Der Pull Buoy 500 ist das einfachste Trainingsgerät im Schwimmbad und eines der wirksamsten. Man klemmt ihn zwischen die Oberschenkel, die Beine liegen dadurch an der Oberfläche, der Körper wird waagerecht, und man kann sich vollständig auf Armzug und Technik konzentrieren.
Auf der Produktseite stehen 717 Bewertungen bei 4,7 von 5 Sternen. Für ein Stück Formschaum ohne bewegliche Teile ist das eine bemerkenswert klare Zustimmung.
Dieser Test ordnet ihn anhand der Herstellerangaben, der Bauweise und der Bewertungslage ein, geprüft am 10. August 2026 auf der Produktseite von Decathlon.
Wer an der Technik arbeiten will statt nur Bahnen abzuzählen, sollte mit diesem Teil anfangen und nicht mit teurerem Zubehör.
Spricht dafür
- 18 Newton Auftrieb, ausgelegt auf Schwimmer bis 80 Kilogramm
- Größe L für über 80 Kilogramm separat erhältlich
- Ergonomische Form, liegt zwischen den Oberschenkeln ohne zu drücken
- Auch an Knöcheln oder Waden einsetzbar, dann als Übung für die Körperspannung
- Reiner Polyethylen-Schaum, nimmt kein Wasser auf
- Keine beweglichen Teile, nichts das kaputtgehen könnte
- Ergänzbar mit einem Knöchelband für vollständig ruhiggestellte Beine
Spricht dagegen
- Auftrieb an ein Körpergewicht gebunden, die falsche Größe wirkt nicht richtig
- Unbezogener Schaum, Chlor und Sonne setzen ihm zu
- Kein Schwimmbrett, für Beinserien braucht es ein zweites Gerät
- Fingernägel hinterlassen mit der Zeit Kerben
- Kein Knöchelband im Lieferumfang
- Was macht ein Pull Buoy?
- Er hält die Beine an der Oberfläche. Der Körper liegt waagerecht, und die Arme arbeiten allein.
- Welche Größe brauche ich?
- Größe M mit 18 Newton bis 80 Kilogramm Körpergewicht, darüber Größe L.
- Wo klemmt man ihn hin?
- Zwischen die Oberschenkel für die Standardübung, an Waden oder Knöchel für die härtere Variante.
- Braucht man zusätzlich ein Band?
- Nur wenn die Beine komplett stillstehen sollen. Ohne Band schlagen viele unbewusst mit.
Warum die Übung so viel bringt
Beim normalen Schwimmen laufen Arme und Beine gleichzeitig, und wer beim Armzug schlampt, gleicht das mit den Beinen aus, ohne es zu merken. Der Pull Buoy nimmt diese Möglichkeit weg. Die Beine liegen ruhig oben, der Vortrieb kommt ausschließlich aus den Armen, und jeder Fehler im Zug wird sofort spürbar, weil man schlicht langsamer wird.
Der zweite Effekt betrifft die Wasserlage. Viele Schwimmer haben absackende Beine und kompensieren mit hektischem Beinschlag. Mit Pull Buoy erlebt man einmal, wie sich eine waagerechte Lage anfühlt, und kann dieses Gefühl anschließend ohne Hilfsmittel suchen. Das ist der eigentliche Grund, warum das Gerät in praktisch jedem Trainingsplan auftaucht.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Die Größenfrage ist keine Formsache
Der Auftrieb ist an das Körpergewicht gekoppelt: 18 Newton reichen bis etwa 80 Kilogramm. Wer schwerer ist, bekommt mit der Größe M die Beine nicht sauber an die Oberfläche, und dann fehlt der ganze Effekt der Übung. Decathlon führt dafür eine Größe L, die man beim Kauf gezielt wählen sollte, statt sich auf die Standardgröße zu verlassen.
Umgekehrt ist zu viel Auftrieb ebenfalls kein Vorteil. Werden die Beine zu hoch gedrückt, kippt der Körper in eine Lage, die es beim freien Schwimmen nicht gibt, und man trainiert eine Bewegung, die man nachher nicht braucht.
Varianten der Übung
Die Standardposition ist zwischen den Oberschenkeln. Wer es härter will, schiebt ihn an die Waden oder bis an die Knöchel. Je weiter unten er sitzt, desto länger der Hebel und desto mehr Rumpfarbeit ist nötig, um waagerecht zu bleiben. Das ist eine der besten Körperspannungsübungen im Wasser und braucht keine zusätzliche Ausrüstung.
Wer die Beine komplett stilllegen will, ergänzt ein Knöchelband. Ohne Band schlagen viele unbewusst mit, was den Zweck der Übung untergräbt. Und wer beides braucht, Pull Buoy und Brett, kommt mit dem Pull Kick 900 mit einem einzigen Teil aus. Für die Gegenrichtung, also reines Beintraining, sind die Trainfin oder die Silifins die passenden Flossen.
Lieferumfang
- Pull Buoy 500 in Größe M
Das ist nicht dabei
- Knöchelband
- Schwimmbrett
- Transportbeutel
- Größe L, separat erhältlich
Stärken und Schwächen
Spricht dafür
- 18 Newton Auftrieb, sauber auf ein Gewichtssegment ausgelegt
- Zweite Größe für schwerere Schwimmer verfügbar
- Ergonomische Form, hält ohne Festhalten
- Auch an Waden und Knöcheln nutzbar
- Geschlossenzelliger Schaum, saugt sich nicht voll
- Keine beweglichen Teile
- Günstigstes wirksames Trainingsgerät im Becken
Spricht dagegen
- Falsche Größe macht die Übung wirkungslos
- Unbezogener Schaum, empfindlich gegen Chlor und Sonne
- Ersetzt kein Schwimmbrett
- Kann bei langen Serien an den Oberschenkeln scheuern
- Ohne Knöchelband
Alternativen



Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Zuerst die Größe, und zwar nach Körpergewicht statt nach Gefühl. Bis 80 Kilogramm Größe M, darüber Größe L. Diese eine Angabe entscheidet darüber, ob die Übung funktioniert.
Dann die Frage nach dem Brett. Wer ohnehin Beinserien schwimmt, braucht ein zweites Gerät, und dann lohnt der Blick auf ein Kombiteil. Wer nur die Arme trainiert, ist mit dem reinen Pull Buoy günstiger und kompakter unterwegs.
Und drittens der Umgang mit dem Schaum. Er ist unbezogen, nimmt zwar kein Wasser auf, mag aber weder Chlorbrühe über Stunden noch pralle Sonne auf der Liegewiese. Kurz abspülen, im Schatten trocknen, und er hält Jahre.
Häufige Fragen zum Decathlon Pull Buoy 500
Wozu dient ein Pull Buoy?
Er stabilisiert die Beine an der Wasseroberfläche und hält den Körper waagerecht. Dadurch kommt der Vortrieb ausschließlich aus den Armen, und man kann gezielt an Kraft und Technik im Armzug arbeiten.Welche Größe brauche ich?
Größe M mit 18 Newton Auftrieb ist für Schwimmer bis etwa 80 Kilogramm ausgelegt. Wer schwerer ist, braucht Größe L, sonst bleiben die Beine nicht oben und die Übung verliert ihren Sinn.Wo genau klemmt man ihn hin?
Standard ist zwischen den Oberschenkeln. Weiter unten an Waden oder Knöcheln wird der Hebel länger und die Rumpfmuskulatur muss deutlich mehr leisten. Das ist die anspruchsvollere Variante.Brauche ich zusätzlich ein Knöchelband?
Nur wenn die Beine vollständig ruhiggestellt werden sollen. Der Pull Buoy hebt sie, verhindert aber nicht, dass man unbewusst mitschlägt. Ein Band schaltet die Beine komplett aus.Ist er für Anfänger geeignet?
Decathlon stuft ihn für Fortgeschrittene ein. Wer sich im Wasser noch unsicher fühlt, sollte ihn nicht als Auftriebshilfe missverstehen, denn er ist ein Trainingsgerät und keine Sicherheitsausrüstung.Saugt sich der Schaum voll?
Nein. Geschäumtes Polyethylen ist geschlossenzellig und nimmt kein Wasser auf. Der Auftrieb bleibt deshalb über die gesamte Einheit gleich.Wie pflegt man ihn?
Nach dem Schwimmen kurz mit klarem Wasser abspülen und im Schatten trocknen lassen. Der Schaum hat keinen Bezug, deshalb machen ihm Chlorreste und direkte Sonne über die Zeit zu schaffen.Lohnt sich der Decathlon Pull Buoy 500?
Ein Stück Schaum, das nichts kann außer die Beine oben zu halten, und genau das verändert das Training mehr als jedes Elektronikgerät am Handgelenk. Die 4,7 Sterne bei 717 Bewertungen sind kein Zufall.
Wichtig bleibt nur die Größe: 18 Newton reichen bis 80 Kilogramm, darüber gehört Größe L in die Tasche. Wer zusätzlich Beinserien schwimmt, sollte den Pull Kick 900 vergleichen.
Weiterlesen zum Schwimmtraining
Die Kombivariante steht im Pull Kick 900 Test. Für die Beine gibt es den Silifins Test, den Trainfin Test und den Easyfin Test. Die Brille dazu steht im XBase Test, für den Kopf der Badekappen Test.

