Die Easybreath 900 ist die einzige Vollgesichtsmaske von Decathlon, mit der man unter Wasser darf. Alle anderen Modelle der Reihe sind reines Oberflächengerät, weil sich der Druck in den Ohren nicht ausgleichen lässt. Die 900 hat dafür einen flexiblen Bereich über der Nase, durch den man die Nasenflügel von außen zusammendrücken kann. Damit ist sie bis drei Meter Tiefe freigegeben.
Auf der Produktseite stehen 2.940 Bewertungen bei 4,5 von 5 Sternen, deutlich weniger als bei der Easybreath 500 und auch mit etwas mehr Streuung. Das hat einen Grund, und er liegt genau in dem Bauteil, das die Maske besonders macht.
Dieser Test ordnet die Maske anhand der Herstellerangaben, der Bauweise und der Bewertungslage ein, geprüft am 10. August 2026 auf der Produktseite von Decathlon.
Wer nur an der Oberfläche liegen bleibt, braucht die 900 nicht und fährt mit der Easybreath 500 besser. Wer regelmäßig zwei, drei Meter tief hinunter will, hat innerhalb der Baureihe keine Alternative.
Spricht dafür
- Flexibler Nasenbereich, Druckausgleich funktioniert wie bei einer klassischen Maske
- Freigegeben für Apnoetauchgänge bis drei Meter
- Atmen durch Nase und Mund an der Oberfläche, kein Mundstück
- 180 Grad Sichtfeld, getrennte Luftführung gegen Beschlag
- Dry-Top-Schnorchel mit Schwimmer
- Scheibe filtert über 99 Prozent der UVA- und UVB-Strahlung
- Riemen, Ventil, Schnorchel und Ventilhaube einzeln bestellbar
Spricht dagegen
- 4,5 Sterne statt 4,7, die Bewertungen streuen stärker als bei der 500
- Der weiche Nasenbereich ist die empfindlichste Stelle der Maske
- Drei Meter sind die Grenze, tiefer wird es unangenehm und riskant
- Bei Bartträgern dichtet der Silikonrand nicht zuverlässig
- Sehbrille lässt sich darunter nicht tragen
- Nur zwei Größen für alle erwachsenen Gesichtsformen
- Was kann die 900, was die 500 nicht kann?
- Der flexible Nasenbereich erlaubt den Druckausgleich. Damit sind Tauchgänge bis drei Meter möglich.
- Wie tief darf man damit?
- Bis drei Meter. Das ist eine Freigabe des Herstellers, keine Empfehlung für Rekorde.
- Ist sie eine Tauchmaske?
- Nein. Für Gerätetauchen ist keine Vollgesichtsmaske dieser Bauart gedacht.
- Welche Größen gibt es?
- S/M und M/L, wie bei allen Easybreath-Modellen für Erwachsene.
Wie der Druckausgleich funktioniert
Das Problem jeder Vollgesichtsmaske ist die Nase. Sie liegt hinter der Scheibe und lässt sich nicht zuhalten, also fehlt der übliche Handgriff, mit dem Schnorchler Luft in die Ohren drücken. Beim Abtauchen steigt der Umgebungsdruck, das Trommelfell wird nach innen gezogen, und das tut ab etwa einem Meter weh.
Die 900 löst das mit einem weichen Einsatz über der Nase. Man greift von außen durch das Silikon, drückt die Nasenflügel zusammen und bläst sanft dagegen. Der Druckausgleich läuft damit genauso ab wie bei einer klassischen Maske, nur durch eine Materialschicht hindurch. Decathlon gibt dafür eine Freitauchtiefe bis drei Meter an.
Ein zweiter Effekt kommt dazu: Unter Druck wird auch die Maske selbst ans Gesicht gepresst. Dagegen hilft, durch Nase oder Mund in die Maske auszublasen, damit sie sich wieder aufstellt. Wie weit man mit dieser Bauart überhaupt gehen sollte, steht im Ratgeber wie tief man mit einer Schnorchelmaske tauchen darf.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Warum die Bewertung unter der 500 liegt
4,5 gegenüber 4,7 Sternen klingt nach wenig, ist bei knapp 3.000 Stimmen aber ein sichtbarer Abstand. Die plausibelste Erklärung liegt in der Bauart selbst. Der weiche Nasenbereich muss zwei Dinge gleichzeitig können: nachgeben, damit man hindurchgreifen kann, und dicht bleiben. Jede zusätzliche Materialgrenze in einer Maske ist eine potenzielle Undichtigkeit, und genau dort sammeln sich Beschwerden.
Dazu kommt eine Erwartungsfalle. Wer eine Maske kauft, die mit Tauchen beworben wird, geht damit auch tiefer als drei Meter. Dort verhält sich das Gerät dann nicht mehr wie versprochen, und die Enttäuschung landet in der Bewertung, obwohl das Produkt nichts falsch gemacht hat. Was bei undichten Masken sonst noch hilft, steht unter Schnorchelmaske undicht.
Vor jedem Gebrauch prüfen
Decathlon nennt eine kurze Kontrolle, die bei dieser Bauart sinnvoll ist und bei Kindermasken Pflicht sein sollte. Schnorchel in die Hand nehmen und hin und her bewegen, die Kugel im Kopf muss frei mitlaufen. Dichtung des Schnorchels auf Sitz und Zustand prüfen. Alle Ventile müssen vorhanden sein, fest anliegen und dürfen nicht verbogen sein. Der Dichtrand muss die Maske lückenlos umschließen. Und der Satz, der über allem steht: die Maske nie ohne Schnorchel benutzen. Wie sich die kindgerechte Handhabung im Detail unterscheidet, zeigt unser Easybreath Kinder Test.
Der häufigste Defekt ist ein blockierter Schwimmer, meist durch Sand. Der Schnorchel lässt sich abnehmen und ausspülen, siehe Schnorchelmaske reinigen. Wie das Ventil überhaupt arbeitet, erklärt was ein Trockenschnorchel ist.
Lieferumfang
- Easybreath 900 Vollgesichtsmaske mit Nasenzugang
- Abnehmbarer Dry-Top-Schnorchel
- Textilriemen mit zwei Schnallen
- 2 Jahre Garantie
Das ist nicht dabei
- Etui
- Flossen
- Kamerahalterung
- Antibeschlag-Mittel
- Ersatzventile
Stärken und Schwächen
Spricht dafür
- Einziges Modell der Reihe mit Druckausgleich
- Freigegeben bis drei Meter Tiefe
- 180 Grad Sicht und Atmung ohne Mundstück
- Getrennte Luftführung, praktisch kein Beschlag
- Vier Ersatzteile mit Artikelnummer dokumentiert
- Zwei Jahre Garantie
Spricht dagegen
- Bewertung mit 4,5 Sternen unter der 500
- Der Nasenbereich ist die empfindlichste Stelle
- Kein Gerätetauchen, drei Meter sind das Ende
- Bart oder Sehbrille verhindern die Abdichtung
- Nur zwei Größen
- Kein Etui im Lieferumfang
Alternativen




Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Prüfen Sie zuerst ehrlich, wie oft Sie wirklich abtauchen. Wer im Jahr fünfmal einen Meter unter die Oberfläche geht, um sich einen Seestern anzusehen, braucht keine 900. Die 500 hat den einfacheren Maskenkörper und die besseren Bewertungen.
Wenn Sie den Nasenzugang wollen, gewöhnen Sie sich den Druckausgleich vorher im flachen Wasser an. Durch Silikon greifen fühlt sich anders an als eine Nase zwischen zwei Fingern, und wer erst in vier Metern merkt, dass es nicht klappt, hat ein Problem statt eines Urlaubstags.
Der Rest ist wie bei jeder Vollmaske: Bart ab, Sehbrille bleibt draußen, Größe muss am Kinn dicht schließen. Der Vergleich zur klassischen Bauart steht unter Schnorchelmaske gegen Taucherbrille.
Häufige Fragen zur Decathlon Easybreath 900
Wie tief darf man mit der Easybreath 900 tauchen?
Decathlon gibt eine Freitauchtiefe von bis zu drei Metern an. Darunter wird der Druck auf die Maske und auf das Gesicht deutlich spürbar, und die Bauart ist dafür nicht ausgelegt.Wie funktioniert der Druckausgleich?
Über einen flexiblen Bereich über der Nase. Man greift von außen durch das Silikon, drückt die Nasenflügel zusammen und bläst sanft dagegen, bis der Druck in den Ohren nachlässt.Was ist der Unterschied zur Easybreath 500?
Die 500 hat keinen Nasenzugang und ist nur für die Oberfläche gedacht. Alles andere, also Sichtfeld, Beschlagschutz und Dry-Top-Schnorchel, ist bei beiden gleich.Kann ich damit mit Pressluftflasche tauchen?
Nein. Keine Schnorchel-Vollgesichtsmaske dieser Art ist für Gerätetauchen zugelassen. Dafür braucht es eine klassische Tauchmaske und einen Atemregler.Welche Größe passt?
S/M für kleinere Gesichter und Kinder ab zehn Jahren, M/L für größere. Zwischen Kinn und unterem Maskenrand darf kein Abstand bleiben.Was tun, wenn die Maske beschlägt?
Meist sitzt sie nicht richtig oder ist zu groß. Absetzen, ausspülen, neu anlegen und den Sitz am Kinn prüfen. Bleibt das Problem, stimmt die Größe nicht.Gibt es Ersatzteile für die 900?
Ja, alle mit Artikelnummer: Riemen 8316952, Ventil 8363399, Schnorchel 8577515 und die weiße Ventilhaube 8520085. Der Servicepoint in der Filiale tauscht sie.Lohnt sich die Decathlon Easybreath 900?
Die 900 kauft man für genau ein Bauteil. Wer den Nasenzugang braucht, weil er regelmäßig ein paar Meter hinunter will, bekommt hier die einzige Vollmaske der Reihe, die das darf, samt vollständiger Ersatzteilliste.
Wer ihn nicht braucht, zahlt für eine zusätzliche Schwachstelle im Dichtsystem. Dann ist die Easybreath 500 die bessere Wahl. Das ganze Feld steht im Test der Schnorchel-Vollmasken.
Weiterlesen zum Schnorcheln
Die beiden Schwestermodelle stehen im Easybreath 500 Test und im Easybreath+ Test. Einordnung des gesamten Felds liefert der Schnorchelmasken Test, die Bauart selbst der Vollmasken Test. Für Kinder gilt der Kinder-Schnorchelmasken Test, für die Füße der Schnorchelflossen Test.

