternativen
Itiwit SUP-Paddel 500
Wenn das Paddel noch fehltItiwit SUP-Paddel 500Dreiteiliges Paddel aus Glasfaser und Carbon, 170 bis 210 Zentimeter, 765 Gramm. Mehr im SUP-Paddel 500 Test.
Itiwit Elektropumpe 12 V
Wenn Sie nicht mit der Hand pumpen wollenItiwit Elektropumpe 12 VElektropumpe für Bordsteckdose, bringt das Board ohne Muskelkraft auf Druck. Siehe Elektropumpe Test.
Itiwit Transportwagen ultrakompakt
Wenn der Weg zum Wasser weit istItiwit Transportwagen ultrakompaktKompakter Wagen für Board und Kajak, nimmt die 11 Kilogramm von der Schulter. Details im Transportwagen Test.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Zuerst das Gewässer. 12'6 ist die richtige Länge für Seen, breite Flüsse und die Küste. Wer hauptsächlich auf einem kleinen, kurvigen Gewässer unterwegs ist, fährt mit einem kürzeren Allround-Board glücklicher, auch wenn es langsamer ist.

Dann das Zubehör. Board, Tasche, Finne und Leash sind dabei, Pumpe und Paddel nicht. Beides zusammen ist ein spürbarer Zusatzposten, der in die Kaufentscheidung gehört, statt nach der Lieferung als Überraschung aufzutauchen.

Und drittens die Beladung. Die 335 Kilogramm maximale Auftriebslast eröffnen Möglichkeiten, die ein Allround-Board nicht hat: Tagesgepäck, ein zweiter Mitfahrer, ein Hund. Wer das plant, sollte den wasserfesten Rucksack gleich mitdenken, denn Stauraum hat das Board selbst keinen.

Häufige Fragen zum Itiwit Exploration 500

Welche Maße hat das Board?

381 Zentimeter Länge, 81 Zentimeter Breite, 15 Zentimeter Dicke und 335 Liter Volumen. In Zollmaßen sind das 12'6 mal 32 Zoll bei 6 Zoll Dicke.

Wie viel Gewicht trägt das Board?

Bis 140 Kilogramm Nutzergewicht ohne Einbußen beim Gleiten. Die maximale Auftriebslast liegt bei 335 Kilogramm, damit sind auch zwei Personen oder viel Gepäck möglich.

Sind Pumpe und Paddel im Lieferumfang?

Nein. Zum Lieferumfang gehören Board, Boardbag, Finne und Leash. Pumpe und Paddel müssen separat gekauft werden, in der Tasche ist für beides Platz.

Mit wie viel Druck pumpt man auf?

Mit 15 PSI. Je näher man diesem Wert kommt, desto steifer und gleitfähiger wird das Board. In praller Sonne sollte der Druck auf 10 PSI abgesenkt werden.

Wie lagert man das Board richtig?

Nicht in der prallen Sonne und nicht in der Nähe von Wärmequellen wie Hausfassaden, heißen Böden oder Autodächern. Sonst kann Überdruck entstehen und das Material dauerhaft schädigen.

Was ist beim Zusammenfalten zu beachten?

Man beginnt am Finnensockel und folgt der gestrichelten Linie, damit der Sockel nicht beschädigt wird. Die Finne sollte vorher abgenommen und der Sockel abgespült werden.

Darf ich die Leash auf Flüssen benutzen?

Nein. Decathlon rät ausdrücklich davon ab, weil sich die Leash in Strömung an Hindernissen verfangen kann. Auf Flüssen gelten andere Sicherheitsregeln als auf stehendem Wasser.

Lohnt sich das Itiwit Exploration 500?

Fazit
8,6/10Das Touringboard für alle, die nach zwei Sommern auf dem Allround-Board mehr Strecke wollen

Itiwit Exploration 500

12'6 Länge, 335 Liter Volumen, 140 Kilogramm Nutzergewicht und eine Konstruktion aus Dropstitch mit Stringer: Das ist ein ausgewachsenes Tourenboard, das in eine Tasche von 90 Zentimetern Höhe passt. Die 4,6 Sterne bei 48 Bewertungen deuten in dieselbe Richtung.

Einzurechnen sind Pumpe und Paddel, die beide fehlen, und die Erkenntnis, dass 15 PSI mit der Hand Arbeit bedeuten. Wer beides einplant, bekommt ein Board, mit dem sich Tagestouren tatsächlich fahren lassen.

Weiterlesen zum Stand-up-Paddling

Das Paddel steht im SUP-Paddel 500 Test, die Luft im Elektropumpe Test und im Doppelhubpumpe Test. Für den Weg zum Wasser gibt es den Transportwagen Test, für die Sicherheit den Auftriebsweste 50N+ Test. Die Übersicht steht im SUP-Board Test.

Max ist begeisterter Stand Up Paddler und betreibt den SUP Blog stand-up-paddling.org. Er hat bereits Dutzende SUP Boards getestet und noch mehr Blogbeiträge über Stand Up Paddling geschrieben. Bei WassersportMax verantwortet er den Themenbereich SUP.