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Vor jeder Tour steht dieselbe Arbeit: Das Board muss auf 12 bis 15 PSI. Mit der falschen Pumpe dauert das eine Viertelstunde und man steht anschließend verschwitzt am Ufer, statt zu paddeln.

Der Trick ist nicht, kräftiger zu pumpen, sondern die Pumpe in der richtigen Reihenfolge zu bedienen. Wer im Doppelhubmodus beginnt und ab vier bis sieben PSI auf Einzelhub umschaltet, spart 30 bis 50 Prozent der Zeit.

Wir erklären, wie das Aufpumpen Schritt für Schritt läuft, worin sich Einzelhub-, Doppelhub-, Dreifachhub- und Elektropumpen unterscheiden, und welche sechs Pumpen sich lohnen.

6Pumpen im Vergleich
12 bis 15PSI Betriebsdruck der meisten Boards
30 bis 50Prozent Zeitersparnis durch Doppelhub
4 bis 7PSI Umschaltpunkt auf Einzelhub

So pumpt man ein SUP Board richtig auf

Schritt 1, Board ausrollen und Ventil prüfen: Der Stift im Ventil muss oben stehen. Steht er unten und ist eingerastet, entweicht die Luft beim Abziehen des Schlauchs sofort wieder. Ein Druck mit dem Daumen und eine Vierteldrehung stellen ihn um.

Schritt 2, Schlauch fest aufsetzen: Der Bajonettverschluss wird aufgesteckt und im Uhrzeigersinn verriegelt. Sitzt er schief, verliert man bei jedem Hub Luft und merkt es erst am Manometer, das nicht steigt.

Schritt 3, im Doppelhubmodus beginnen: Jetzt pumpt die Pumpe beim Herunterdrücken und beim Hochziehen. Das bringt in kurzer Zeit viel Volumen ins Board, solange der Gegendruck niedrig ist.

Schritt 4, bei vier bis sieben PSI umschalten: Ab hier wird der Doppelhub anstrengend, weil man gegen den Druck zieht. Der Umschalter am Pumpenkopf stellt auf Einzelhub, ab jetzt arbeitet nur noch die Abwärtsbewegung.

Schritt 5, mit dem Körpergewicht arbeiten: Nicht mit den Armen drücken, sondern mit gestreckten Armen das eigene Gewicht auf den Griff verlagern. Die Füße stehen dabei auf den seitlichen Halterungen der Pumpe.

Schritt 6, bis zum Zieldruck: Die meisten Boards laufen mit 12 bis 15 PSI. Der Wert steht auf dem Board neben dem Ventil aufgedruckt. Weniger Druck bedeutet ein durchhängendes Board, mehr Druck bringt keinen Vorteil und belastet die Nähte.

Die vier Arten von SUP Pumpen

Einzelhubpumpen: Ein Zylinder, Luft nur beim Herunterdrücken. Aufbau und Funktion entsprechen einer Fahrradpumpe. Das Aufpumpen dauert am längsten und ist am anstrengendsten. Liegt einem Board eine Einzelhubpumpe bei, ist das meist ein Hinweis darauf, dass am Zubehör gespart wurde. Mehr dazu bei den günstigen SUP Boards.

Doppelhubpumpen: Umschaltbar zwischen Einzel- und Doppelhub. Im Doppelhubmodus wird in beide Bewegungsrichtungen Luft gefördert. Das ist heute der Standard im Lieferumfang und die richtige Wahl für fast alle Paddler. Eine eigene Übersicht gibt es im Test der SUP Doppelhubpumpen.

Dreifachhubpumpen: Zwei Zylinder an einem Kolben, drei Modi. Zuerst beide Zylinder in beide Richtungen, dann beide Zylinder nur abwärts, zuletzt ein Zylinder abwärts. Anfangs füllt sich das Board damit in ein bis zwei Minuten auf 5 PSI. Gegenüber einer Doppelhubpumpe spart das noch einmal rund 25 Prozent Zeit, dafür braucht die Pumpe mehr Platz im Rucksack. Siehe unseren Triple-Action Pumpen Test.

Elektrische Pumpen: Schlauch anschließen, Zieldruck einstellen, fertig. Sie laufen über die Autobatterie am Zigarettenanzünder oder über einen eingebauten Akku und schalten bei Erreichen des Werts selbstständig ab. Ausführlich im SUP Elektropumpen Test.

Die besten SUP Pumpen im Vergleich

Beste Handpumpe
THURSO SURF Aufblasbare Stand Up Paddle Board Handpumpe SUP Aufpumpen und Ablassen Doppelaktion 29 Psi Externes Rohr Reibungsarm Leicht Kompakt
1,1 Kilogramm, 29 PSI, mit Aufblas- und Ablassanschluss.
Beste elektrische
Accwork Elektrische SUP Pumpe mit Akku, 20 PSI wiederaufladbare Luftpumpe für SUP Board, Auto-Off, Aufpumpen & Abpumpen, 5 Modi, PSI/BAR, 12V DC & USB-C, mit 7 Adaptern für Kajak, Zelt, Luftmatratze
15 PSI in acht Minuten, vier Boards je Ladung.
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Hochdruck Pumpe für Stand up Paddle Boards – Doppelhubfunktion – Spare Zeit und Kraft beim Aufpumpen deines SUP-Board – leichte SUP-Pumpe in schwarz - für alle SUP Board Marken passend – langlebig
Alu-Kolben, Manometer bis 30 PSI, ein Kilogramm.
PumpeAntriebMax. DruckGewichtPreisklasse
THURSO SURF DoppelhubBeste HandpumpeMuskelkraft, Doppelhub29 PSI1,1 kg
Accwork Elektropumpe AkkuBeste elektrischeAkku und 12 V20 PSIkeine Angabe€€€
Hochdruckpumpe DoppelhubBestes Preis-Leistungs-VerhältnisMuskelkraft, Doppelhub30 PSI1,0 kg
Accwork Elektropumpe 12 VOhne Akku, fürs Auto12 V Bordnetz20 PSIkeine Angabe€€
Jobe Triple ActionEinzige DreifachhubpumpeMuskelkraft, Dreifachhub21 PSIkeine Angabe€€€€
Mini AkkupumpeLeichtesteAkku, USB-C12 PSI0,7 kg€€
  • BauartDoppelhubpumpe, umschaltbar auf Einzelhub
  • Maximaldruck29 PSI
  • Gewicht1,1 Kilogramm
  • Zylindereiner, mit externem Aluminiumrohr
  • AnschlüsseINF zum Aufpumpen, DEF zum Ablassen
  • Manometeram Pumpenkörper, bis 29 PSI
  • MaterialPP-Kunststoff mit Alurohr
  • Griffabnehmbare Verlängerungen

Geeignet für: Alle, die ohne Strom auskommen wollen

Die THURSO ist die Handpumpe, an der man sich orientieren kann. Zwei Details heben sie von der Beipackware ab: Der Aufpumpanschluss sitzt am Pumpenkörper statt am Griff, sodass der Schlauch nicht bei jedem Hub mitspringt, und das Manometer sitzt so, dass man es im Stehen sieht.

Der zweite Anschluss ist zum Absaugen. Wer sein Board schon einmal von Hand flach gedrückt hat, um es in den Rucksack zu bekommen, weiß, was das wert ist. Ein abgesaugtes Board rollt sich deutlich kleiner.

Mit 1,1 Kilogramm und abnehmbaren Griffverlängerungen ist sie außerdem die kompakteste Handpumpe im Vergleich. Wie man das Board anschließend verstaut, steht in unserem Beitrag zum Transport von SUP Boards.

Spricht dafür

  • Getrennte Anschlüsse fürs Aufpumpen und fürs Ablassen
  • Aufpumpanschluss sitzt am Körper, der Schlauch springt nicht mit
  • Mit 1,1 Kilogramm die leichteste Handpumpe hier
  • Manometer am Körper statt im Griff, im Stehen ablesbar
  • Empfohlener Druckbereich ist auf der Skala markiert
  • Externes Aluminiumrohr erhöht die Förderleistung
  • Abnehmbare Griffverlängerungen, kleines Packmaß
  • Snap-On-Anschluss für Hochdruckventile, rutscht nicht ab
  • Bis 29 PSI, mehr als jedes Board verlangt

Spricht dagegen

  • Ohne Strom bleibt das Aufpumpen körperliche Arbeit
  • Ein-Kammer-Design, langsamer als eine Dreifachhubpumpe
  • Kein Ablasstempo wie bei den Elektropumpen
  • Kunststoffzylinder, empfindlicher als Metall
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
  • Bauartelektrische Pumpe, zweistufig
  • Maximaldruck20 PSI
  • Stromversorgungeingebauter Akku, 12 V DC und USB-C
  • Laufzeitetwa 30 Minuten je Ladung
  • Leistung Stufe 1360 Liter pro Minute
  • Leistung Stufe 2100 Liter pro Minute
  • Tempo12 PSI in etwa 6 Minuten, 15 PSI in etwa 8
  • Zubehör7 Adapter
  • AnzeigeLED-Display, PSI und BAR

Geeignet für: Wer mehrere Boards aufpumpen muss

Wenn zwei oder drei Boards ins Wasser sollen, ist eine Elektropumpe keine Bequemlichkeit mehr, sondern eine Zeitfrage. Diese schafft vier Boards mit 10,6 Fuß je Akkuladung auf 12 PSI und braucht für 15 PSI etwa acht Minuten je Board.

Die zweistufige Arbeitsweise entspricht genau dem, was man von Hand macht: erst viel Volumen mit 360 Litern pro Minute, dann Umschalten auf 100 Liter mit hohem Druck. Die Abschaltautomatik beendet den Vorgang beim eingestellten Wert.

Der doppelte Stromanschluss ist der eigentliche Vorteil gegenüber reinen Akkupumpen: Ist der Akku leer, hängt man sie an den Zigarettenanzünder und pumpt weiter. Dasselbe Prinzip funktioniert auch bei aufblasbaren Kajaks.

Spricht dafür

  • Vier Boards mit 10,6 Fuß auf 12 PSI je Akkuladung
  • Zweistufig: erst 360 Liter Volumen, dann Hochdruck
  • Abschaltautomatik beim eingestellten Druck, kein Überpumpen
  • Läuft auch am 12-Volt-Bordnetz, wenn der Akku leer ist
  • USB-C als Ladeanschluss, kein Sondernetzteil nötig
  • Pumpt auch ab, das Board rollt sich kleiner
  • Sieben Adapter für Kajak, Zelt und Luftmatratze
  • LED-Display mit Umschaltung zwischen PSI und BAR
  • Fünf Modi für unterschiedliche Aufblasartikel

Spricht dagegen

  • Teuerste elektrische Pumpe im Vergleich
  • 30 Minuten Laufzeit sind bei mehreren Boards knapp
  • 20 PSI, kein Reservedruck für Hochdruckboards mit 18 PSI
  • Kein Gewicht angegeben
  • Motorbetrieb ist deutlich lauter als eine Handpumpe
  • Ein Akku ist ein Verschleißteil, eine Handpumpe nicht
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
Platz 3

Hochdruckpumpe für SUP mit Doppelhubfunktion

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • BauartDoppelhubpumpe, umschaltbar
  • Maximaldruck30 PSI
  • Manometerintegriert, 2 bis 30 PSI
  • Gewicht1 Kilogramm
  • Maße65 x 29 x 16 Zentimeter
  • KolbenAluminium
  • Zylinderstrapazierfähiger Kunststoff
  • Kompatibilitätalle gängigen Boardmarken

Geeignet für: Den Ersatz einer schlechten Beipackpumpe

Wer eine schlechte Einzelhubpumpe aus dem Lieferumfang ersetzen will, bekommt hier den größten Sprung fürs Geld. Doppelhub, Alu-Kolben und ein Manometer bis 30 PSI zum niedrigsten Preis dieser Liste.

Der Alu-Kolben ist dabei kein Detail: Bei billigen Pumpen ist die Kolbenstange aus Kunststoff und verbiegt sich, sobald der Gegendruck steigt. Danach schleift sie im Zylinder und die Pumpe wird undicht.

Mit einem Kilogramm ist sie die leichteste Pumpe hier. Was fehlt, ist ein Anschluss zum Absaugen. Fürs reine Aufpumpen ist das der beste Kompromiss aus Preis und Haltbarkeit.

Spricht dafür

  • Günstigste Pumpe im Vergleich
  • Alu-Kolben, verbiegt sich nicht wie einfache Kunststoffstangen
  • Manometer bis 30 PSI, der weiteste Messbereich hier
  • Mit einem Kilogramm die leichteste Pumpe überhaupt
  • Passt für Naish, Starboard, Fanatic, Aqua Marina, Bluefin und andere
  • Kleines Packmaß, passt in den SUP-Rucksack
  • Umschaltbar zwischen Doppel- und Einzelhub
  • Auch für Kajak und Schlauchboot einsetzbar

Spricht dagegen

  • Kein separater Anschluss zum Absaugen
  • Produkttext mit Schmuckschrift, technische Angaben knapp
  • Keine Angabe zum Fördervolumen
  • Kein Markenhersteller
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
Platz 4

Accwork Elektrische SUP Pumpe 20 PSI ohne Akku

Ohne Akku, fürs Auto
  • Bauartelektrische Pumpe, zweistufig
  • Maximaldruck20 PSI
  • Stromversorgung12 V über Zigarettenanzünder, kein Akku
  • Tempo12 PSI in etwa 6 Minuten, 15 PSI in etwa 8
  • ModiKajak, Zelt, Schwimmring, Entlüften, frei einstellbar
  • AnzeigeLED-Display, PSI und BAR
  • Zubehör7 Ventiladapter, Schlauch, Tasche
  • FunktionAufpumpen und Entlüften

Geeignet für: Paddler, die immer mit dem Auto ans Wasser fahren

Das ist dieselbe Pumpe wie die Akkuversion, nur ohne Batterie und rund dreißig Euro günstiger. Wer sowieso mit dem Auto an den See fährt und dort parkt, braucht den Akku nicht.

Der praktische Vorteil geht über den Preis hinaus: Ohne Akku gibt es kein Bauteil, das nach drei Jahren nur noch die halbe Kapazität hat. Am Bordnetz läuft die Pumpe so lange, wie man sie laufen lässt.

Die Einschränkung ist ebenso klar. Wer sein Board mit dem Fahrrad oder der Bahn ans Wasser bringt oder vom Steg aus startet, hat keine Stromquelle und braucht die Akkuversion oder eine Handpumpe.

Spricht dafür

  • Deutlich günstiger als dieselbe Pumpe mit Akku
  • Kein Akku, also kein Bauteil, das nach Jahren nachlässt
  • Läuft ohne Laufzeitbegrenzung, solange der Motor läuft
  • Gleiche Tempowerte wie die Akkuversion
  • Zweistufiges Aufpumpen mit Abschaltautomatik
  • Entlüftungsfunktion für kleines Packmaß
  • Sieben Adapter und Aufbewahrungstasche im Lieferumfang
  • Fünf Modi mit LED-Anzeige

Spricht dagegen

  • Nur am 12-Volt-Anschluss nutzbar, nicht am Steg oder am Bahnhof
  • Boot und Auto müssen nah beieinander stehen
  • Bei laufendem Motor Abgase, bei stehendem Motor Belastung der Batterie
  • 20 PSI Höchstdruck
  • Kein Gewicht angegeben
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
Platz 5

Jobe SUP Triple Action Pumpe

Einzige Dreifachhubpumpe
  • BauartDreifachhubpumpe mit zwei Zylindern
  • ModiDreifachhub, Doppelhub und Einzelhub
  • Maximaldruck21 PSI
  • Fördervolumen3,5 plus 3,5 Liter
  • Manometerintegriert
  • HerstellerJobe
  • Artikelnummer410019004

Geeignet für: Wer regelmäßig große oder mehrere Boards füllt

Die Jobe ist die einzige echte Dreifachhubpumpe in diesem Vergleich. Zwei Zylinder mit zusammen sieben Litern Hubvolumen bringen das Board in ein bis zwei Minuten auf etwa 5 PSI, bevor man auf die schwächeren Modi zurückschaltet.

Gegenüber einer Doppelhubpumpe spart das rund 25 Prozent Zeit und etwa 30 Prozent der Pumpstöße. Wer mehrere Boards ohne Strom füllen muss, merkt das deutlich, spätestens beim dritten.

Die Nachteile liegen offen: Sie ist die teuerste Pumpe hier, sie braucht wegen der zwei Zylinder erheblich mehr Platz, und Jobe macht auf der Produktseite kaum technische Angaben. Weder Gewicht noch Maße sind genannt, was bei einer Pumpe dieser Bauform der wichtigste Punkt wäre.

Spricht dafür

  • Zwei Zylinder mit zusammen 7 Litern Hubvolumen
  • Drei Modi, vom kraftvollen Start bis zum Enddruck
  • Board ist in ein bis zwei Minuten auf etwa 5 PSI
  • Rund 25 Prozent schneller als eine Doppelhubpumpe
  • Etwa 30 Prozent weniger Pumpstöße insgesamt
  • Integriertes Manometer zur Kontrolle
  • Markenhersteller aus dem Wassersport
  • Kein Strom, keine Akkus, kein Verschleißteil

Spricht dagegen

  • Teuerste Pumpe im Vergleich
  • Zwei Zylinder bedeuten deutlich mehr Platzbedarf im Rucksack
  • 21 PSI Höchstdruck, weniger Reserve als die Handpumpen hier
  • Sehr knappe Produktangaben, kein Gewicht und keine Maße
  • Im Dreifachhubmodus ist das Pumpen am anstrengendsten
  • Kein separater Absauganschluss angegeben
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
  • Bauartelektrische Minipumpe
  • Maximaldruck12 PSI mit Abschaltautomatik
  • Gewicht700 Gramm
  • Akku3 x 2600 mAh, über USB-C ladbar
  • Stromversorgungeingebauter Akku, kein Auto nötig
  • Zubehörmehrere Düsen
  • EinsatzPaddleboard, Kajak, Luftbett, Pool
  • Ausrichtungauf Tragbarkeit statt Tempo

Geeignet für: Anreise mit Bahn, Rad oder Flugzeug

Diese Pumpe löst ein Problem, das die großen Elektropumpen nicht lösen: Sie wiegt 700 Gramm und lädt über USB-C. Damit ist sie die einzige hier, die man ohne Auto und ohne Steckdose ans Wasser bekommt.

Der Preis dafür ist der Druck. Bei 12 PSI schaltet sie ab, und das ist genau die Untergrenze dessen, was ein SUP Board braucht. Boards, die auf 15 PSI ausgelegt sind, bleiben damit unter ihrem Sollwert und fahren weicher.

Als einzige Pumpe für ein steifes Touringboard ist sie deshalb zu schwach. Als leichte Ergänzung für die Anreise mit Bahn oder Rad, oder als Rückfall neben einer Handpumpe, ist sie sinnvoll.

Spricht dafür

  • Mit 700 Gramm die leichteste Pumpe im Vergleich
  • Passt in den Rucksack, kein Auto und keine Steckdose nötig
  • Über USB-C ladbar, das Handynetzteil genügt
  • Abschaltautomatik bei 12 PSI verhindert Überpumpen
  • Mehrere Düsen für Kajak, Luftbett und Pool
  • Deutlich günstiger als die großen Elektropumpen
  • Ideal als Zweitpumpe für den Notfall
  • Kein Kraftaufwand trotz kleiner Bauform

Spricht dagegen

  • 12 PSI Höchstdruck, für 15-PSI-Boards zu wenig
  • Der Hersteller nennt Tragbarkeit ausdrücklich vor Tempo
  • Deutlich langsamer als die großen Elektropumpen
  • Keine Angabe zum Fördervolumen
  • Kein 12-Volt-Anschluss als Rückfall
  • Kein Absaugmodus genannt
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite

Welche Pumpe für wen

Welches Set passt zu Ihnen?
Ein Board, kein Strom am Ufer
Leicht, 29 PSI, mit Absauganschluss.
Mehrere Boards, Familie oder Verleih
Vier Boards je Ladung, Abschaltautomatik.
Ersatz für die Beipackpumpe
Alu-Kolben und 30 PSI zum niedrigsten Preis.
Immer mit dem Auto am Wasser
Gleiche Leistung, kein Akku, günstiger.
Große Boards ohne Stromquelle
Sieben Liter Hubvolumen in zwei Zylindern.
Anreise mit Bahn oder Rad
700 Gramm, lädt über USB-C, bis 12 PSI.

Ratgeber: Worauf es beim Aufpumpen ankommt

Der Zieldruck steht auf dem Board: Neben dem Ventil ist der zulässige Betriebsdruck aufgedruckt, meist 12 bis 15 PSI. Weniger Druck lässt das Board in der Mitte durchhängen und macht es kippelig. Mehr Druck bringt keine zusätzliche Steifigkeit, belastet aber die Verklebung der Dropstitch-Fäden.

Wärme treibt den Druck: Ein Board, das man morgens bei 18 Grad auf 15 PSI pumpt und dann in die Mittagssonne legt, kann über 18 PSI kommen. Deshalb im Sommer eher am unteren Ende des Bereichs pumpen und das Board nicht voll aufgepumpt in der prallen Sonne liegen lassen.

Der Umschaltpunkt entscheidet: Wer im Doppelhubmodus bis 10 PSI durchhält, quält sich unnötig. Zwischen vier und sieben PSI wird der Doppelhub ineffizient, weil man gegen den Druck zieht. Ab da ist Einzelhub schneller, obwohl er nur die halbe Bewegung nutzt.

Mit dem Körpergewicht statt mit den Armen: Arme gestreckt, Rücken gerade, Gewicht verlagern. Wer aus den Schultern drückt, ist nach fünf Minuten fertig. Die Fußhalterungen an der Pumpe sind kein Zierrat, sie halten die Pumpe an Ort und Stelle.

Ventilstift kontrollieren: Der Stift im Ventil hat zwei Stellungen. Oben heißt geschlossen, die Luft bleibt beim Abziehen des Schlauchs drin. Unten und eingerastet heißt offen, dafür ist die Stellung beim Ablassen gedacht. Wer in der falschen Stellung pumpt, verliert beim Abziehen alles.

Boards mit zwei Kammern: Zuerst die innere Kammer komplett auf Zieldruck bringen, dann die äußere. Beide Kammern müssen denselben Druck haben, sonst wirft das Deck eine Falte. Die innere Kammer ist klein und braucht nur wenige Hübe.

Absaugen spart Platz: Von Hand ausgedrücktes Board rollt sich nie so klein wie ein abgesaugtes. Pumpen mit zweitem Anschluss oder Elektropumpen mit Entlüftungsmodus machen den Unterschied zwischen einem Rucksack, der sich schließen lässt, und einem, der es nicht tut.

Häufige Fragen

Wie lange dauert das Aufpumpen eines SUP Boards?

Mit einer Doppelhubpumpe braucht ein Allround-Board bis 15 PSI etwa sieben bis zehn Minuten. Mit einer Einzelhubpumpe sind es rund 50 Prozent mehr, mit einer Dreifachhubpumpe etwa ein Viertel weniger. Elektropumpen schaffen 15 PSI in ungefähr acht Minuten, allerdings ohne körperlichen Einsatz.

Auf wie viel PSI muss ein SUP Board aufgepumpt werden?

Der zulässige Bereich steht neben dem Ventil auf dem Board, üblich sind 12 bis 15 PSI. Einige hochwertige Touringboards vertragen bis 18 PSI. Unterhalb von 12 PSI hängt das Board durch und wird instabil.

Kann man ein SUP Board überpumpen?

Ja, aber nur mit einer Elektropumpe ohne Abschaltautomatik oder wenn man ein voll aufgepumptes Board in der Sonne liegen lässt. Von Hand ist es kaum möglich, weil der Kraftaufwand jenseits des Zieldrucks stark ansteigt. Dauerhaft zu hoher Druck belastet die Nähte und die Dropstitch-Verklebung.

Lohnt sich eine elektrische SUP Pumpe?

Für ein einzelnes Board eher nicht, dafür ist eine gute Doppelhubpumpe leichter, billiger und wartungsfrei. Ab zwei Boards oder wenn regelmäßig Kinder und Gäste mitpaddeln, spart eine Elektropumpe bei jedem Ausflug spürbar Zeit und Kraft.

Was tun, wenn das Manometer nicht anzeigt?

Bei den meisten Pumpen bewegt sich der Zeiger erst ab etwa 1 PSI. Bleibt er auch danach bei null, sitzt in aller Regel der Bajonettverschluss nicht richtig oder der Ventilstift steht in der offenen Stellung. Beides prüfen, bevor man an der Pumpe zweifelt.

Kann ich mein SUP mit einer Kompressor- oder Fahrradpumpe aufpumpen?

Eine Fahrradpumpe fördert zu wenig Volumen, man würde stundenlang pumpen. Ein Kompressor schafft den Druck, braucht aber zwingend einen passenden Adapter für das HR-Ventil und ein Manometer, mit dem man den Druck kontrolliert. Ohne Abschaltung ist die Gefahr des Überpumpens groß.

Fazit

Schnelles Aufpumpen ist weniger eine Frage der Kraft als der richtigen Reihenfolge: im Doppelhubmodus starten, zwischen vier und sieben PSI umschalten, mit dem Körpergewicht statt mit den Armen arbeiten. Damit sinkt die Zeit gegenüber einer einfachen Einzelhubpumpe um 30 bis 50 Prozent.

Wer eine gute Handpumpe sucht, findet in der THURSO SURF mit ihren getrennten Anschlüssen fürs Aufpumpen und Ablassen die durchdachteste Lösung. Ab dem zweiten Board lohnt eine Elektropumpe, und wer ohne Auto ans Wasser kommt, greift zur Handpumpe oder zur 700-Gramm-Minipumpe als Ergänzung.

Max ist begeisterter Stand Up Paddler und betreibt den SUP Blog stand-up-paddling.org. Er hat bereits Dutzende SUP Boards getestet und noch mehr Blogbeiträge über Stand Up Paddling geschrieben. Bei WassersportMax verantwortet er den Themenbereich SUP.

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