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Die Silifins sind kurze Trainingsflossen aus reinem Silikon. Das klingt nach einem Detail, ist aber der Grund, warum sie im Decathlon-Sortiment eine Sonderstellung haben: Silikon ist weicher und formstabiler als der übliche Kunststoff, es scheuert nicht, und es hält am Fuß ohne Socken.

Auf der Produktseite stehen 4.171 Bewertungen bei 4,7 von 5 Sternen. Das ist die stärkste Bewertungslage im gesamten Schwimmtrainingsbereich des Hauses.

Dieser Test ordnet die Flossen anhand der Herstellerangaben, der Bauweise und der Bewertungslage ein, geprüft am 10. August 2026 auf der Produktseite von Decathlon.

Das Urteil
8,6/10Kurze Silikonflossen, die die natürliche Schlagfrequenz erhalten statt sie zu verlangsamen4.171 Bewertungen

Decathlon Silifins Schwimmflossen

Wer regelmäßig Bahnen schwimmt und Flossen als Trainingsmittel begreift statt als Antrieb, findet hier die durchdachteste Variante des Sortiments.

Spricht dafür

  • Vollständig aus Silikon, kein scheuernder Hartkunststoff am Fußrücken
  • Kurzes Flossenblatt, die Schlagfrequenz bleibt nah am Schwimmen ohne Flossen
  • Weiche Steifigkeit, zielt auf Herz-Kreislauf statt auf reinen Muskelaufbau
  • Geschlossenes Fußteil, hält den Fuß in natürlicher Position
  • Acht Größen von 29/30 bis 43/44
  • Blattlänge nach Größe gestaffelt, von 30 bis 38 Zentimetern
  • Fällt laut Hersteller normal aus

Spricht dagegen

  • Silikon ist schwerer als Kunststoff, in der Schwimmtasche spürbar
  • Geschlossenes Fußteil verzeiht keine Zwischengröße
  • Weiches Blatt reizt nicht, wer gezielt Beinkraft aufbauen will
  • Keine Ferse zum Nachjustieren, die Größe muss sitzen
  • Kein Beutel im Lieferumfang
Kurz beantwortet
Kurz oder lang?
Kurz. Das Blatt erhält die schnelle Schlagfrequenz und trainiert das Herz-Kreislauf-System statt reiner Kraft.
Warum Silikon?
Es ist weich, formstabil und scheuert am Fußrücken nicht. Der klassische Schwachpunkt günstiger Flossen entfällt.
Wie steif sind sie?
Weich. Die Bewegung wird dadurch umfassender, der Kraftaufwand bleibt moderat.
Welche Größe?
Sie fallen normal aus. Es gibt acht Größen von 29/30 bis 43/44.

Kurzes Blatt, weiches Material: was das im Wasser bedeutet

Bei Flossen entscheiden zwei Größen über den Trainingseffekt, und beide arbeiten gegeneinander. Das lange Blatt gibt Vortrieb und zwingt zu weiten, langsamen Bewegungen. Es baut Muskeln auf, verändert aber die Bewegung so stark, dass man streng genommen etwas anderes trainiert als das eigene Schwimmen. Das kurze Blatt bleibt nah an der natürlichen Frequenz. Man schwimmt schneller, ohne die Technik zu verlieren.

Dazu kommt die Steifigkeit. Ein hartes Blatt verlangt Kraft, ein weiches gibt nach und erlaubt die vollständige Bewegung. Die Silifins sind kurz und weich, damit liegen sie klar auf der Cardio-Seite. Trainiert werden Oberschenkel, Gesäß und Waden bei erhöhter Frequenz, nicht maximale Beinkraft. Wer letzteres will, greift zur Trainfin mit langem, halbsteifem Blatt.

Die Bewertung im Einzelnen

Technische Daten
Bauartkurze Trainingsflossen
Hauptmaterial100 Prozent Silikon
Flossenblattkurz
Steifigkeitweich
Fußteilgeschlossen
Verschlusskeiner, Schlupfform
Größen29/30 bis 43/44
Blattlänge 33/3430 Zentimeter
Blattlänge 37/3832,5 Zentimeter
Blattlänge 41/4235 Zentimeter
Blattlänge 45/4638 Zentimeter
Größenlauffällt normal aus
LeistungsstufeFortgeschrittene
EinsatzbereichBahnentraining, Technikarbeit
Garantie2 Jahre
Die Bewertung im Einzelnen8,6/10
Material 25 %
9,5
Silikon statt Hartkunststoff ist der eigentliche Kaufgrund. Genau dort, wo billige Flossen die Haut am Fußrücken aufreiben, gibt dieses Material nach.
Trainingswirkung 25 %
8,5
Kurz und weich heißt Frequenztraining mit erhaltener Technik. Sinnvoller als das übliche Mehr an Vortrieb, aber kein Kraftgerät.
Passform 20 %
8,5
Acht Größen, normaler Größenlauf und geschlossenes Fußteil in natürlicher Fußstellung. Zwischengrößen bleiben ein Problem.
Komfort 20 %
8,5
Kein Scheuern, kein Nachjustieren, keine Socken nötig. Dafür merkt man das Gewicht des Silikons, wenn man die Flossen trägt statt schwimmt.
Haltbarkeit 10 %
8
Silikon altert deutlich langsamer als geschäumter Kunststoff. Kein Bauteil, das brechen könnte, es gibt schlicht keine Schnalle.

Für wen sie nicht die richtige Wahl sind

Wer Flossen zum Schnorcheln sucht, ist hier falsch. Trainingsflossen sind auf den Fußschlag im Bahnenschwimmen ausgelegt, nicht auf stundenlanges Treiben über dem Riff. Die passende Bauform steht im Schnorchelflossen Test, für den Blick unter Wasser dazu der Tauchflossen Test.

Der zweite Fall sind Zwischengrößen. Geschlossene Fußteile haben keinen Fersenriemen, mit dem man nachjustieren könnte. Eine Nummer zu groß rutscht bei jedem Aufschlag, eine Nummer zu klein drückt nach zweihundert Metern auf den Zehen. Decathlon gibt an, dass die Silifins normal ausfallen, was die Wahl vereinfacht, aber nicht ersetzt.

Wie man Flossen ins Training einbaut

Der häufigste Fehler ist, die ganze Einheit mit Flossen zu schwimmen. Dann gewöhnt sich der Körper an den Vortrieb, und ohne Flossen fühlt sich das eigene Schwimmen plötzlich zäh an. Sinnvoller sind einzelne Serien: einige hundert Meter Beinschlag am Brett, ein paar Bahnen Technik in Seitlage, dann wieder ohne. Das Brett dafür liefert der Pull Kick 900, der zugleich als Pull Buoy taugt.

Wer den umgekehrten Weg geht und die Beine ruhigstellen will, um die Arme zu fordern, nimmt einen Pull Buoy. Beides zusammen ergibt eine Einheit, in der Ober- und Unterkörper getrennt arbeiten, was mit reinem Bahnenziehen nicht geht.

Lieferumfang

Das ist dabei
  • Paar Silifins Schwimmflossen in der gewählten Größe

Das ist nicht dabei

  • Transportbeutel
  • Neoprensocken
  • Schwimmband für die Knöchel
  • Ersatzteile

Stärken und Schwächen

Vorteile und Nachteile

Spricht dafür

  • Komplett aus Silikon, kein Scheuern am Fußrücken
  • Kurzes Blatt erhält die natürliche Schlagfrequenz
  • Weiche Steifigkeit, Cardio statt reiner Kraft
  • Geschlossenes Fußteil in natürlicher Fußstellung
  • Acht Größen mit gestaffelter Blattlänge
  • Normaler Größenlauf
  • Keine Schnalle, die brechen könnte

Spricht dagegen

  • Schwerer als Flossen aus geschäumtem Kunststoff
  • Zwischengrößen lassen sich nicht nachjustieren
  • Zu weich für gezielten Beinkraftaufbau
  • Nicht zum Schnorcheln gedacht
  • Ohne Transportbeutel

Alternativen

Alternativen
Decathlon Trainfin Schwimmflossen
Wenn Sie Beinkraft aufbauen wollenDecathlon Trainfin SchwimmflossenLange, halbsteife Flossen mit starkem Vortrieb und weiter Bewegung. Details im Trainfin Test.
Decathlon Easyfin Schwimmflossen
Wenn es günstiger sein sollDecathlon Easyfin SchwimmflossenKurze, sehr flexible Einsteigerflossen mit sanfter Muskelarbeit. Mehr im Easyfin Test.
Decathlon FF 100 React
Wenn Sie schnorcheln wollenDecathlon FF 100 ReactKurze Schnorchelflossen mit geschlossenem Fußteil, reisetauglich. Siehe FF 100 React Test.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Zuerst die Frage nach dem Ziel. Kurzes Blatt heißt Frequenz und Technik, langes Blatt heißt Kraft und Vortrieb. Beides ist legitim, aber es sind zwei verschiedene Trainings, und die falsche Wahl merkt man erst nach der dritten Einheit.

Dann die Größe. Geschlossene Fußteile sind unnachgiebig. Wer zwischen zwei Nummern liegt, sollte im Laden anprobieren, statt zu raten, denn die Blattlänge ändert sich mit der Größe mit, ein Umtausch verschiebt also auch die Trainingswirkung leicht.

Und drittens das Material. Silikon kostet mehr und wiegt mehr, hält aber deutlich länger und scheuert nicht. Wer zweimal die Woche schwimmt, hat den Aufpreis nach einer Saison heraus, weil die günstige Alternative dann schon Druckstellen hinterlassen hat.

Häufige Fragen zu den Decathlon Silifins

Worin unterscheiden sich kurze und lange Flossen?

Ein kurzes Blatt erhält die schnelle Schlagfrequenz und liegt nah an der natürlichen Schwimmbewegung, es trainiert vor allem das Herz-Kreislauf-System. Ein langes Blatt gibt mehr Vortrieb, verlangt weite, langsamere Bewegungen und baut stärker Muskulatur auf.

Welche Muskeln trainiert man mit Schwimmflossen?

Vor allem die Muskulatur des Unterkörpers, also Oberschenkel, Gesäß und Waden. Gleichzeitig arbeitet das Herz-Kreislauf-System, weil der Beinschlag mit Flossen deutlich mehr Widerstand hat.

Braucht man Socken unter den Flossen?

Bei den Silifins in der Regel nicht, weil Silikon weich anliegt und nicht scheuert. Wer sehr empfindliche Haut hat oder lange Einheiten schwimmt, kann dünne Neoprensocken tragen, sollte dann aber die Größe entsprechend wählen.

Fallen die Silifins groß oder klein aus?

Decathlon gibt an, dass sie normal ausfallen. Da das Fußteil geschlossen ist und keinen Riemen zum Nachstellen hat, sollte die Größe möglichst genau passen.

Wie unterscheiden sich Silifins und Easyfin?

Beide haben ein kurzes Blatt. Die Silifins bestehen komplett aus Silikon und sind als Flossen für Fortgeschrittene eingestuft, die Easyfin ist aus Kunststoff, noch flexibler und als Einsteigermodell gedacht.

Kann man mit ihnen schnorcheln?

Möglich ja, sinnvoll nein. Trainingsflossen sind auf den Beinschlag beim Bahnenschwimmen ausgelegt. Zum Schnorcheln sind Modelle mit anderer Blattgeometrie angenehmer.

Wie pflegt man Silikonflossen?

Nach jedem Einsatz mit klarem Wasser abspülen, besonders nach Salzwasser, und im Schatten trocknen lassen. Direkte Sonne und Hitze lassen jedes Elastomer schneller altern.

Lohnen sich die Decathlon Silifins?

Fazit
8,6/10Kurze Silikonflossen, die die natürliche Schlagfrequenz erhalten statt sie zu verlangsamen

Decathlon Silifins Schwimmflossen

Flossen werden meist nach Vortrieb gekauft, und das ist der falsche Maßstab. Entscheidend ist, ob sie zum Training passen und ob sie nach fünfhundert Metern noch angenehm sitzen. Beides beantwortet dieses Modell mit Ja.

Wer gezielt Beinkraft aufbauen will, ist mit dem langen Blatt der Trainfin besser bedient. Für alle anderen sind die Silifins die naheliegende Wahl.

Weiterlesen zum Schwimmtraining

Die lange Variante steht im Trainfin Test, die günstige im Easyfin Test. Für die Arme sorgen Pull Buoy 500 und Pull Kick 900. Die passende Brille steht im XBase Test, Flossen für Kinder unter Schwimmflossen für Kinder.

Max ist begeisterter Stand Up Paddler und betreibt den SUP Blog stand-up-paddling.org. Er hat bereits Dutzende SUP Boards getestet und noch mehr Blogbeiträge über Stand Up Paddling geschrieben. Bei WassersportMax verantwortet er den Themenbereich SUP.