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Ein Salzwasser-Chlorinator stellt das Chlor selbst her. Statt Tabletten in den Skimmer zu legen, löst man einmal Salz im Poolwasser auf, und die Anlage spaltet es per Elektrolyse in Chlor auf, das nach getaner Arbeit wieder zu Salz zerfällt. Der Kreislauf schließt sich, das Salz verbraucht sich nicht.

Der spürbare Unterschied liegt im Wasser selbst. Bei etwa vier Gramm Salz je Liter, ungefähr ein Siebtel des Meerwassergehalts, brennen die Augen weniger, die Haut trocknet nicht so aus, und der typische Hallenbadgeruch bleibt aus. Er stammt ohnehin nicht vom Chlor, sondern von Chloraminen, die bei dieser Betriebsweise seltener entstehen.

Entscheidend beim Kauf sind zwei Zahlen: die Chlorleistung in Gramm pro Stunde und das maximale Poolvolumen. Wir haben sechs Anlagen von 2 bis 12 Gramm pro Stunde zusammengestellt, vom Aufstellpool bis zum 60-Kubikmeter-Becken.

6Anlagen im Vergleich
2-12Gramm Chlor pro Stunde
8-60Kubikmeter Poolvolumen
4Gramm Salz je Liter Wasser
Beste Wahl
Bestway Flowclear Salzwasser-Chlorinator, Hydrogenic, 6 g/h
6 Gramm Chlor pro Stunde, bis 26.498 Liter, für die meisten Gartenpools passend.
Bestes Preis-Leistung
Intex 26668 – Krystal Clear Salzwassersystem, für Filterpumpe 2650-12112 L/h, für kleine Pools bis zu 26500 L, Kunststoff, Weiß
5 g/h bis 26.500 Liter, günstigste Anlage in dieser Leistungsklasse.
Für große Pools
Glowdora Salzwasseranlage Für Pool, Chlorinator Für Pool Salzwasser, Salzelektrolyseanlage Für Pool, Chlorinator EC20
20 g/h, Chlorausgabe von 20 bis 100 Prozent regelbar, Polaritätsumkehr.

Die sechs Salzanlagen im Überblick

ModellChlorleistungPoolvolumenBesonderheitPreisklasse
Bestway Flowclear 6 g/hBeste Wahl6 Gramm pro Stundebis 26.498 LiterSelbstreinigende Zelle€€
Intex 26668 Krystal ClearBestes Preis-Leistung5 Gramm pro Stundebis 26.500 LiterDurchfluss bis 12.112 l/h
Bestway Hydrogenic 2 g/hFür kleine Pools2 Gramm pro Stundebis 8.327 Liter19 Watt, GS- und TÜV-geprüft
PxkVrin EC8 ChlorgeneratorMeiste Überwachung8 bis 20 Gramm pro Stundeje nach AusführungTemperatur- und Salzgehaltwarnung€€
Glowdora EC20Für große Pools20 Gramm pro Stundegroße BeckenPolaritätsumkehr alle 4 bis 12 Stunden€€€
Gre SCG60 SalzelektrolyseProfiklasse12 Gramm pro Stundebis 60 Kubikmeterfest verrohrte Installation€€€€

Die sechs Anlagen im Einzelnen

  • Chlorleistung6 Gramm pro Stunde
  • Poolvolumenbis 26.498 Liter
  • HerstellerBestway
  • EinsatzAufstell- und Rahmenpools
  • Anschlussan das vorhandene Filtersystem

Geeignet für: Der übliche Gartenpool zwischen 15 und 26 Kubikmetern

Diese Anlage trifft genau die Größe, die im Garten am häufigsten steht. Ein Rahmenpool mit vier bis fünf Metern Durchmesser fasst je nach Höhe 15 bis 25 Kubikmeter, und dafür sind 6 Gramm Chlor pro Stunde die passende Leistung.

Der praktische Vorteil liegt im Anschluss. Bestway ist der verbreitetste Hersteller von Aufstellpools, entsprechend passen die Verschraubungen zu dem, was ohnehin am Becken hängt. Die Anlage wird in den Kreislauf der vorhandenen Filterpumpe eingesetzt und arbeitet mit deren Durchfluss.

Wichtig ist die Reserve: Bei dreißig Grad Außentemperatur und starker Nutzung verbraucht ein Pool deutlich mehr Chlor als im Juni. Eine Anlage, die knapp bemessen ist, kommt dann nicht hinterher, und das Wasser kippt innerhalb von zwei Tagen. Zur Filterseite passend gibt es den Vergleich der Sandfilteranlagen für Pools bis 40 m³.

Spricht dafür

  • 6 Gramm pro Stunde decken Pools bis 26.498 Liter zuverlässig ab
  • Bestway ist der verbreitetste Poolhersteller, Anschlüsse passen zu vorhandenen Anlagen
  • Deutlich mehr Leistungsreserve als die 2-Gramm-Modelle, auch bei Hitze
  • Läuft parallel zur bestehenden Filterpumpe, keine zweite Wasserführung nötig
  • Preislich klar unter den Anlagen für große Becken

Spricht dagegen

  • Für Pools über 26 Kubikmeter zu schwach
  • Bindet sich an das Bestway-Anschlusssystem
  • Die Zelle ist ein Verschleißteil und muss nach einigen Saisons ersetzt werden
Platz 2

Intex 26668 Krystal Clear Salzwassersystem

Bestes Preis-Leistung
  • Chlorleistung5 Gramm pro Stunde
  • Poolvolumenbis 26.500 Liter
  • Durchfluss2.650 bis 12.112 Liter pro Stunde
  • HerstellerIntex
  • EinsatzAufstellpools

Geeignet für: Wer dieselbe Poolgröße abdecken will, aber weniger ausgeben möchte

Das Intex 26668 ist die preisbewusste Variante derselben Aufgabe. Mit 5 Gramm pro Stunde und 26.500 Litern Poolvolumen deckt es fast exakt denselben Bereich ab wie die Bestway-Anlage, kostet aber weniger.

Bemerkenswert ist der weite Durchflussbereich von 2.650 bis 12.112 Litern pro Stunde. Das ist die Spanne, in der die Anlage sauber arbeitet, und sie ist so großzügig, dass praktisch jede handelsübliche Poolpumpe hineinpasst. Bei enger spezifizierten Geräten ist genau das der Grund für Fehlfunktionen.

Was fehlt, ist jede Form von Überwachung. Es gibt kein Display, das den Salzgehalt oder die Wassertemperatur meldet. Wer wissen will, wie viel Salz im Wasser ist, misst mit Teststreifen, und das ist bei dieser Preisklasse der übliche Weg.

Spricht dafür

  • Günstigste Anlage in dieser Leistungsklasse
  • 5 Gramm pro Stunde bis 26.500 Liter, praktisch dieselbe Abdeckung wie Platz 1
  • Weiter Durchflussbereich von 2.650 bis 12.112 Litern pro Stunde, passt zu fast jeder Pumpe
  • Intex ist neben Bestway der zweite große Anbieter, Ersatzteile sind gut verfügbar
  • Bewährtes Gerät, seit Jahren im Markt

Spricht dagegen

  • 5 statt 6 Gramm pro Stunde, etwas weniger Reserve bei Hitze
  • Ausgelegt auf Intex-Anschlüsse, an fremden Pumpen braucht es Adapter
  • Kein Display mit Salzgehalts- oder Temperaturüberwachung
  • Chlorleistung2 Gramm pro Stunde
  • Poolvolumenbis 8.327 Liter
  • Leistungsaufnahme19 Watt
  • PrüfzeichenGS und TÜV
  • AusstattungSelbstreinigungsfunktion

Geeignet für: Kleine Aufstellpools und Planschbecken bis etwa acht Kubikmeter

Diese Anlage ist der Einstieg für kleine Becken. 8.327 Liter entsprechen etwa einem Rundpool von drei Metern Durchmesser und knapp einem Meter Höhe, also der Größe, die in vielen Gärten steht.

Der Verbrauch von 19 Watt ist ein starkes Argument. Eine Anlage, die über die Saison täglich mehrere Stunden mitläuft, fällt bei diesem Wert auf der Stromrechnung praktisch nicht auf. GS- und TÜV-Prüfzeichen sind bei Poolzubehör aus dem Direktimport keineswegs selbstverständlich.

Die Selbstreinigung der Zelle ist die wichtigste Funktion überhaupt. Bei der Elektrolyse setzt sich Kalk auf den Elektroden ab und blockiert sie, und ohne automatische Umkehrreinigung muss man die Zelle regelmäßig von Hand in Säure legen. Wichtig bleibt: Diese Leistung reicht nur bis acht Kubikmeter, darüber ist die Anlage überfordert.

Spricht dafür

  • Passend dimensioniert für kleine Becken, keine überflüssige Leistung
  • Nur 19 Watt Leistungsaufnahme, über eine Saison kaum spürbar auf der Stromrechnung
  • GS- und TÜV-Prüfzeichen, das einzige Gerät hier mit deutschen Prüfzeichen
  • Selbstreinigungsfunktion hält die Elektrodenzelle frei von Kalk
  • Günstigster Einstieg in die Salzwasserpflege

Spricht dagegen

  • Bis 8.327 Liter, für Pools ab drei Meter Durchmesser zu schwach
  • 2 Gramm pro Stunde lassen bei Hitze keine Reserve
  • Wer später einen größeren Pool kauft, muss das Gerät ersetzen
Platz 4

PxkVrin EC8 Salzwasser-Chlorgenerator

Meiste Überwachung
  • Chlorleistungje nach Ausführung 8, 12, 16 oder 20 Gramm pro Stunde
  • ÜberwachungWassertemperatur und Salzgehalt
  • Warnungunter 10 und über 45 Grad Celsius
  • AnzeigeDisplay mit Betriebswerten
  • BauartDurchlaufzelle

Geeignet für: Wer nicht nur Chlor erzeugen, sondern das Wasser auch im Blick behalten will

Der EC8 unterscheidet sich von den Aufstellpool-Anlagen durch das, was er anzeigt. Statt nur Chlor zu erzeugen, misst er laufend Wassertemperatur und Salzgehalt und meldet beides auf dem Display.

Das ist mehr als Spielerei. Die Elektrolyse arbeitet nur in einem bestimmten Temperaturfenster zuverlässig, und unter 10 Grad sinkt die Ausbeute stark, während über 45 Grad die Zelle Schaden nehmen kann. Beide Grenzen quittiert das Gerät mit einer Warnung, statt still weiterzulaufen.

Der Salzgehaltsalarm nimmt die eigentliche Arbeit ab. Wer keine Anzeige hat, muss regelmäßig mit Teststreifen prüfen, ob noch genug Salz im Wasser ist, denn nach Regen und Wasserwechsel sinkt der Wert. Erhältlich ist die Anlage in vier Leistungsstufen von 8 bis 20 Gramm pro Stunde.

Spricht dafür

  • Vier Leistungsstufen von 8 bis 20 Gramm pro Stunde, passend zur Poolgröße wählbar
  • Überwacht Wassertemperatur und Salzgehalt laufend und zeigt beides an
  • Warnt unter 10 Grad und über 45 Grad, in diesen Bereichen arbeitet die Elektrolyse nicht sauber
  • Der Salzgehaltsalarm ersetzt das ständige Nachmessen mit Teststreifen
  • Bereits die kleinste Stufe liegt über der Leistung der Aufstellpool-Anlagen

Spricht dagegen

  • Kein bekannter Markenname, Ersatzteilversorgung unklar
  • Deutlich teurer als die Bestway- und Intex-Systeme
  • Die Vielfalt an Ausführungen macht die Auswahl unübersichtlich
  • Chlorleistung20 Gramm pro Stunde
  • RegelungChlorausgabe von 20 bis 100 Prozent
  • ZellenpflegePolaritätsumkehr alle 4, 8 oder 12 Stunden
  • Anschluss1,5-Zoll-Rohrgewinde
  • Bauartfest eingebaute Durchlaufzelle

Geeignet für: Große Becken, in denen die Aufstellpool-Anlagen chancenlos sind

Der EC20 ist für die Poolgröße gebaut, bei der die Steckgeräte aufgeben. 20 Gramm Chlor pro Stunde sind mehr als das Dreifache dessen, was eine Aufstellpool-Anlage liefert, und das braucht ein Becken erst ab etwa 40 Kubikmetern.

Interessant ist die Regelbarkeit von 20 bis 100 Prozent. Ein Pool verbraucht im Juni deutlich weniger Chlor als im August, und wer die Ausgabe herunterregeln kann, produziert nicht dauernd Überschuss. Zu viel Chlor ist ebenso ein Problem wie zu wenig, es reizt Augen und Haut und greift Dichtungen an.

Die einstellbare Polaritätsumkehr alle vier, acht oder zwölf Stunden ist der Pflegeteil: Durch das Umpolen löst sich der Kalkbelag von den Elektroden. Bei hartem Wasser wählt man den kurzen Abstand, bei weichem den langen. Angeschlossen wird über 1,5-Zoll-Rohrgewinde, also fest verrohrt.

Spricht dafür

  • 20 Gramm pro Stunde, mehr als das Dreifache der Aufstellpool-Systeme
  • Chlorausgabe stufenlos von 20 bis 100 Prozent regelbar, passt sich der Jahreszeit an
  • Polaritätsumkehr wählbar alle 4, 8 oder 12 Stunden, hält die Elektroden dauerhaft kalkfrei
  • 1,5-Zoll-Rohrgewinde, der Standard bei fest verrohrten Poolanlagen
  • Deutlich günstiger als die Profianlage auf Platz 6

Spricht dagegen

  • Setzt eine feste Verrohrung voraus, für Aufstellpools ungeeignet
  • Preislich in einer anderen Klasse als die Steckgeräte
  • Wenig bekannter Anbieter
  • Chlorleistung12 Gramm pro Stunde
  • Poolvolumenbis 60 Kubikmeter
  • Salzbedarf4 Gramm je Liter Wasser
  • HerstellerGre
  • Bauartfest installierte Anlage

Geeignet für: Große eingelassene Becken und Anlagen, die viele Jahre laufen sollen

Die Gre SCG60 ist die Anlage für das eingelassene Becken, das jedes Jahr dieselbe Arbeit verrichten soll. 60 Kubikmeter entsprechen einem Schwimmbecken von etwa acht mal vier Metern bei 1,80 Metern Tiefe, also einem klassischen Gartenschwimmbad.

Die 12 Gramm pro Stunde wirken auf dieses Volumen zunächst knapp, sind aber bewusst gewählt. Eine sparsam ausgelegte Anlage mit langer Laufzeit belastet die Elektrodenzelle weniger als eine, die kurz und mit voller Leistung arbeitet, und die Zelle ist das teuerste Verschleißteil des ganzen Systems.

Der angegebene Salzbedarf von 4 Gramm je Liter ist der übliche Wert und bedeutet bei 60 Kubikmetern 240 Kilogramm Salz für die Erstbefüllung. Das klingt viel, fällt aber nur einmal an, denn das Salz verbraucht sich im Kreislauf nicht. Nachgefüllt wird nur, was durch Rückspülung und Verdunstungsverluste tatsächlich verloren geht.

Spricht dafür

  • Bis 60 Kubikmeter freigegeben, das größte Poolvolumen in diesem Vergleich
  • Gre ist ein etablierter europäischer Poolhersteller mit langfristiger Ersatzteilversorgung
  • 12 Gramm pro Stunde auf 60 Kubikmeter ist bewusst sparsam ausgelegt und schont die Zelle
  • Klar angegebener Salzbedarf von 4 Gramm je Liter, keine Rätselei bei der Erstbefüllung
  • Für dauerhaften Betrieb über viele Saisons konstruiert

Spricht dagegen

  • Mit Abstand teuerste Anlage in diesem Vergleich
  • Nur sinnvoll bei fest installierten, eingelassenen Becken
  • 12 g/h auf 60 Kubikmeter bedeutet lange tägliche Laufzeiten
Welches Set passt zu Ihnen?
Gartenpool zwischen 15 und 26 Kubikmetern
6 Gramm pro Stunde, passt zu vorhandenen Bestway-Anschlüssen.
Dieselbe Größe, weniger Budget
5 g/h bis 26.500 Liter, weiter Durchflussbereich.
Kleiner Aufstellpool bis acht Kubikmeter
19 Watt, GS- und TÜV-geprüft, Selbstreinigung.
Salzgehalt und Temperatur im Blick behalten
Display mit Überwachung und Warnschwellen.
Großes Becken mit fester Verrohrung
20 g/h, Ausgabe von 20 bis 100 Prozent regelbar.
Eingelassenes Schwimmbecken bis 60 Kubikmeter
Etablierter Hersteller, auf Dauerbetrieb ausgelegt.

Ratgeber: Salzelektrolyse im Pool richtig einsetzen

Wie es funktioniert: Im Wasser gelöstes Salz wird in der Zelle elektrolytisch in freies Chlor umgewandelt, das Keime und Algen abtötet. Danach zerfällt es wieder zu Chlorid, also Salz. Der Kreislauf beginnt von vorn, das Salz wird nicht verbraucht. Nachgefüllt wird nur, was durch Rückspülen und Wasserwechsel verloren geht.

Salzgehalt: Übliche Anlagen brauchen etwa 4 Gramm Salz je Liter, also 4 Kilogramm je Kubikmeter. Das sind rund 0,4 Prozent, ein Siebtel des Meerwassergehalts. Bei zu wenig Salz erzeugt die Anlage kein Chlor, bei zu viel leidet die Zelle. Verwendet wird Poolsalz ohne Rieselhilfe und ohne Jod.

Leistung richtig wählen: Die Faustregel lautet ein bis zwei Gramm Chlor pro Stunde je fünf Kubikmeter Wasser. Wer zu knapp dimensioniert, kommt in der Hitzeperiode nicht hinterher, und genau dann kippt Poolwasser. Im Zweifel eine Stufe größer wählen und die Ausgabe herunterregeln.

Wassertemperatur: Unter etwa 15 Grad arbeitet die Elektrolyse deutlich schlechter, unter 10 Grad praktisch gar nicht. Am Saisonanfang und -ende muss deshalb notfalls von Hand nachgechlort werden. Gute Anlagen melden das, einfache laufen still weiter und produzieren nichts.

pH-Wert bleibt Pflicht: Salzelektrolyse hebt den pH-Wert an, und über 7,6 verliert Chlor stark an Wirkung. Wer die Salzanlage einbaut und den pH-Wert dann ignoriert, hat trübes Wasser trotz laufender Chlorproduktion. pH-Minus gehört weiterhin zur wöchentlichen Routine, der Zielbereich liegt bei 7,0 bis 7,4.

Die Zelle ist ein Verschleißteil: Die Elektroden nutzen sich ab und halten je nach Wasserqualität und Laufzeit zwei bis fünf Saisons. Der Ersatz kostet einen erheblichen Teil des Anlagenpreises, was in die Rechnung gehört. Selbstreinigung durch Polaritätsumkehr verlängert die Lebensdauer deutlich.

Kalk und hartes Wasser: Bei hartem Wasser setzt sich Kalk schneller auf den Elektroden ab. Anlagen mit einstellbarer Umkehrreinigung stellt man dann auf den kurzen Abstand von vier Stunden. Ohne Selbstreinigung muss die Zelle regelmäßig ausgebaut und in verdünnter Säure entkalkt werden.

Was Salzwasser nicht ersetzt: Der Filter bleibt notwendig, denn Chlor tötet Keime, entfernt aber keine Schwebstoffe. Auch die mechanische Reinigung von Boden und Wänden entfällt nicht. Zur Beckenpflege gehört weiterhin alles, was auch bei Tablettenchlorung anfällt, unter anderem die Reinigung, wie sie im Whirlpool-Reiniger Test beschrieben ist.

Häufige Fragen

Ist ein Salzwasserpool chlorfrei?

Nein, im Gegenteil: Der Pool wird mit Chlor desinfiziert, es wird nur an Ort und Stelle aus Salz erzeugt statt als Tablette zugegeben. Der Unterschied liegt in der Dosierung, die gleichmäßig statt stoßweise erfolgt, und darin, dass weniger reizende Chloramine entstehen. Chlorfrei ist ein Salzwasserpool ausdrücklich nicht.

Wie viel Salz braucht man für den Pool?

Etwa 4 Gramm je Liter, also 4 Kilogramm je Kubikmeter Wasser. Ein Pool mit 20 Kubikmetern braucht damit rund 80 Kilogramm Poolsalz. Das fällt nur bei der Erstbefüllung an, weil das Salz im Kreislauf nicht verbraucht wird. Nachgefüllt wird lediglich nach Rückspülungen und Wasserwechsel.

Schmeckt das Wasser dann nach Meer?

Kaum. Vier Gramm je Liter sind etwa ein Siebtel des Salzgehalts von Meerwasser, das bei rund 35 Gramm liegt. Man nimmt eine leichte Weichheit des Wassers wahr, aber keinen ausgeprägten Salzgeschmack. Die meisten empfinden das Wasser als angenehmer als klassisch gechlortes.

Greift Salzwasser den Pool und die Technik an?

Bei dieser niedrigen Konzentration ist die Belastung gering, aber nicht null. Folien und Kunststoffteile sind unproblematisch, empfindlich sind blanke Metallteile wie Leitern, Handläufe und Beschläge aus einfachem Stahl. Wer Edelstahl in Poolqualität verwendet, hat damit keine Probleme.

Muss man trotzdem den pH-Wert kontrollieren?

Ja, und zwar besonders sorgfältig. Salzelektrolyse treibt den pH-Wert nach oben, und über 7,6 verliert das erzeugte Chlor stark an Wirkung. Der Zielbereich liegt bei 7,0 bis 7,4, korrigiert wird mit pH-Minus. Ohne diese Kontrolle nützt die beste Salzanlage wenig.

Wie lange hält die Elektrodenzelle?

Je nach Wasserhärte, Laufzeit und Pflege zwei bis fünf Saisons. Anlagen mit Polaritätsumkehr halten länger, weil sich der Kalk regelmäßig von selbst löst. Der Ersatz kostet einen spürbaren Teil des Neupreises und sollte deshalb bei der Kaufentscheidung mitgerechnet werden.

Fazit

Für den üblichen Gartenpool zwischen 15 und 26 Kubikmetern ist das Bestway Flowclear mit 6 Gramm pro Stunde die richtige Wahl, weil Leistung und Anschlüsse zum verbreitetsten Poolsystem passen. Wer denselben Bereich günstiger abdecken will, nimmt das Intex 26668 mit 5 Gramm pro Stunde und seinem weiten Durchflussbereich.

Kleine Becken bis acht Kubikmeter versorgt das Bestway Hydrogenic mit 19 Watt und deutschen Prüfzeichen. Wer Salzgehalt und Temperatur im Blick behalten will, greift zum PxkVrin EC8 mit Display und Warnschwellen. Für große, fest verrohrte Becken bleiben der Glowdora EC20 mit 20 Gramm pro Stunde und die Gre SCG60 für Volumen bis 60 Kubikmeter.

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