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Wer nach einem SUP Board mit zwei Luftkammern sucht, sucht eigentlich zwei Dinge: mehr Steifigkeit unter den Füßen und die Sicherheit, dass ein Board nicht sofort absackt, wenn irgendwo Luft entweicht. Beides lösen Hersteller heute auf zwei sehr unterschiedliche Arten.

Eine echte zweite Luftkammer, also zwei getrennt aufpumpbare Volumen, ist bei aufblasbaren SUPs die Ausnahme geworden und findet sich fast nur noch bei Premium-Tourenboards. Der Standard ist stattdessen die Doppelschicht-Konstruktion: zwei verschweißte Materiallagen um denselben Dropstitch-Kern, die dieselbe Steifigkeit auf einem völlig anderen Preisniveau erzeugen.

Wir haben sechs Boards zusammengestellt, die eines von beidem tatsächlich mitbringen, vom 212-Euro-Allrounder bis zum einzigen Board mit echtem Zweikammersystem. Wer sich erst grundsätzlich orientieren will, findet die Übersicht im großen SUP Board Test.

6Boards mit doppelter Konstruktion
1Board mit echter zweiter Luftkammer
140 bis 240Kilogramm Traglast
315 bis 366Zentimeter Boardlänge

Die Top 3 auf einen Blick

Beste Wahl
NOARD SUP Board aufblasbar Double-Layer-Dropstitch 326 cm bis 140 kg
Zwei Materiallagen, 85 cm Breite und 140 kg Traglast zum mittleren Preis.
Echte Doppelkammer
Bluefin SUP Cruise Carbon 12 Aufpumpbares Paddle Board| SUP Board für Erwachsene| Paddleboard Paket | Tragbar & Reisesicher | Inklusive Zubehör,Black Knight,Cruise Carbon Zwarte Ridder,12'
Das einzige Board hier mit zwei getrennten AirDuo-Luftkammern.
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Bluemarina Stand Up Paddling Board Mapuna | 330x76x16 cm
Doppellagiges PVC, 15.000 Stitches und fünf Jahre Garantie.

Alle Boards im Vergleich

BoardKonstruktionMaßeTraglastPreisklasse
NOARD Double-LayerBeste WahlDouble-Layer-Dropstitch326 x 85 cm140 kg€€
Bluefin Cruise Carbon 12Echte DoppelkammerAirDuo, zwei Luftkammern12 Fuß, 366 cm175 kg€€€€
AUKAI SUP-320-PROBeste AusstattungDouble Layer MFL Fusion320 x 80 x 15 cm200 kg€€
Bluemarina MapunaBestes Preis-Leistungs-Verhältnisdoppellagiges 1000D PVC330 x 76 x 16 cm140 kg
ATPROSS 366Für zwei Personendoppellagiges PVC366 x 92 cm240 kg€€€
NEOLYMP 315Leichtestes Boarddoppelschichtiges Marine-PVC315 cm150 kg€€

Die Boards im Einzelnen

  • KonstruktionDouble-Layer-Dropstitch, zwei Materiallagen
  • Länge326 cm
  • Breite85 cm
  • Traglast140 kg
  • Aufbauzeitetwa 5 Minuten
  • PumpeDoppelhub-Pumpe im Set
  • EinsatzSee, Fluss, Yoga
  • Transportzusammenrollbar im Rucksack

Geeignet für: Einsteiger, die ein steifes Board ohne Aufpreis wollen

Das NOARD-Board macht die entscheidende Eigenschaft zur Ansage: Double-Layer-Dropstitch, also zwei verschweißte Materiallagen statt einer. Das ist genau der Aufbau, den die meisten Käufer meinen, wenn sie nach einem Board mit zwei Kammern suchen, denn er löst dasselbe Problem, nämlich das Durchbiegen unter Last.

Mit 85 Zentimetern Breite gehört es zu den kippstabilsten Boards dieser Preisklasse. Für Anfänger ist die Breite wichtiger als jede Materialangabe, weil sie den Unterschied zwischen sicherem Stand und dauerndem Balancieren macht.

Die 140 Kilogramm Traglast sind der niedrigste Wert in dieser Übersicht. Für einen Paddler mit Ausrüstung reicht das gut, für zwei Erwachsene oder eine Familie mit Kind ist ein Board mit mehr Reserve die bessere Wahl. Zum Aufpumpen selbst haben wir die Schritte im Beitrag SUP Board aufpumpen zusammengefasst.

Spricht dafür

  • Die Doppelschicht-Bauweise steht direkt im Produktnamen und ist damit belegt
  • Zwei Materiallagen halten das Board auch voll beladen formstabil
  • 85 cm Breite gehören zu den kippstabilsten Maßen in dieser Preisklasse
  • In etwa fünf Minuten mit der Doppelhub-Pumpe startklar
  • 326 cm Länge ist ein guter Kompromiss aus Spurtreue und Wendigkeit
  • Kein Werkzeug für die Finne nötig
  • Passt zusammengerollt in jeden Kofferraum
  • Auch für Yoga und Ausflüge mit Hund ausgewiesen

Spricht dagegen

  • 140 kg Traglast sind der niedrigste Wert im Vergleich
  • Kein Kajaksitz im Lieferumfang
  • Keine Angabe zur Materialstärke in Zoll
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
  • Zubehörumfang ist knapper als bei den Komplettsets hier
  • KonstruktionAIRDUO, zwei getrennte Luftkammern
  • MaterialESL-verschweißtes PVC mit dichtem Dropstitch
  • Verstärkungkohlefaserverstärkte Schienen, Flex-Reduktions-Technologie
  • Länge12 Fuß, etwa 366 cm
  • Traglastbis 175 kg
  • PaddelDrive Carbon, 175 bis 210 cm, 975 g
  • PumpeSwift Pro Maxi Doppelkammerpumpe
  • Garantie5 Jahre
  • Taschegepolsterte Boardtasche mit Rädern

Geeignet für: Erfahrene Paddler, die Steifigkeit und Sicherheit über den Preis stellen

Das Cruise Carbon 12 ist in dieser Liste das einzige Board mit einem echten Zweikammersystem. Bluefin nennt es AirDuo, und der Sinn dahinter ist ausdrücklich Sicherheit: Das Board bleibt schwimmfähig, wenn nur der Schlauch aufgepumpt ist, also selbst dann, wenn die Hauptkammer Luft verliert.

Dazu kommt der Aufbau, der die Steifigkeit erzeugt: ESL-verschweißtes PVC, sehr dichter Dropstitch und kohlefaserverstärkte Schienen entlang der Kanten. Das ist die Bauweise, mit der aufblasbare Boards an das Fahrgefühl von Hardboards herankommen, statt in der Mitte durchzuhängen.

Der Preis ist der Haken, und er ist kein kleiner: Das Board kostet ein Vielfaches der übrigen fünf. Wer regelmäßig lange Touren fährt, größere Distanzen paddelt oder auf dem Meer unterwegs ist, bekommt dafür ein deutlich anderes Produkt. Für die Runde auf dem Baggersee ist es überdimensioniert.

Spricht dafür

  • Einziges Board hier mit zwei getrennten Luftkammern, dem AirDuo-System
  • Bleibt laut Hersteller schwimmfähig, wenn nur der Schlauch aufgepumpt ist
  • Kohlefaserverstärkte Schienen reduzieren das Durchbiegen zusätzlich
  • ESL-verschweißtes PVC, über 10 Prozent leichter als die Vorgängergeneration
  • Carbon-Paddel mit 975 g statt eines schweren Alu-Paddels
  • Reflektierende D-Ring-Befestigungen für bessere Sichtbarkeit
  • Fünf Jahre Garantie ab Werk auf alle Bluefin-Boards
  • Transporttasche mit Rädern statt reinem Rucksack
  • Für Paddler bis 175 kg Gesamtgewicht ausgelegt

Spricht dagegen

  • Mit Abstand teuerstes Board im Vergleich, ein Vielfaches der übrigen
  • 12 Fuß Länge sind im Kofferraum und beim Tragen sperrig
  • Für kleine Seen und kurze Runden deutlich überdimensioniert
  • Zwei Kammern bedeuten auch zwei Pumpvorgänge
  • Empfohlen ab etwa 1,80 m Körpergröße, für kleinere Paddler weniger passend
  • KonstruktionDouble Layer mit MFL Fusion, DTEX-12.000 Dropstitch-Kern
  • Länge320 cm
  • Breite80 cm
  • Dicke15 cm
  • Traglast200 kg
  • ZubehörKajak-Sitz, 2-in-1-Doppelpaddel, Action-Cam-Halterung
  • Ösen11 Befestigungsösen plus Gepäckband
  • BeschichtungUV-, chlor- und salzwasserbeständig
  • Garantie5 Jahre

Geeignet für: Paddler, die zwischen Stehen und Sitzen wechseln wollen

Das AUKAI SUP-320-PRO nutzt das Double-Layer-Verfahren mit MFL-Fusion-Technologie und einem DTEX-12.000-Dropstitch-Kern. Auf Deutsch: dichte Fadenzahl im Inneren, zwei Lagen außen, und dadurch 200 Kilogramm Traglast auf nur 320 Zentimetern Länge.

Der praktische Vorsprung liegt beim Zubehör. Kajak-Sitz und ein Paddel, das sich zum Doppelpaddel umbauen lässt, sind bereits dabei. Damit wird aus dem Board für längere Strecken oder bei Wind eine Sitzvariante, ohne dass man nachkaufen muss.

Die kurze Länge und die 80 Zentimeter Breite sind der Kompromiss. Auf langen geraden Strecken läuft ein 330er-Board ruhiger, dafür ist das AUKAI wendiger und leichter zu transportieren. Fünf Jahre Garantie sind in dieser Preisklasse ungewöhnlich.

Spricht dafür

  • Double Layer mit MFL-Fusion-Verfahren und dichtem DTEX-12.000-Kern
  • 200 kg Traglast trotz kompakter 320 cm Länge
  • Kajak-Sitz und Doppelpaddel sind im Set enthalten, kein Nachkauf nötig
  • 15 cm Dicke sorgen für Auftrieb auch bei voller Beladung
  • 11 Befestigungsösen und Gepäckband für Kühltasche oder Drybag
  • Beschichtung ausdrücklich chlor- und salzwasserbeständig
  • Fünf Jahre Garantie vom Hersteller
  • Mittiger Tragegriff und Transportrucksack im Lieferumfang
  • Action-Cam-Halterung bereits verbaut

Spricht dagegen

  • 320 cm sind das kürzeste Board hier, das kostet Spurtreue auf langen Strecken
  • 80 cm Breite liegen unter den 85 bis 92 cm der Konkurrenz
  • Der Kajak-Sitz ersetzt kein echtes Kajak, nur eine Sitzposition
  • Herstellerangaben in der Produktbeschreibung sind stark mit Sonderzeichen formatiert
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
Platz 4

Bluemarina Stand Up Paddling Board Mapuna 330 cm

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Konstruktiondoppellagiges PVC mit 15.000 Drop-Stitch-Fäden
  • MaterialUV-beständiges 1000D PVC
  • Maße330 x 76 x 16 cm
  • Traglast140 kg
  • Finne9 Zoll
  • Deckrutschfestes EVA mit Kickpad
  • ZubehörAlu-Paddel, Doppelhubpumpe, Leash, Action-Cam-Halterung, Reparaturset
  • Garantie5 Jahre
  • Transportwasserabweisender Rucksack

Geeignet für: Wer die Doppelschicht-Bauweise zum niedrigsten Preis will

Das Mapuna ist der Preisbrecher unter den Doppelschicht-Boards. Doppellagiges 1000D PVC und 15.000 Drop-Stitch-Fäden ergeben ein Board, das spürbar steifer ist als die einlagige Standardware, kostet aber weniger als alle anderen hier.

Mit 16 Zentimetern ist es zudem etwas dicker als üblich, was zusätzlichen Auftrieb bringt. Rocker-Profil, 9-Zoll-Finne und Kickpad am Heck runden das ab, dazu kommt das komplette Zubehör vom Paddel bis zum Reparaturset.

Ein Hinweis zum Kauf: Bluemarina führt mit dem Ariki eine ähnlich aussehende Reihe, die ausdrücklich in Single-Layer-Technologie gefertigt ist. Wer die Doppelschicht will, muss auf den Modellnamen Mapuna achten. Die 76 Zentimeter Breite verlangen etwas mehr Balance als die breiten Allrounder.

Spricht dafür

  • Günstigstes Board im Vergleich trotz doppellagigem PVC
  • 15.000 Drop-Stitch-Fäden sorgen für hohe Steifigkeit
  • 1000D PVC ist UV-, salz- und abriebbeständig
  • Fünf Jahre Garantie, ungewöhnlich in dieser Preisklasse
  • 16 cm Dicke, mehr als bei den meisten Boards dieser Größe
  • Rocker-Profil und Kickpad für kontrollierte Kurven
  • Wasserabweisender Rucksack im Lieferumfang
  • 9-Zoll-Finne für gute Spurtreue auf offenem Wasser
  • Komplettset mit Pumpe, Leash und Reparaturset

Spricht dagegen

  • 76 cm Breite sind der schmalste Wert hier, das verlangt etwas mehr Balance
  • 140 kg Traglast wie beim NOARD, für zwei Erwachsene zu wenig
  • Alu-Paddel statt Carbon, entsprechend schwerer
  • Kein Kajaksitz im Set
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
  • Achtung beim Kauf: die Modellreihe Ariki desselben Herstellers ist Single Layer
  • Konstruktiondoppellagiges, abriebfestes PVC
  • Maße366 x 92 cm
  • Traglast240 kg
  • Finnen5 abnehmbare Finnen, 3 große und 2 kleine
  • ZubehörKajak-Sitz, Fußstütze, Kombi-Paddel, Doppelhubpumpe
  • Tasche600D Oxford Rucksack
  • Extras5 l Dry-Bag, wasserdichte Handyhülle, Sicherheitsleine

Geeignet für: Familien und alle, die zu zweit auf einem Board unterwegs sind

Das ATPROSS ist das Lastentier der Liste. 366 Zentimeter Länge, 92 Zentimeter Breite und 240 Kilogramm Traglast bedeuten, dass zwei Erwachsene oder ein Erwachsener mit Kind und Gepäck darauf Platz finden, ohne dass das Board nachgibt.

Die 92 Zentimeter sind dabei der eigentliche Unterschied. Ein so breites Board kippt kaum noch, und genau das brauchen Familien, bei denen sich an Bord auch mal jemand bewegt. Fünf Finnen erlauben zusätzlich die Anpassung an ruhiges oder fließendes Wasser.

Der Preis liegt spürbar über den Allroundern, und aufgerollt ist es das sperrigste Board hier. Wer allein auf kleinen Seen paddelt, fährt mit einem 326er-Board leichter und günstiger. Zum schnellen Aufpumpen dieser Größe lohnt ein Blick auf die SUP Elektropumpen.

Spricht dafür

  • 240 kg Traglast, mit Abstand der höchste Wert im Vergleich
  • 92 cm Breite machen es zum kippstabilsten Board hier
  • Fünf Finnen erlauben die Anpassung an See, Fluss oder Küste
  • Kajak-Sitz mit Fußstütze für lange Touren im Sitzen
  • Doppellagiges PVC für Steifigkeit trotz 366 cm Länge
  • Genug Reserve für Campingausrüstung oder Kühlbox an Bord
  • Dry-Bag und wasserdichte Handyhülle bereits im Set
  • 600D Oxford Rucksack statt einfacher Tragetasche

Spricht dagegen

  • Teuerstes Board neben dem Bluefin, deutlich über den Allroundern
  • 366 cm und 92 cm Breite sind aufgerollt sperrig und schwer
  • Für einen einzelnen leichten Paddler überdimensioniert
  • Kein Herstellername mit etablierter Historie
  • Genaue Materialstärke wird nicht angegeben
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite
  • Konstruktiondoppelschichtiges Marine-PVC mit ESL-Gewebe
  • Länge315 cm
  • Gewicht7,9 kg
  • Traglast150 kg
  • Set13-teilig mit Kajaksitz, Doppelpaddel, Pumpe
  • DeckAnti-Rutsch-EVA mit großem Trittpad
  • ExtrasAction-Cam-Halterung, Gepäcknetz, E-Book
  • TransportRucksack im Set

Geeignet für: Wer das Board oft und weit tragen muss

Beim NEOLYMP ist das Gewicht das Argument. 7,9 Kilogramm sind für ein Board mit doppelschichtigem PVC und 150 Kilogramm Traglast ein sehr guter Wert, und dieser Unterschied zählt genau dann, wenn der Parkplatz nicht direkt am Wasser liegt.

Der Aufbau ist doppelschichtiges Marine-PVC mit ESL-Gewebe und verstärktem Dropstitch. Das Set ist mit 13 Teilen üppig: Kajaksitz, Doppelpaddel, Pumpe, wasserdichte Tasche, Fußschlaufen, große Finne und Reparatur-Kit sind dabei.

Mit 315 Zentimetern ist es das kürzeste Board hier. Auf langen geraden Strecken merkt man das, weil kürzere Boards stärker um die eigene Achse wandern. Für die entspannte Runde auf dem See, für Kinder und für alle, die viel tragen, ist genau das aber die richtige Größe.

Spricht dafür

  • Mit 7,9 kg das leichteste Board im Vergleich
  • Doppelschichtiges Marine-PVC mit UV-beständigem EVA-Deck
  • 13-teiliges Set inklusive Kajaksitz, Doppelpaddel und Reparatur-Kit
  • 315 cm sind kompakt genug für kleine Kofferräume
  • 150 kg Traglast trotz des geringen Eigengewichts
  • Verstärkte Drop-Stitch-Technologie für sicheren Stand
  • Auch für Kinder ausgewiesen, dank geringem Gewicht handhabbar
  • Großes Trittpad und Fußschlaufen für sicheren Halt
  • Gepäcknetz und Action-Cam-Halterung ab Werk

Spricht dagegen

  • 315 cm sind das kürzeste Board hier, spurtreu ist anders
  • Keine Breitenangabe in der Produktbeschreibung
  • 150 kg Traglast reichen nicht für zwei Erwachsene
  • Das beiliegende E-Book ist Beigabe, kein Kaufargument
  • Marine-PVC ist eine Herstellerbezeichnung ohne Normbezug
  • Keine Kundenbewertungen auf der Produktseite

Welches Board für welchen Fall

Welches Set passt zu Ihnen?
Erstes eigenes Board
Breite 85 cm, Double-Layer-Bauweise und mittlerer Preis.
Echte zweite Luftkammer
AirDuo-System, bleibt auch bei Luftverlust schwimmfähig.
Wechsel zwischen Stehen und Sitzen
Kajaksitz und 2-in-1-Doppelpaddel sind im Set.
Kleinster Preis mit Doppelschicht
Doppellagiges 1000D PVC und fünf Jahre Garantie.
Zu zweit oder mit Kind
92 cm Breite und 240 kg Traglast.
Langer Weg zum Wasser
Nur 7,9 kg und dennoch 150 kg Traglast.

Ratgeber: Zwei Kammern, zwei Lagen, ein Ziel

Doppelkammer und Doppelschicht sind nicht dasselbe: Eine echte Doppelkammer bedeutet zwei getrennte Luftvolumen, die einzeln aufgepumpt werden. Eine Doppelschicht bedeutet zwei verschweißte Materiallagen um ein Volumen. Beide machen das Board steifer, aber nur die echte Doppelkammer bringt zusätzlich Sicherheit bei Luftverlust.

Warum Doppelkammern selten geworden sind: Moderne Dropstitch-Kerne mit hoher Fadenzahl und verschweißte Doppelschichten erreichen dieselbe Steifigkeit bei weniger Gewicht, weniger Aufpumpaufwand und deutlich geringeren Herstellungskosten. Deshalb findet man zwei getrennte Kammern heute fast nur noch bei Premium-Tourenboards.

Woran man eine echte Doppelschicht erkennt: Die Hersteller nennen sie beim Namen, meist als Double Layer, Doppelschicht, doppellagig oder Fusion. Fehlt jede Angabe zur Lagenzahl, ist das Board mit hoher Wahrscheinlichkeit einlagig. Vorsicht auch innerhalb einer Marke: Dieselbe Firma verkauft oft eine Single-Layer- und eine Double-Layer-Reihe nebeneinander.

Die Fadenzahl sagt mehr als der Preis: Angaben wie 15.000 Stitches oder DTEX-12.000 beschreiben, wie dicht die Fäden zwischen Ober- und Unterseite sitzen. Je dichter, desto weniger biegt sich das Board unter Last durch. Diese Zahl ist aussagekräftiger als jede Werbeformulierung über Robustheit.

Breite schlägt Technik für Anfänger: Bei den ersten Versuchen entscheidet nicht die Materiallage über den sicheren Stand, sondern die Breite. Unter 78 Zentimetern wird es wacklig, 85 Zentimeter sind angenehm, ab 90 Zentimetern kippt praktisch nichts mehr. Erst wenn der Stand sitzt, wird die Steifigkeit zum spürbaren Unterschied.

Traglast großzügig rechnen: Zur Angabe zählen Paddler, Paddel, Rucksack, Getränke und alles, was mitfährt. Wer nahe an die Obergrenze kommt, drückt das Board tiefer ins Wasser, und genau dann macht sich mangelnde Steifigkeit als Durchhängen bemerkbar. Ein Puffer von 20 bis 30 Kilogramm ist sinnvoll.

Richtig aufpumpen: Bei Boards mit zwei Kammern gibt der Hersteller eine Reihenfolge vor, meist erst die innere, dann die äußere Kammer, und die Kammern werden abwechselnd schrittweise befüllt statt eine nach der anderen komplett. Bei einlagigen wie doppellagigen Einkammerboards zählt nur, den angegebenen Maximaldruck knapp zu erreichen und nicht zu überschreiten.

Temperatur beachten: Ein in der Mittagssonne liegendes Board baut Druck auf. Wer es morgens am oberen Limit aufpumpt und dann auf den heißen Steg legt, riskiert Nähte und Ventil. Im Zweifel etwas unter dem Maximum bleiben und das Board im Schatten ablegen.

Häufige Fragen

Was bringt ein SUP Board mit zwei Luftkammern?

Zwei getrennte Kammern erhöhen die Steifigkeit und vor allem die Sicherheit: Verliert eine Kammer Luft, trägt die andere weiter. Für Touren auf offenem Wasser oder auf dem Meer ist das ein echtes Argument. Auf einem kleinen See mit Ufer in Sichtweite fällt dieser Vorteil deutlich geringer aus.

Müssen die Luftkammern einzeln aufgepumpt werden?

Ja. Bei Boards mit zwei getrennten Kammern gibt der Hersteller eine feste Reihenfolge vor, in der Regel erst die innere und dann die äußere Kammer. Beide werden abwechselnd schrittweise befüllt, statt eine komplett und dann die zweite. Die Angaben in der Anleitung sind hier verbindlich.

Macht die zweite Kammer das Board wirklich steifer?

Ja, sie reduziert das Durchbiegen unter Last spürbar. Denselben Effekt erreichen moderne Doppelschicht-Boards mit hoher Fadenzahl aber inzwischen ebenfalls, und zwar bei geringerem Gewicht und deutlich niedrigerem Preis. Die zusätzliche Sicherheit bei Luftverlust bietet nur die echte zweite Kammer.

Dauert das Aufpumpen mit zwei Kammern länger?

Etwas, aber weniger als erwartet. Das Gesamtvolumen ändert sich kaum, es sind lediglich zwei Ventile statt einem zu bedienen. Rechnen Sie mit wenigen Minuten Mehraufwand. Mit einer Doppelhubpumpe oder einer Elektropumpe fällt der Unterschied kaum noch ins Gewicht.

Wie viel Druck braucht ein Doppelschicht-Board?

Die meisten Allround-Boards liegen zwischen 12 und 15 psi, der Höchstwert steht am Ventil oder in der Anleitung. Doppelschicht-Boards vertragen tendenziell mehr Druck als einlagige, sollten aber nie über die Herstellerangabe hinaus befüllt werden. Zu wenig Druck ist der häufigste Grund für ein durchhängendes Board.

Woran erkenne ich, ob ein Board doppellagig ist?

An der Produktbeschreibung. Hersteller, die doppellagig fertigen, schreiben es hin, meist als Double Layer, Doppelschicht, doppellagiges PVC oder Fusion-Verfahren. Fehlt jeder Hinweis auf die Lagenzahl, handelt es sich fast immer um ein einlagiges Board. Innerhalb einer Marke können beide Bauarten parallel angeboten werden.

Fazit

Für die allermeisten Paddler ist ein Board mit sauberer Doppelschicht-Konstruktion die richtige Antwort auf die Suche nach mehr Steifigkeit. Das NOARD Double-Layer-Dropstitch trifft mit 85 Zentimetern Breite, 326 Zentimetern Länge und klar benannter Zweilagen-Bauweise den Punkt, ohne den Preis zu sprengen, und das Bluemarina Mapuna bietet dieselbe Bauart noch etwas günstiger.

Eine echte zweite Luftkammer bekommt man nur beim Bluefin Cruise Carbon 12, und dort auch nur zum entsprechenden Preis. Wer viel auf offenem Wasser unterwegs ist, bezahlt damit für Sicherheit statt für Ausstattung. Für Familien und zwei Personen auf einem Board ist dagegen das breite ATPROSS mit 240 Kilogramm Traglast die passendere Wahl.

Benjamin ist ein leidenschaftlicher Wassersportler, dessen Herz besonders für das Stand-Up Paddling (SUP) schlägt. Mit Begeisterung teilt er sein Wissen und seine Erlebnisse rund um das SUP, um auch andere für dieses faszinierende Element zu begeistern.

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